Bundestagswahl

FDP-Chef Lindner lässt Apotheker zur Linken ziehen

Berlin - 11.09.2017, 16:15 Uhr

Auch ohne Apotheker in den Bundestag: FDP-Chef Christian Lindner erklärt in einem Interview, dass er nichts machen könne, wenn die Apotheker jetzt zur Linken abwanderten. (Foto: dpa)

Auch ohne Apotheker in den Bundestag: FDP-Chef Christian Lindner erklärt in einem Interview, dass er nichts machen könne, wenn die Apotheker jetzt zur Linken abwanderten. (Foto: dpa)


Lindner glaubt nicht mehr an ein Jamaika-Bündnis

Die Positionierung der FDP zum Apothekenmarkt könnte für die Apotheker nicht ganz unwichtig sein. Denn nach den derzeitigen Wahlumfragen hat die Partei durchaus eine Chance, als drittstärkste Kraft wieder in den Bundestag einzuziehen. Je nachdem, wie stark die Union abschneidet, könnte es also durchaus zu einer Neuauflage der schwarz-gelben Koalition reichen.

Dass die Liberalen an der nächsten Bundesregierung beteiligt werden, hält Lindner durchaus für möglich. In jedem Fall schließt der FDP-Chef ein Dreier-Bündnis mit Union und Grünen aus. Wörtlich sagte Lindner gegenüber der Berliner Zeitung: „Ich glaube nicht mehr an ein Jamaika-Bündnis. Die Grünen sind mit ihrer Einwanderungspolitik im Jahr 2015 stehen geblieben. Sie weigern sich etwa weiterhin, die Maghreb-Staaten zu sicheren Herkunftsländern zu erklären.“

In jedem Fall ist Lindner von der Qualität einer eventuellen FDP-Bundestagsfraktion überzeugt. Obwohl die Liberalen eine Legislaturperiode lang nicht mehr dem Bundestag angehörten, sagte er jetzt: „Eine neue Bundestagsfraktion der Liberalen würde mehr Abgeordnete mit Regierungserfahrung haben als beispielsweise die der Grünen. Unabhängig davon möchte ich es zu einem Markenzeichen der FDP machen, kluge Köpfe aus Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft in politische Verantwortung zu bringen.“ Die FDP sei offener für Quer- und Seiteneinsteiger denn je. Lindner wörtlich: „Die FDP kehrt als andere Partei zurück. Gelassener im Auftritt, aber klarer in der Sache.“

Was mögliche Koalitionsverhandlungen betrifft, so stellte Lindner fest, gebe es Positionen, die „unverrückbar“ seien. Auf einem Parteitag kurz vor der Wahl wollen die Liberalen zehn „Trendwenden“ beschließen, die in Deutschland umgesetzt werden sollten.



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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8 Kommentare

Londner

von Helen Blaschke am 13.09.2017 um 14:01 Uhr

Herr Lindner - jung dynamisch erfolglos !
Damit ist alles gesagt-viel Luft.....

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Auch die klügste Henne ...

von Paul Linke am 12.09.2017 um 8:26 Uhr

Vielleicht ist "CL 7" als Künstlername gar nicht so falsch gewählt ? Der Verstand ist dem Vorbild aus dem Fußball ja vergleichbar. Und die 7 steht dann beim Wahlergebnis hoffentlich für Promille.

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Lindner

von Alexander Zeitler am 12.09.2017 um 1:08 Uhr

Lieber(?) Herr Lindner. So rosdig sieht es für Ihre FDP nicht aus. Früher waren wir Stimmfutter für Sie. Das ist nun wohl rum. Hchmut kommt vordem Fall. Wir werden Ihre One Man Show nicht mehr unterstützen.
Hoffentlich haben Sie genügend Matten ausgelegt, damit Sie sich nicht zu sehr verbeulen.
Dann fallen Sie mal gut mit Ihren Konsorten. Ciao Bello sagt man in Italien

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Womit vergrault man WählerInnen?

von Christiane Patzelt am 12.09.2017 um 0:05 Uhr

Herr Lindner hat mit Martin Schultz einen Charakterzug gemein, sie sind beide arrogant und von oben herab. Das wirkt nicht nur unsympathisch, sondern mehr noch unsouverän!
Mir als ApothekerIn bleibt der Beruf, Herr Lindner und die SPD berauben die Bevölkerung um gute Apotheken. Politiker vergessern leider öfter mal, um wen es hier geht--um die Bevölkerung! Und ein Politiker ist StaatsDIENER und nicht der Staat selber--seit Ludwig XIV. haben wir "l'état ce moi" nicht mehr. Ich weiß seit Daniel Bahr und Phillip Rösler auch nicht, wer die FDP noch als "Apothekenpartei " bezeichnen kann, deren neoliberale gequirrlte Soße und Drohgebährden (wenn die Apotheken nicht xy machen, kommt die Kette-nicht wahr Herr Bahr?) waren verletzend, arrogant und am Wähler vorbei!
FDP war, ist und bleibt unwählbat!

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Lindner

von Christian Lindinger am 11.09.2017 um 18:41 Uhr

Was soll man von einer Partei/ Herrn Lindner erwarten, deren/ dessen Slogan lautet:
Digi first
Bedenken second

Was bedeuten soll:
ERST HANDELN
DANN DENKEN
- was für ein Armutszeugnis

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Lindner als one man show

von Ratatosk am 11.09.2017 um 18:35 Uhr

Auch andere Selbständige beobachten diese arroganten Hippster genau. Haben wohl vergessen, daß sie selbst vor Kurzem noch nicht an der 5 % Hürde knabberten, kann aber schnell wieder so kommen. Natürlich ist die Zahl der Apotheken zu gering, wenn aber noch ein paar andere Gruppen den wahren Gehalt der FDP begreifen, dann kann das schnell gehen. Politiker mit dieser herablassenden Art , die durch keine eignen besonderen Leistungen gedeckt ist, haben für mich in einer echten Volksvertretung nichts verloren. Einfach jeden und jede im eigenen Umfeld über die angebliche Mittelstandspartei aufklären, wirkt Wunder !

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Lindner

von Frank ebert am 11.09.2017 um 16:31 Uhr

Lindner ist zugegeben ein sehr guter Redner und ein arroganter weisser Vogel. Ich wäre nicht mehr so gut auf die Beine gekommen ,wenn ich mit meiner Apotheke 2 Millionen euro in den Sand gesetzt hätte. Na ja, konnte Herr Lindner ja Franjo gute Tipps geben.

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