Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

02.04.2017, 07:00 Uhr

Und wie geht's jetzt weiter? (Foto Andi Dalferth)

Und wie geht's jetzt weiter? (Foto Andi Dalferth)


Das Aus ist da – „dank“ SPD. Ein Rx-Versandverbot kommt nicht. Denn: Der Versand bedroht die Apotheken nicht, orakelt die SPD-Wirtschaftsministerin. Und selbst eine CDU-Abgeordnete meint, dass Apotheken doch wie Reisebüros sind. Das Aus – „eine ganz schlechte Nachricht“ meint der ABDA-Präsident. Und jetzt? Plan B, C oder D? Wenn es sie gäbe. Nur DocMorris kennt das Zauberwort „ex tunc“: Eine halbe Mio. gespart und die Kammer Nordrhein zahlt die Zeche. Einziger Lichtblick: die ABDA-Taskforce vom 1. April. 

27. März 2017 

Das Handelsblatt weiß es schon: Das Verbot kommt nicht. Andere Tageszeitungen blasen ins gleiche Horn. Dennoch, die Hoffnung lebt. Noch. Die ABDA schickt ihr neues Vorstandsmitglied, die angestellte Filialapothekerin Cynthia Milz, nach vorne. Sie unterschreibt einen ABDA-Brief an den SPD-Vorsitzenden und -Kanzlerkandidaten Martin Schulz, in dem sie um Zustimmung zum Rx-Versandverbot bittet. Mein liebes Tagebuch, es kommt einem so vor, dass hier eine gewisse Strategie dahinter gesteckt hat (SPD hört eher auf hart arbeitende Bevölkerung = Mitarbeiterin). Andererseits, damit wirkte die letzte Phase des Kampfs um ein Rx-Versandverbot auf mich ein bisschen halbherzig: War das Rx-Versandverbot keine Chefsache mehr? Fand der Präsident selbst nicht mehr die richtigen Worte, um für ein Rx-Versandverbot zu streiten?  Hatte man es schon beerdigt? Oder sah man die Welt einfach nur realistisch? 

Denn etwa zur gleichen Zeit tönt die SPD-Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries: Der Rx-Versand bedroht die Apotheken nicht. Mein liebes Tagebuch, Zypries und Wirtschaft – irgendwie passt das nicht. Zypries als Orakel und Weissagerin – schon eher, wenn man weiß, dass auch Orakel irren und weissagen von weismachen kommt. Nein, Frau Wirtschaftsministerin, der Rx-Versand bedroht sehr wohl die Apotheken, auch wenn das zurzeit nicht so aussehen mag. Doch wenn schon bald ausländische Riesen-Apothekenunternehmen oder besser gesagt Versandhäuser für pharmazeutische Waren mit großem Kapital im Hintergrund antreten, den Markt mit Rabatten und Boni fluten, sich zu Verträgen mit Versicherungsunternehmen hinreißen lassen, um die Rezepte abzuschöpfen – dann, Frau Wirtschaftsministerin, sind die Apotheken mehr als bedroht. Und in der nächsten Stufe kommt das E-Rezept auf der elektronischen Gesundheitskarte – und damit entfällt selbst der Gang zum Briefkasten (heute noch ein kleines retardierendes Moment beim Versandhandelswachstum): Das Rezept wird am heimischen PC nach Holland geschickt, die Waren kommen am nächsten, spätestens übernächsten Tag – mit  einer fetten Bonusgutschrift. Und wieder stirbt eine kleine Apotheke in Deutschland. Kommen Sie zur Beerdigung, Frau Zypries? 

28. März 2017

Ach, Frau Zypries samt SPD-Bundestagsfraktion, nur zur Erinnerung, vielleicht eine kleine Nachhilfe in Wirtschaftswissenschaften: Es gibt ein äußerst lesenswertes Gutachten von den Gesundheitsökonomen May und Bauer und dem Juristen Dettling. Sie kommen zu dem Schluss: Als Reaktion auf das EuGH-Urteil zur Rx-Preisbindung ist ein grundsätzliches Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zur Aufrechterhaltung der Preisbindung und flächendeckenden Versorgung gesundheitsökonomisch begründet. Vielleicht hätten Sie da mal reinschauen sollen …


Immer mehr Befürworter des Versandhandels kommen aus der Deckung und glauben zu wissen, wie es danach weitergeht. Mein liebes Tagebuch, wo gibt es diese Glaskugel, aus denen die die Zukunft ablesen? Eine dieser Kugeln hat DAK-Chef Andreas Storm. Für die überwiegende Mehrheit der Versicherten sei Rx-Versand doch keine Option, meint er. Und er glaubt, dass der Versandhandel mit erlaubten Rx-Boni einen Marktanteil von maximal 3 bis 4 Prozent haben wird und somit die Apotheken nicht gefährden wird. Mein liebes Tagebuch, das soll im Klartext wohl heißen: Also, ihr Apothekers, nun stellt euch mal nicht so an wegen 3 bis 4 Prozent. Erstaunlich, was diese Manager glauben zu wissen. Und dann macht er noch den Vorschlag, mögliche Versorgungsprobleme auf dem Land planerisch zu lösen, also gezielt festlegen und regeln wo welcher Bedarf besteht und danach die Verteilung der Apotheken steuern. Super-Idee, erst alles zerschlagen und dann Bedarfssteuerung verordnen. Wo sind wir eigentlich? 


