Ändert STIKO ihre Empfehlung?

Pertussis-Impfung während Schwangerschaft schützt Säugling besser

Berlin / Stuttgart - 06.04.2017, 12:00 Uhr

Eine Impfung während der Schwangerschaft schützt das Neugeborene offenbar besser vor Keuchhusten als eine Impfung vorher. (Foto: Daniel MR / Fotolia)

Eine Impfung während der Schwangerschaft schützt das Neugeborene offenbar besser vor Keuchhusten als eine Impfung vorher. (Foto: Daniel MR / Fotolia)


Keuchhustenimpfung während Schwangerschaft schützt Neugeborenes besser

Eine mütterliche Impfung verringerte das Pertussis-Risiko in den ersten beiden Lebensmonaten um 91,4 Prozent. Erfolgte die Impfung noch vor Eintreten der Schwangerschaft, lag der Schutz beim Säugling in den ersten beiden Monaten bei lediglich 68,6 Prozent. Keinen signifikanten Vorteil hatten die Kinder, wenn sich die Mutter erst nach der Geburt impfen ließ. Somit scheint eine Keuchhustenimpfung während der Schwangerschaft den maternalen Antikörper-Transfer auf den Säugling nochmals zu „boosten“.

Bereits seit 2010 empfiehlt die Kaiser Permanente ihren Versicherten eine Auffrischung der Pertussis-Impfung während der Schwangerschaft. Schwangere in den Vereinigten Staaten scheinen dieses Angebot auch durchaus zu nutzen: Ließen sich bis 2008 weniger als ein Prozent der Schwangeren impfen, waren es 87,4 Prozent im Jahr 2015. Seit 2013 bekommen US-amerikanische Frauen während der Schwangerschaft routinemäßig eine Impfung gegen Pertussis.



Inka Müller-Seubert, Rechtsanwältin
redaktion@DAZ.online


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