13. DGE-Ernährungsbericht

Zu wenig Vitamin D und Iod, aber zu viel Natrium

Stuttgart - 18.08.2017, 14:00 Uhr

Bitte nicht nachsalzen: die Salzzufuhr ist bei vielen Deutschen zu hoch. (Foto: sabine hürdler / Fotolia)

Bitte nicht nachsalzen: die Salzzufuhr ist bei vielen Deutschen zu hoch. (Foto: sabine hürdler / Fotolia)


Mehr Iod fürs Speisesalz?

Ebenfalls Defizite gibt es bei der Versorgung mit Iod. Hier sind der Erhebung zufolge 30 Prozent der Bevölkerung nicht ausreichend versorgt. Problematisch dabei: Aufgrund der flächendeckend zu hohen Natriumzufuhr – bei 90 Prozent der Frauen und 93 Prozent der Männer liegt sie über dem D-A-CH- Referenzwert – ist nach Ansicht der DGE eine Speisesalzreduktion erstrebenswert. Denn Speisesalz stellt die Hauptnatriumquelle dar und der Zusammenhang zwischen Speisesalzzufuhr und der Höhe des Blutdruck sei eindeutig, so die DGE. Doch Speisesalz ist nicht nur Natriumquelle, auch ein Großteil des Iods wird über iodiertes Speisesalz aufgenommen. Reduziert man also die Speisesalzzufuhr, hätte das eine noch schlechtere Iodversorgung zur Folge, schlussfolgert die DGE. Zum einen hält es die DGE für erforderlich, den vermehrten Einsatz von iodiertem Speisesalz in der Lebensmittelindustrie zu fördern. Außerdem solle über eine Anhebung des Iodgehalts nachgedacht werden. Die Gefahr einer Überversorgung sieht man seitens der DGE laut der aktuellen Datenlage nicht. 

Gut versorgt mit Kalium

Und auch hinsichtlich der Kaliumversorgung ist alles im grünen Bereich. In der  DEGS-Studie wurde die Kaliumausscheidung über den Urin bestimmt und damit auf die Kaliumzufuhr über die Ernährung rückgeschlossen. Für Frauen im Alter von 18 bis 79 Jahren betrug die geschätzte Kaliumzufuhr ca. 3900 mg/Tag und für gleichaltrige Männer ca. 4300 mg/Tag. Als angemessene Zufuhr gilt ein Schätzwert von 4000 mg/ Tag für Frauen und Männer. 

Grundsätzlich lässt sich laut DGE eine ausreichende Nährstoffversorgung am einfachsten mit einer abwechslungsreichen Mischkost erzielen, die zum größten Teil aus pflanzlichen (Getreide, Gemüse, Obst) und zum kleineren Teil aus tierischen Lebensmitteln (Milch, Fisch, Eier und wenig Fleisch) besteht. 



Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


Diesen Artikel teilen:


2 Kommentare

Interessant

von Peter Rausch am 19.08.2017 um 12:30 Uhr

Einen interessanten Artikel haben sie da verfasst. Wissenswert und lesenswert. Aber überprüfen sie einmal ihren Schriftzeichensatz. Das Wort 'Iod' kann ich nätürlich als 'Jod' interpretieren. Es ginge nätürlich auch als 'Lod' durch oder soll es etwa 'Idiot' heißen?

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Interessant

von Alexia am 20.08.2017 um 9:31 Uhr

Die Schreibweise Iod (mit großem i) entspricht der Fachsprache, ist also korrekt. Dass das große i ohne Serifen wie ein kleines L aussieht ist leider ein Dilemma, kann aber aus dem Kontext heraus gelöst werden: Iod wird hier überall als Substantiv verwendet, kann also korrekterweise nicht kleingeschrieben sein, während Lod kein Wort ist und Idiot hier überhaupt keinen Sinn ergibt. :)

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.