Der schönste Satz in dieser Woche kam von einem gehbehinderten Patienten, der im Auftrag des ZDF-Verbrauchermagazins WISO die Beratungsqualität von Versandapotheken testete. Sein Eindruck vom Versandhandel: „Dann lieber zu Fuß zur Apotheke als zum Briefkasten.“ Das mit dem Internet habe er sich anders vorgestellt. Mein liebes Tagebuch, damit ist doch alles gesagt zu den Politikerargumenten, wonach die Menschen im Zeitalter der Digitalisierung unbedingt den Versand wollten. Und was inhaltlich bei diesem  Test herauskam, spricht Bände: Bei der Mehrheit der getesteten Versender (in Deutschland und Holland) erfolgte keine oder nur eine unzureichende Beratung. Auf einen Telefonanruf warteten die Patienten vergebens. Das höchste der Gefühle, was man erwarten darf, sind Infozettel, die dem Päckchen beiliegen, allerdings nicht immer mit vollständigen Infos. Mein liebes Tagebuch, wetten, dass keiner der SPD-Politiker(innen), die den Rx-Versand wollen, schon jemals ein Rezept bei einem niederländischen Versender eingereicht haben? 

29. März 2017 

Und der schönste Satz einer CDU-Politikerin in dieser Woche stammt von der Leikerts Katja. Das ist ja so süß und putzig, was das Pfälzer Mädel aus Neustadt an der Weinstraße, gelernte Politikwissenschaftlerin und Bundestagsabgeordnete (Wahlkreis Hanau), über Apotheken weiß und wie sie über Apotheken denkt: „Eigentlich sind Apotheken doch wie Reisebüros“, sagte sie in einer Diskussionsrunde. Wenn man eine Reise im Internet buche, werde man doch wahnsinnig, die Menschen ließen sich deswegen doch lieber gezielt im Reisebüro beraten lassen, gab sie zum Besten. Und daraus  folgert Katja L: Die Apotheken müssten doch den Wettbewerb mit dem Versand nicht fürchten. Nein, liebe Katja L., das müssen wir nicht, denn Apotheken sind wie Reisebüros, das Leben ist schön - mein liebes Tagebuch, das ist der Ponyhof von Katja L. Immerhin räumt sie ein, dass sie sich mit alternativen Apotheken-Vergütungsmodellen noch nie beschäftigt habe: „Ich kenne nur die 8,54 Euro pro Packung.“ Äh, ja, schön wär’s. Aber sie glänzte in dieser Diskussionsrunden noch mehr mit ihrem exzellenten Wissen aus dem Bereich Gesundheit und Apotheke. So sei der Apotheker verpflichtet, den Wechselwirkungscheck zu machen und dem Patienten einen Medikationsplan auszuhändigen. Uiui, wer hätte das gedacht! Und dann glaubte sie zu wissen, dass die Apotheker 3 Millionen Unterschriften für den Erhalt der Vor-Ort-Apotheken  gesammelt hätten. Mein liebes Tagebuch, wollen wir Katja L. verraten, dass es weniger als Hälfte waren? Nein, denn sie liebt den Rx-Versandhandel, ein Verbot sei „nicht lebensnah“. Vielleicht sollte sie sich beim nächsten Mal einfach ein paar Minuten Zeit nehmen und sich über Apo und so informieren. Oder über andere Themen reden.


Die Spannung steigt. Die Parteispitzen der GroKo kommen zusammen - auf dem Programm: Kuhhandel. Bei welchen anstehenden Themen können wir uns noch einigen, bei welchen nicht. Motto: Gibst du mir, geb ich dir. Zwischen den Streitpunkten wie Homo-Ehe, Kinder-Ehe, Teilzeitbeschäftigung, Managergehälter, Einbruchsdiebstahlsstrafen und Mietpreisbremse versteckte sich auch Gröhes Rx-Versandverbot. ABDA, Kassen und Politik hatten sich kurz zuvor noch positioniert. So hatte die ABDA in den vergangenen Tagen noch ein paar Register gezogen und Bundestagsabgeordnete persönlich angeschrieben, warum ein Rx-Versandverbot aus Gründen des Verbraucherschutzes benötigt werde. Sogar eine extra gedruckte Broschüre hatte die ABDA den Abgeordneten mitgeschickt, Inhalt: die bekanntesten Gegenargumente zum Verbot und die ABDA-Position dagegen. Aber auch die Befürworter des Versands wie Krankenkassen und SPD rüsteten auf und posaunten ihre Leier von „Versandverbot ist absurd“ und „kein Artenschutz für Apotheker" in die Landschaft. 

30. März 2017

Vor Mitternacht war’s dann soweit: Die Spitzenrunde von Union und SPD konnte sich nicht auf ein Rx-Versandverbot einigen. Das Bittere dabei war: Während die SPD in den Bundesländern einem Versandverbot im Bundesrat zugestimmt hatte, sperrte sie sich auf Bundesebene. Mein liebes Tagebuch, das ist wirklich ein Ding. Was hier auch immer dahinter steckt, die Einigung ist geplatzt. Halten wir fest: Drei Ministerien sind gegen den Gesetzentwurf von Gröhe, keine Einigkeit unter den Parteispitzen. Das bedeutet: Das Rx-Versandverbot kann zeitlich und politisch vor der Bundestagswahl nicht mehr umgesetzt werden. Das ist das Aus. 

Was man festhalten muss: Vor dem EuGH-Urteil hatte sich die ABDA noch siegessicher gezeigt, fast arrogant, etwa: Was soll uns schon passieren, der EuGH spricht für uns Apothekers. Überhaupt, alle Argumente sprechen für uns. Plan B? Pipikram. 

