Beratungs-Quickie

Loratadin und Vividrin bei Heuschnupfen

Stuttgart - 18.05.2017, 15:15 Uhr

Kombination aus Loratadin und Cromoglicinsäure wirkt akut und langfristig bei Heuschnupfen. (Foto: Jürgen Fälchle / Fotolia)

Kombination aus Loratadin und Cromoglicinsäure wirkt akut und langfristig bei Heuschnupfen. (Foto: Jürgen Fälchle / Fotolia)


Zusätzliche Tipps bei Heuschnupfen

Neben den Hinweisen zur erweiterten medikamentösen Therapie, sollte der Apotheker weitere Tipps zur Reduktion der Pollenbelastung geben:

Medikamentöse Empfehlungen

  • Bei stark verstopfter Nase kann der Apotheker für eine rasche und kurzfristige Besserung auch Xylometazolin- oder Oxymetazolinhaltige lokale Dekongestiva empfehlen. Nasensprays mit Alphasympathomimetika wirken rein symptomatisch, ihre Anwendung ist auf maximal eine Woche zu begrenzen.
  • Homöopathische Monopräparate (Luffa operculata bei Juckreiz und Trockenheitsgefühl in der Nase, Allium cepa bei verstopfter und stark juckender Nase) oder Kompexmittel wie Heuschnupfenmittel® DHU können zur Unterstützung der antiallergischen Therapie angewendet werden.
  • Der Patientin kann zusätzlich ein befeuchtendes Nasenspray oder entsprechende Augentropfen empfohlen werden. Ein Zusatz von Ectoin, zum Beispiel Vividrin® ectoin, wirkt lindernd bei juckenden, roten und tränenden Augen. In Nasensprays kann Hyaluronsäure (zum Beispiel hysan® Hyaluronspray) nicht nur befeuchten, sondern auch zur Heilung von Schleimhaut­defekten beitragen. Befeuchtende Präparate bessern auch die unter Umständen durch das orale Antihistamin auftretende Trockenheit der Schleimhäute (anticholinerge Nebenwirkung).

Nicht-medikamentöse Empfehlungen

  • Allergenkarenz: In Zeiten heftigen Pollenflugs sollten sich Allergiker möglichst nicht oder wenig im Freien aufhalten. Vor allem durch sportliche Betätigung oder körperliche Anstrengung „inhaliert” der Allergiker vermehrt Pollen und belastet sich zusätzlich. Pollenflugkalender informieren tagesaktuell über die vorliegende Pollenbelastung.
  • Haare waschen vor dem Zubettgehen spült die Pollen aus und kann sich insbesondere bei langem Haar positiv auswirken.
  • Das Wechseln der Kleider außerhalb des Schlafzimmers reduziert ebenfalls die Pollenbelastung.
  • Das Tragen einer Sonnenbrille kann in gewisser Weise mechanisch die Augen vor Pollenkontakt schützen.
  • Spülungen mit Nasenduschen wie zum Beispiel von Emser reduzieren die Pollenbelastung an der Nasenschleimhaut.
  • In ländlichen Regionen empfiehlt es sich, die Wohnräume abends zu lüften, da dort die Pollen verstärkt morgens unterwegs sind, in der Stadt umgekehrt. Zum Schlafen werden die Fenster am besten geschlossen gehalten. 
  • Heuschnupfengeplagte sollten auch auf das Kreuzallergie-Risiko hingewiesen werden, beispielsweise zwischen Gräserpollen und Erdnüssen, Soja beziehungsweise Tomaten. Wer auf Birke, Erle und Hasel reagiert, verträgt meist keine Nüsse und rohe Obstsorten der Rosengewächse (Äpfel, Pfirsich, Kirschen oder Kiwi). Beifuß gilt auch als Leitallergen für Kräuter- und Gewürzallergien – vor allem gegen grünen und schwarzer Pfeffer, Chili und Paprika.


Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
cmueller@daz.online


Diesen Artikel teilen:


1 Kommentar

Kassenleistung mal eben um ein Jahr gekürzt...

von Rika S. am 20.05.2017 um 10:09 Uhr

Korrekterweise müsste es "ab dem vollendeten zwölften Lebensjahr" heißen, um einmal kleinkariert zu sein... ;-)

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Kommentar abgeben

 

Ich akzeptiere die allgemeinen Verhaltensregeln (Netiquette).

Ich möchte über Antworten auf diesen Kommentar per E-Mail benachrichtigt werden.

Sie müssen alle Felder ausfüllen und die allgemeinen Verhaltensregeln akzeptieren, um fortfahren zu können.