Apothekerhaus

ABDA legt Grundstein im kleinen Kreis

Berlin - 27.09.2017, 14:15 Uhr

Es geht voran: Am gestrigen Dienstag legte die ABDA den Grundstein für das neue Apothekerhaus. (Foto: Pharmazeutische Zeitung
/ Wagenzik)

Es geht voran: Am gestrigen Dienstag legte die ABDA den Grundstein für das neue Apothekerhaus. (Foto: Pharmazeutische Zeitung / Wagenzik)


Ein wichtiger Schritt ist getan: Unweit des Berliner Hauptbahnhofes wurde am gestrigen Dienstag der Grundstein für das neue Apothekerhaus gelegt. „Wir sind im Zeitplan“, meldet die ABDA – die außer den standeseigenen jedoch keine Journalisten zu dem Event eingeladen hat.

Nachdem Anfang März der Spatenstich des neuen Apothekerhauses in der Heidestraße in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs stattfand, wurde am gestrigen Dienstag der Grundstein gelegt, wie ein ABDA-Sprecher auf Nachfrage bestätigte. Auch DAZ.online hätte gerne tagesaktuell von der Grundsteinlegung berichtet. Neben den Redakteuren der Pharmazeutischen Zeitung waren jedoch keine anderen Journalisten eingeladen und zugelassen. Die Veranstaltung sei nicht öffentlich gewesen, weshalb man auch die Presse nicht eingeladen habe, erklärt der ABDA-Sprecher. „Es wird eine öffentliche Veranstaltung sein, wenn das Apothekerhaus eröffnet wird“, sagt er.

Zukünftig solle das Gebäude „ein ganz offenes Haus, auch ein Haus der Begegnungen, des Arbeitens“ werden, erklärte der Präsident der Bundesapothekerkammer, Andreas Kiefer, in einem ABDA-Video. Apotheker seien immer für ihre Patienten da – das werde sich auch in dem Gebäude widerspiegeln, heißt es dort. „Man kann zu uns kommen, man kann die Apotheker fragen. Das soll auch dargestellt werden, so wird das Haus auch gestaltet werden“, betonte Kiefer.

               

Der Bau sei „exakt im Zeitplan“, erklärte Kiefer und dankte den Partnern. „Es spricht auch ein bisschen für die Präzision die die Apothekerschaft in ihrem täglichen Tun an den Tag legt, dass das hier genauso gelingt“, sagte er. Die ABDA wünscht sich, dass alle Apotheker in Deutschland das Haus als das ihre annehmen – weshalb auch alle Kammern und Verbände Typisches aus ihrem Bundesland zum Grundstein legten, der in einer Mauer des neuen Hauses verbaut werden soll.

Eine Webcam hält fortlaufend den Baufortschritt des neuen Apothekerhauses fest – bis zur Eröffnung, die im Frühjahr 2019 stattfinden soll. Weitgehend fertig ist bereits die Bodenplatte, auf der im Erdgeschoss ein großer Tagungssaal sowie Begegnungsflächen errichtet werden.

               

Vor gut zwei Jahren hatte die ABDA-Mitgliederversammlung beschlossen, das Grundstück zu erwerben und einen Neubau zu errichten. Rund 31,5 Millionen Euro soll der Neubau kosten – plus Kaufnebenkosten könnte der Preis am Ende 35 Millionen Euro betragen.

Ihr früheres Domizil, das Mendelssohn-Palais in der Jägerstraße, wird inzwischen von der Immobilienfirma HGHI Holding GmbH des Investors Harald Huth als Zentrale genutzt. Der Konzern errichtet an vielen Standorten Berlins Shopping-Tempel, wie die „Mall of Berlin“ am Leipziger Platz. Die ABDA hat sich derweil vorrübergehend in einem Bürogebäude in der Straße Unter den Linden eingemietet.



hfd / DAZ.online
redaktion@daz.online


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2 Kommentare

Apothekerhaus und seine Zukunft?

von Heiko Barz am 28.09.2017 um 17:17 Uhr

Wem gehört juristisch dieser Apothekenprunkbau?
In den nächsten Jahren werden einige Kammer - und Verbändezahlende Kollegen ihre Karriere auf Grund verfehlter Berufspolitik aufgeben müssen. Was wird aus deren finanziellen Zwangsgelder, die diesen Bau mitgetragen haben? Oder wenn letztlich Alles den Bach heruntergeht, übernimmt dann Doc Morris die "Hallen" mit billig Geld?

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Unser aller Schlafsaal

von Andreas Maurer am 27.09.2017 um 15:08 Uhr

"Es ist schön, daß es mit dem Bau so gut vorwärtsgeht"....na, das freut mich aber als an der Front stehender Offizinapotheker auch ganz besonders!
Und liebe ABDA-Fürsten, denkt auch daran, einen großen Schlafsaal bei der Neuerrichtung gleich miteinzuplanen. Der hatte im Jägerbau nämlich gefehlt, da konnte man immer nur alles aussitzen.
Und vielleicht reichen die vielen Millionen ja dann auch noch für einen Badetempel, dann wäre allen Apothekern beim Ausbaden des vielen Mists, wegen vieler versäumter Möglichkeiten, endlich auch mal geholfen!

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