Das EuGH-Urteil am 19. Oktober warf die ABDA aus allen Wolken. Immerhin, sie berappelte sich schnell. Als Gröhe mit dem Rx-Versandverbot überkam, kämpfte die ABDA wie eine Löwenmutter für ihr Kleines. Dumm nur, dass sich die SPD auf Bundesebene keinem  Argument zugänglich zeigte und vom Zeitgeist besessen war. Eine Teufelsaustreibung misslang, gegen den populistischen Digitalisierungshype war sichtlich nichts zu machen.  

ABDA-Präsident Schmidt wendet sich jetzt in einer Videobotschaft ans Apothekenvolk und spricht von „einer ganz schlechten Nachricht“ für Patienten und Apotheker. Aus seiner Sicht hat es u. a. auch machtpolitische und sachfremde Argumente gegeben, die mit diesem Thema nichts zu tun hatten, eine Art Kraftprobe der Koalitionäre - „es ist mir letztendlich auch egal, ich bleibe dabei, es ist eine schlechte Entscheidung“. Und was macht sie nun, die ABDA? Erstmal seien nun die politischen Parteien zum Handeln aufgefordert, wie sie Schaden von den Apotheken abwenden wollen, so Schmidt. Die ABDA werde sich einer Diskussion nicht verschließen, aber keine faulen Kompromisse in Richtung Preiswettbewerb für deutsche Apotheken akzeptieren. Ok, gut gebrüllt Löwe. Und jetzt, mein liebes Tagebuch? Wie geht’s weiter? Man hört aus politischen Kreisen von Überlegungen, die Notdienstpauschale zu erhöhen, um die Landapotheken zu stärken. Eine höhere Pauschale wäre  einfach machbar, die spannende Frage dabei wäre nur: Zahlen es die Apotheken selbst oder bekommen sie dafür mehr Honorar. Vielleicht kommen noch weitere Vorschläge aus der Deckung? Sehr wahrscheinlich ist allerdings auch die Option, erstmal gar nichts zu machen und das Thema in den Wahlkampf zu schleppen. Wenn CDU/CSU an der nächsten Bundesregierung beteiligt ist, könnte ein Rx-Versandverbot wieder ein Thema werden. Und bis dahin?

Mein liebes Tagebuch, gibt die ABDA jetzt auf? Wartet sie ab und stellt die Alfi-Kanne auf den Tisch? Wir wissen es nicht. Warum legt sie nicht die Pläne B, C und D auf den Tisch und macht der Politik Vorschläge, wie es weitergehen könnte? Huch, mein liebes Tagebuch, gibt  es etwa keine anderen Pläne geben? 

Vielleicht sollte man sich daran erinnern: Es gab nicht nur das Rx-Versandverbot als Option. Da lagen auch schon andere Vorschläge auf den Tisch, die man umgehend prüfen sollte, z. B. den Gedanken des Juristen Professor Meyer, der sagt, dass es nur ein Umgehungsgeschäft ist, wenn niederländische Versender Arzneimittel nur für ein paar Sekunden oder Stunden nach Holland einführen, sie dann gleich wieder nach Deutschland exportieren - nur um Wettbewerbsvorteile auszunützen. Mit dem freien Warenhandel in der EU hat das nichts zu tun hat. Wär das nicht ein Ansatz?

31. März 2017 

Das ist die zweite schlechte Nachricht dieser Woche: DocMorris muss seine Ordnungsgelder von mehr als einer halben Million Euro nicht bezahlen. Wir erinnern uns: Weil der  niederländische Versender immer wieder gegen das Boni-Verbot verstieß und seinen Kunden Prämien zahlte, verhängte das Landgericht auf Antrag der Apothekerkammer Nordrhein Einstweilige Verfügungen und Ordnungsgelder. Aber irgendwie scheint der Weg von Köln bis an die deutsch-niederländische Grenze nach Heerlen unendlich weit gewesen  zu sein - die Vollstreckung der Ordnungsgeldbeschlüsse klappte nicht. Und DocMorris zahlte nie. Das lohnte sich. Denn auf Antrag von DocMorris hat das Landgericht Köln die einst verhängten Einstweiligen Verfügungen, die zu den Ordnungsgeldbeschlüssen führten, aufgehoben. 

„Ex tunc" ist das juristische Zauberwort dafür, also, „rückwirkend“, will heißen: Wenn sich die Umstände geändert haben, kann man rückwirkend nicht dagegen vorgehen. Also: Da nun mit dem EuGH-Urteil „veränderte Umstände“ bestünden, seien die früheren Beschlüsse nicht mehr vollstreckbar und damit gegenstandslos. Mein liebes Tagebuch, für DocMorris hat sich die Taktik, alle verhängten Ordnungsgelder nicht zu zahlen und die Beschlüsse auszusitzen, also voll gelohnt. Und es kommt noch besser: Die Apothekerkammer Nordrhein bleibt sogar auf den Prozesskosten sitzen, sie muss die Kosten für das Aufhebungsverfahren und für die ursprünglichen Anordnungsverfahren zahlen, was sich leicht auf ein sechsstelliges Sümmchen belaufen kann. Mein liebes Tagebuch, ein echter Hammer! Mein Geheimtipp für die AK Nordrhein: Aussitzen und nicht zahlen! Das lohnt sich!

1. April 2017 

Das Aus für das Rx-Versandverbot hat die ABDA erschüttert – und zum Umdenken veranlasst. Auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz löste die ABDA ihre neue Strategie der Omnitransparenz ein: Das Missgeschick vom vergangenen Oktober, keinen Plan B verfolgt zu haben, soll sich nicht wiederholen, bekannte der ABDA-Präsident. Eine umgehend zusammengestellte ABDA-Taskforce habe sich gleich nach dem Bekanntwerden des geplatzten Rx-Versandverbots ans Werk gemacht und einen Plan AA+ ausgearbeitet. Dieser Plan umfasst folgende Strategie-Maßnahmen: Sofortiger Stopp des ABDA-Neubaus in Berlin. Stattdessen Kauf eines geeigneten Grundstücks für einen zweckmäßigen ABDA-Büro-Neubau  im niederländischen Heerlen, unmittelbar an der deutschen Grenze. Ein deutscher Vereinssitz ist nach EU-Recht nicht zwingend auf deutschem Boden notwendig. Unmittelbar neben dem neuen deutschen Apothekerhaus in Heerlen soll, so der ABDA-Präsident, mit Unterstützung des Großhandelsverbands Phagro, eine ABDA-eigene digitalisierte Versandapotheke errichtet werden: ApoNetto, die Boni bis zu 50 Euro geben soll. Die Erlöse dieser Apotheke fließen in den ABDA-Haushalt, wodurch schon bald alle ABDA-Beiträge der Apotheken auf null reduziert werden können und nach kurzer Zeit sogar Cashbacks an die Apotheken fließen. Schmidt: „Wir lassen uns von den ausländischen Versendern nicht unsere Apotheken kaputt machen.“ Zum Plan AA+ der ABDA gehört auch eine Neufassung des Perspektivpapiers, im Mittelpunkt: Noch näher an den Patienten mit Aponetto. Des Weiteren konnte der ABDA-Präsident den Apotheken, die in den letzten 5 Jahren retaxiert wurden, versprechen, ihre Retaxationen zurückzubekommen. Die „Ex tunc“-Regelung, wonach Retaxationen zurückgezahlt werden können, da sie aufgrund der neuen Bestimmungen nicht hätten stattfinden dürfen, wird vollumfänglich greifen. Mein liebes Tagebuch, dieser 1. April geht in die Geschichte ein. 


Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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25 Kommentare

Was wäre wenn...?

von Heiko Barz am 02.04.2017 um 15:39 Uhr

Mittlerweile stellt sich mir die Frage, was wohl aus Ulla Schmidts und B.Benders Fremd - und Mehrbesitz geworden wäre.
Ich glaube nicht, dass sich die daraus resultierenden - Apothekenketten , wer sie dann auch immer besäße, dermaßen vom Gesetzgeber und KKassen und auch von der EU depressieren ließen.
Da käme es ganz schnell zum "Opeleffekt"!
Die Folge wäre eine wild politische Handlungsaktivität natürlich dann ausschließlich für's Patientenwohl!

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RX-Versandverbot ist endlich vom Tisch!

von Frank Bünder, Heilpraktiker am 02.04.2017 um 13:50 Uhr

Die Vernunft hat endlich gesiegt; Verbote passen nicht in eine globalisierte Welt. Und wenn aus Holland, so wie im Tagbuch oben beschrieben, die Medikamente in "ein, spätestens 2 Tagen" beim Kunden sind, wo soll da der Nachteil für den Patienten sein? Und wenn das noch zu langsam ist, werden große Apothekenversandhäuser in absehbarer Zeit eigene "Apothekenstationen" und/oder Notfallautomaten aufstellen (siehe DocMorris) mit einem nächtlichen Notfalltelefondienst (0800 kostenlos jederzeit erreichbar!) UND in ländlichen Gegenden einen Bringservice einrichten. Kann auch mit den Kliniken der Region und den Notfallpraxen verbunden werden. Apotheker werden somit eben dort gebraucht und ihr Auskommen finden. Für die Bevölkerung wird es somit insgesamt schneller, sicherer, flächendeckender und günstiger werden und das Gesundheitssystem entlasten. Es wird letztlich eine bessere und schnellere Versorgung wie jetzt entstehen. Um das vorauszusagen braucht man/frau kein Prophet sein. Gesunder Menschenverstand reicht da völlig. Der Zeitgeist ist nicht aufzuhalten. Auch von den Apothekern nicht!

» Auf diesen Kommentar antworten | 7 Antworten

AW: RX-Versandverbot ist endlich vom Tisch

von Bernd Jas am 02.04.2017 um 17:30 Uhr

Ok, so hab ich das von der Seite her auch noch nicht betrachtet.
Wäre ja mal `ne Option, das auszuprobieren; ...nächste Woche ohne öffentliche Apotheke!

Mal sehen was die Altenheime, die Onkologien, die Pflegedienste, die Krankenhäuser, die Palliativstationen, die Hospize usw. ... und nicht zuletzt unsere Heilpraktikerin mit Ihren Sonderwünschen dazu sagt und sagen. Und wenn Sie hier der Oberförster sind, na ja, dann stellen wir das Reh halt wieder auf.

AW: Lieber auch schon mal warm anziehen, lieber Heilpraktiker!

von Wolfgang Müller am 02.04.2017 um 18:27 Uhr

Bestmögliche Darstellung der "anderen" Position, bravo. Aber:

Solange es noch "Apotheker" heißt, und die Apotheker nicht SELBER so doof sind, sich lieber nur noch als "Pharmazeuten" zu definieren, wird es auch erfolgreiche öffentliche Apotheken mit Apotheker/innen darin geben. Auch mit selbständigen, seien Sie gewiss. Die Apotheken werden dann oft kleiner ("light", o Gott!) oder auch oft größer als jetzt sein, die wirklichen Wünsche des Kunden, oft auch gar des "Patienten", werden vielleicht sogar mehr als jetzt "im Mittelpunkt" stehen. Mit und ohne Versand.

So weit, so selbstverständlich. Aber Eines wird auch noch passieren:

Da es tatsächlich sehr deutlich weniger Apotheken-Unternehmen geben wird, werden sich immer mehr studierte Pharmazeut/innen zusätzlich dem Beruf des Heilpraktikers zuwenden! Eine enge Verwandte von mir hat das fest im Blick, hat mich sogar schon vor ihrem Studien-Beginn gefragt, ob sie das nicht besser gleich parallel machen sollte. Eine große Anregung war ihr dabei auch eine homöpathisch/naturheilkundliche Allgemeinmedizin-Praxis in der Familie (vielleicht sind Sie selber ja auch in Wirklichkeit so ein Apotheker?

Ich denke mal, viele Heilpraktiker werden sich bei dieser neuen höchstqualifizierten Konkurrenz-Konstellation nun warm anziehen müssen. Genau wie ja auch das Berufsbild des Apothekers mit Ihrer offensichtlich großen Billigung nun einem deutlichen Wandel unterzogen werden könnte, sollte sich der Gesetzgeber (vielleicht der europäische gleich mit?) mal das sehr spezielle deutsche Heilpraktiker-Wesen nochmal genau vornehmen.

AW: RX-Versandverbot vom Tisch ... und der Zeitgeist gleich mit ...

von Christian Timme am 02.04.2017 um 19:38 Uhr

Also ich finde ja auch jedem seinen Zeigeist, nur bitte nicht hier. Wir richten diesen Zeigeist-Jüngern ein schönes "Plätzchen" ein und dann können sie den Zeitgeist so oft "freien Lauf" lassen wie es gewünscht wird. Oder geht es nur darum, "Andersdenkenden", den "eigenen Zeitgeist" zu vermitteln?, kommt mir bekannt vor ... Herr Bünder, bitte Hand auflegen ... mal sehen ob der praktizierende Zeitgeist zur Stelle ist ... oder ist der Kunde schon auf dem Weg in die nächste Apotheke ...

AW: RX-Versandverbot ist endlich vom Tisch

von T. La Roche am 02.04.2017 um 21:40 Uhr

Ich dachte gestern war der 1. April...habe wirklich selten soviel Unsinn gelesen, und das von einem angeblichen Heilpraktiker. Behandeln Sie Ihre Patienten auch ganzheitlich übers Telefon?
Kommt bei uns schon auch vor, aber idR, wenn wir unsere Patienten gut kennen.
Flächendeckend über Zentren zu versorgen ist auch ein richtig genialer Einfall!!! Und dabei kostengünstig...wenn der Rabatt nicht gefällt, dann fährt man halt nochmal 50 Kilometer zurück.
Aber wenn wir schon dabei sind.. eigentlich könnte man sich die Ärzte auch sparen, dann werden die Patienten ganzheitlich von Heilpraktikern, Fusspflegern und Hebammen versorgt. Zudem Automaten, Hotlines, zentral, digital, flaächendeckend und billig.und äh...was hab ich vergessen..sicher ist es auch noch..sicher!
Zeitgeist über Menschsein...ein Vorschlag eines praktizierenden(??) Heilpraktikers.
Viel angestauter Hass? Ne, kann nur ein Aprilscherz sein!

AW: RX-Versandverbot ist endlich vom Tisch

von Christian Becker am 03.04.2017 um 7:47 Uhr

Ich halte zwar nicht viel von Heilpraktikern, dafür umso mehr von Satire.
9/10 Punkten, Herr Bünder.

AW: RX-Versandverbot ist endlich vom Tisch

von Stefan Haydn am 03.04.2017 um 8:43 Uhr

Das besser sei mal dahingestellt, das schneller sicherlich nicht. Viel Ahnung von der Apothekenwelt kann der Schreiber ja nicht haben, in aller Regel wird bei mir der Patient nach 4 Stunden sogar mit bestellter Ware versorgt, oder noch besser sofort!

AW: RX-Versandverbot ist endlich vom Tisch

von Peter Lahr am 03.04.2017 um 9:22 Uhr

Jaja, wie Kollege Müller schon schrieb, ich wäre da nicht so fröhlich als Nichtapotheker. Wir werden vielleicht gerade schön von allen Seiten niedergemacht stehen aber beim Ansehen des Berufes trotzdem regelmäßig auf den vordersten Plätzen. Man stelle sich mal vor, nicht nur Ärzte praktizieren gleichzeitig auch im Bereich alternativer Heilmethoden sondern demnächst auch Apotheker. Ja liebe Nichtapotheker, Nichtarzt-Heilpraktiker, das könnte für euch eng werden. Allerdings wieso wieder im regulierten Gesundheitsbereich neue Tätigkeitsbereiche suchen, warum nicht in der Immobilienwelt? Immobilienmakler und Verwalter stehen beim Ansehen in der Regel ganz unten auf der Liste, was wäre wenn wir Apotheker auf einmal dort unsere Berufung fänden? Zwei Luxuswillen im Jahr verkauft und der bisherige Klitschen Apotheker hätte mehr verdient als jetzt und wahrscheinlich deutlich leichter. Also, tief durchatmen und überlegen wie gefährlich Apotheker im Bereich ausserhalb der Apotheke im Bezug auf das eigene Einkommen werden könnten bevor man laut nach dem Scheiterhaufen für uns ruft.

Verrazt

von Bernd Jas am 02.04.2017 um 12:53 Uhr

Guten Morgen Herr Ditzel,
guten Morgen liebe und zu recht böse Knötterköppe.

Wir sind von innen und von außen sowas von verratzt, dagegen ist der Wurm im Fachwerk ein willkommener Gast!

Von innen:

„Was man festhalten muss: Vor dem EuGH-Urteil hatte sich die ABDA noch siegessicher gezeigt, fast arrogant, etwa: Was soll uns schon passieren, der EuGH spricht für uns Apothekers. Überhaupt, alle Argumente sprechen für uns. Plan B? Pipikram.“

Was wäre 1.) wenn sich ein Firmen Manager, so bequem daneben liegend, verkaspern würde?
Was wäre als Steigerung 2.) wenn sich ein Bundesliga-Fußballtrainer.......?

Ich denke wir brauchen uns hier nicht weiter über Antworten bemühen!

Von außen:

Wie reagiert eine Pharma-Konzern auf ergebnislose Preisverhandlungen mit der GKV?
Jetzt mit teurer Antwort: Sie entfernt Ihr Produkt vom deutschen Markt.
Wie reagiert die ABDA auf Deregulierung auf dem Arzneimarkt?
Sie reguliert Ihre Apotheken mit noch mehr Auflagen. (siehe ApoBetrVO und Bürokratie)
Wie reagiert ein grün angehauchter SPD-Politiker auf die Aussicht auf einen Bonus?
Er verteidigt die neoliberalen Drops unter Aufbietung all seiner neu zu adaptierenden Grundeinstellungen.

Also nicht nur wir sind verratzt, aber wir merken es wenigstens noch, zu mindestens einige von uns.

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Mal treffen

von Reinhard Rodiger am 02.04.2017 um 12:43 Uhr

Aus "allen" Rohren nicht getroffen. Wo waren die denn?
Doch,ein- zweimal war unser Präsident öffentlich zu hören.Das war gut.Nur mehr wäre besser,statt abzutauchen.
Sieht man ab von den Machtspielereien der Parteien,
bleibt die Frage nach der Begründung und der Reichweite der der Gefährdung.Die Konzentration auf Untergangsszenarien ist ohne Erleben der Untergangspraxis unwirksam.Das war schon vor 12? Jahren so.Daraus wurde nicht gelernt.
Das Problem ist,dass alles, was vermutet,geschätzt oder prognostiziert wird,leicht unglaubwürdig und realitätsfern dargestellt werden kann.Genau das ist nochmal geschehen.
Dabei mangelt es nicht an Fakten,Gutachten und Parallelen zu Niedrigpreispolitik aus anderen Branchen.Davon war immer nur von einzelnen zu hören,nicht jedoch von unseren "Offiziellen".

Jedoch wurde eins klar,dass Ideologie,Inkompetenz und Argumentsverdrehung der Parteien , den Schutz der Verbraucher und alle Sicherheitsaspekte ausgehebelt haben.
Es wird darauf ankommen, diesen Nachweis zu liefern und eine geschlossene Haltung offensiv nach aussen zu tragen.
Dazu gehört auch der Nachweis der Abhängigkeit der Versorgungsengpässe von der KK-Niedrigpreis-Politik. Das hat sogar Prof. Glaeske im Fernsehen jüngst gesagt.Wenn sogar er etwas gemerkt hat! Es fehlte weitgehend Kommunikation konkreter Beispiele der Auswirkung von Preisdumping.(Siehe Arbeitsmarkt,Lebensmittelhandelskonzentration etc).
Nicht zuletzt ist nicht transparent kommuniziert worden,wie Apothekendienstleistungen finanziert und unterfinanziert werden und wie die Grössenverteilung und damit die Sensibilität für Mittelentzug aussieht.

Es steht der Umbruch des Systems vor der Tür.Da braucht es endlich eine offene Debatte-nicht zuletzt zu den Werten, die zukünftig gelten sollen.Es muss der Nerv getroffen werden.

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RX-Versandverbot

von Dr. Radman am 02.04.2017 um 12:25 Uhr

Die SPD geht es ihr wirklich nicht um Sachargumenten.Es geht ihr einzig und allein um keine Geschenke, aus ihrer Sicht, den reichen Apothekern zu machen. Sie sind ja eh keine SPD Wähler, und nur das zählt.

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WAHNSINN

von frank ebert am 02.04.2017 um 10:23 Uhr

Die PKW-Maut kommt, das RX-Versandtverbot nicht. Innerhalb von zwei Tagen kommt der gesamte Politikirrsinn in Spargeldeutschland zum Tragen. Wenn man die ganze Ahnungslosigkeit vieler Politiker ergründen will, muss man nur auf die Facebookseite der Frau Leikert gehen. Es ist erschütternd,was diese Frau in ihren Kommentaren postet. ABER es hätte ja noch schlimmer kommen können. NEIN hätte es nicht!! Das ganze Duckmäusertum der letzten Jahre unserer(?) Standesführung hat einen erheblichen Anteil an der jetzigen Situation. UND der nächste Brandbeschleuniger ist im Anmarsch : das Skontiurteil ! Das wird dann vielen Apotheken den endgültigen Rest geben, obwohl ich ja in dieser Woche in der DAZ gelesen habe, wie liebevoll man bei einer Insolvenz begleitet wird. Ps: Hatte heute Nacht meinen ganz persönlichen Albtraum. Mein Scheidungsanwalt hiess Lutz Tisch, und meine Frau öffnete eine Flasche Champagner nach der nächsten.

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AW: WAHNSINN

von Anita Peter am 02.04.2017 um 12:07 Uhr

Richtig. Obwohl bereits mehrere Länder Klagen angekündigt haben, wurde die Maut brav abgenickt. Hier bestanden anscheinend keine verfassungsrechtlichen Bedenken entgegen. Und die EU Kommission gab auf Druck Deutschlands nach. Bundesländer die eigentlich dagegen waren, wurden unter Druck gesetzt und mit Infrastrukturprojekten gefügig gemacht. Banenenrepublik Deutschland.

Supergau

von Gregor Huesmann am 02.04.2017 um 10:21 Uhr

Der Supergau kommt erst noch: Rabattverträge der KK mit Apotheken, vorzugsweise Versänder. Dann wird das Recht auf freie Apothekenwahl auch noch fallen.

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AW: Supergau

von G. Huesmann am 02.04.2017 um 10:25 Uhr

Sorry, heißt zwar Versand aber Versender.

Was immer unsere Standes – Vertretung in den letzten 15 Jahren (!) verkehrt gemacht hat…

von Gunnar Müller, Detmold am 02.04.2017 um 9:18 Uhr

Ab jetzt ist Wahlkampf. Und das heißt medienwirksam und mit allem, was wir haben:
Ab Monat April – ein Tag pro Woche die Türen zu und Klappendienst.
Organisiert von den Verbänden und unterstützt von den Kammern.
Ab Monat Mai – zwei Tage Klappendienst pro Woche.
Monat Juni – drei Tage Klappendienst.
Monat Juli – vier Tage Klappendienst.
Monat August - fünf Tage Klappendienst.
Monat September - sechs Tage Klappendienst ....

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AW: Was immer unsere Standes – Vertretung

von Anita Peter am 02.04.2017 um 9:34 Uhr

Als erstes würde ich an einem Sonntag in ganz D den NN einstellen.

AW: Was immer unsere Standes – Vertretung ... Tür & Klappe zu ...

von Christian Timme am 02.04.2017 um 12:17 Uhr

Der Rede genug, Taten sind erforderlich ... Tür & Klappe zu, sollen andere, als Reaktion darauf, jetzt mal ihre "Klappe" halten ... Die Versender und Logistiker werden sich innerhalb von Tagen selbst den "Rest" geben, Chaos auf den Straßen, DHL & Co. schubsen sich gegenseitig von den überfüllten Straßen, vor lauter "Gelben Wildparkern" in den Zentren, gerempel ohne Ende, Polizei nur noch per Heli und der Apotheker als der neue "Pillenheld" in aller Munde ... natürlich alles "per Pedes" ... und Klappe auf und zu, natürlich nur in N1 wegen der Klappe .... wenn schon denn schon ... geht doch ...

Einfach nur noch sauer und fassungslos

von Karl Friedrich Müller am 02.04.2017 um 9:01 Uhr

ABDA und Schmidt wollen also "Schadensbegrenzung" betreiben.
Allein diese Schlagzeile macht mich schier sprachlos.
Die ABDA hat schon im Vorfeld des EuGH Urteils mit Tatenlosigkeit geglänzt. Das hat sich später auch nicht geändert, als es das wirklich um alles ging. Um die Existenz vieler. Bei der ABDA spürt man den Druck wohl nicht. Offensichtlich kann man von den Pöstchen dort auch ohne sich viel Stress zu machen, gut leben.
Man gibt mal eben 35 Mio€ für ein Häuschen aus, wenn es denn reicht. Aber es ist keine Mio übrig für Fachleute, Juristen, die uns unterstützen könnten.
Im Vorfeld, nicht, wenn das Kind schon im Brunnen liegt und ersoffen ist!!!
Diese Untätigkeit und Trägkeit wird dann mit "einer schlechten Nachricht" kommentiert Mehr nicht? Wie egal sind wir den ABDA Leuten eigentlich?
weg mit den Leuten. Es ist furchtbar.

DocMorris und Co machen keine Gewinne. Sagt man. Doch, machen sie. Über die Aktienkurse. Die sind gestiegen.
In dem Zusammenhang frage ich mich, ob außer Spargel noch weitere Interessen der blockierenden Entscheider wie Gabriel, Schäuble, Zypries, Lauterbach usw im Raum stehen könnten.
Halten die vielleicht Aktien von DocMorris? Dann wären sie jetzt reicher. Insidergeschäfte? Beeinflussung von Aktienkursen?
Das wären immerhin von Interesse für den Staatsanwalt. Weil es ja Korruption bei Politikern nicht gibt. Wird immer verhindert, von den Politikern.
Die herrschende Politikerkaste lässt Deutschland verrotten. Bahn, Straße, Schulen, Brücken, Netzausbau, jegliche Infrastruktur vergammeln. Wir sind am Ende Europas angekommen. Damit Konzerne sich dumm und dämlich verdienen. Nennt sich Neoliberalismus. Bedeutet: Zerstörung der Gesellschaft, der Werte, des Eigentums.
Vielleicht bin ich hier zu polemisch. Ich lasse mich gerne korrigieren. Ich wünschte, dass ich falsch liege.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Einfach nur noch sauer und fassungslos

von Bernd Jas am 02.04.2017 um 11:37 Uhr

Herr Müller Sie liegen leider richtig und somit wie alle anderen auch, voll auf der Schnauze!
Denn dieser Neoliberalismus ist wie ein guter Freund mal zu bedenken gab: "Volkswirtschaftlich nicht zielführend".

Kreuzzug beendet ... Ritter gefallen?

von Christian Timme am 02.04.2017 um 8:52 Uhr

Diese Diskussion hatte in keiner Phase einen rationalen Bezug, hier ging es von Anfang an um eine bekannte Linie in der Gesundheitspolitik. Das gesamte Timing, von Anfang an, war ein "abgekartetes Spiel". Dazu in einem Wahljahr wie 2017 darauf zu hoffen, das eine führungslose und angeschlagene Koalition unter einer Nacht & Nebel Kanzlerin, fair und rational handelt, war und ist eine Utopie, deren Preis jetzt sein "Gesicht" zeigt. Der geschickt geführte Dolch von Herrn Schäuble, meuchelte unseren "aufrechten Ritter" Hermann Gröhe dahin und unsere Kanzlerin, wechselte Ihr "Jäckchen" und wusch Ihre Hände in Unschuld. - FS wirkte in diesem Spiel wie ein Segelflieger, ohne unterstützende Thermik, unbewaffnet aber aus allen Rohren feuernd, dem Schatten eines Windrades ausweichend, landete er unsanft aber noch lebend in den Baumwipfeln des Spreewaldes. Man kann Ihm noch nicht mal böse sein, ist er wie "Don Quijote", einfach nur gescheitert und wird es wieder tun ... Apotheker sind keine Schwerter schwingenden Ritter die mal eben so nebenbei vom hohen Rosse herab ein paar ... (Farbe bekannt) ... "marodierende Politik-RaubritterInnen" zum Teufel schicken ... aus der Traum ... jetzt sollten mal die etwas jüngeren Jahrgänge ran ... die "Älteren" scheinen ja nichts mehr "auf der Pfanne" zu haben ... ich persönlich setze mehr auf die Damen der Zunft, das hatte ja bereits die Vergangenheit gezeigt ... die Nummer von den "Weicheiern" kennen wir ja schon ... sollte ich mich im Ton vergriffen haben, "Asche auf mein Haupt". Meine Damen, Berlin wartet ...

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Zuwarten ist keine Therapie

von Ulrich Ströh am 02.04.2017 um 8:49 Uhr

Lieber Herr Ditzel,natürlich kann man es aus dem Blickwinkel des 1.April sehen: Humor ist,wenn man trotzdem lachen kann!

Aber was kommt jetzt?
-Aus allen Rohren schießen?
-Einen Kompromiss zuarbeiten?
-Dem zu erwartenden schleichenden Rückgang der Anzahl der Präsenzapotheken schweigend schlucken?
-Die verbleibenden Betriebe dann gestärkt sehen?

Wenn man führen will,muß man vorher das Ziel benennen!

Also, liebe Kollegen von der ABDA: Ihr müsst jetzt zeitnah formulieren, wohin ,hoffentlich geschlossen , geführt wird.

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shit happens!

von Christian Giese am 02.04.2017 um 8:39 Uhr

..., Plan B: shit happens!, Plan C: shit happens!, Plan D: shit happens! Plan...

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28. März:Vielleicht hätten Sie da mal reinschauen sollen …

von Thesing-Bleck am 02.04.2017 um 8:28 Uhr

Auf jeder Zigarettenpackung ist ein Schreckensszenario abgebildet. Die Politik setzt dieses Mittel ein, um möglichst viele Menschen vom Rauchen abzuhalten. Weltuntergangs- und Schreckensszenarien sind Politikern und Politikerinnen als bestens bekannt. Aus vielen Wahlkämpfen wissen die meisten von ihnen sehr genau, dass negative Zukunftsvorhersagen gerade in der heutigen Umbruchssituation der Gesellschaft viele Wählerstimmen kosten können.
Die Vorhersage, dass die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln in der Zukunft nicht mehr gewährleistet sein wird, ist sowohl für die Politik aber insbesondere für Bürgerinnen und Bürger ein solches Schreckensszenario. Die Standesvertretung der Apotheker hat in ihrer politischen Debatte um die Auswirkungen des EuGH Urteils dieses Untergangssenario als Hauptargument in allen Facetten ausgestaltet und mit der Forderung nach einer unbedingt notwendigen Strukturänderung der Arzneimittel - Distribution verbunden. Zukunftsvorhersagen sind ohnehin schwer zu belegen und bieten damit große Angriffsmöglichkeiten auf ihre Glaubwürdigkeit. Meiner Meinung nach waren die Verantwortlichen für die Kommunikation der Auswirkungen des EuGH Urteils schlecht beraten, in einem Wahljahr die Forderung nach einem RX-Versandhandelsverbot mit einem Untergangssenario zu begründen. Eine saubere Darstellung wie im Gutacten von May und Dettling, was die Aufhebung des einheitlichen Apothekenabgabepreises für die einzelne Apotheke und für das Ganze deutsche Gesundheitssystem bedeutet, wäre sicherlich die bessere Alternative gewesen.
Wie auch immer die Bundestagswahlen ausgehen mögen, in der nächsten Legislaturperiode wird eine komplette Neuordnung der Arzneimitteldistribution erforderlich. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass unsere Entscheidungsträger lernfähig sind und die in dieser Debatte gemachten Erfahrung verwenden, um in der neuen Legislaturperiode noch einmal von vorne zu beginnen.

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