Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

12.03.2017, 08:00 Uhr

War wieder mal eine verrückte Woche! (Foto: Andi Dalferth)

War wieder mal eine verrückte Woche! (Foto: Andi Dalferth)


Ohne Arzneiversand läuft nichts mehr – sagt die SPD. Und der GKV-Spitzenverband schreit nach dem Versandhandel: Die Vor-Ort-Apotheken schaffen es nicht mehr, wir brauchen den Versand! Drehen die Sozen durch? Leiden die Kassen unter Realitätsverlust? Rauchen die zusammen Cannabis? Das kleine Plus für Rezeptur und Doku kann uns da nicht trösten. Egal, die Welt kann uns mal: Unser schniekes neues Häuschen in Berlin wird gebaut. 

6. März 2017 

Uns, also den Apotheken, geht’s gut, mein liebes Tagebuch, richtig gut. Und wir blicken optimistisch in die Zukunft: Uns kann keiner. Und deshalb bauen wir uns ein kleines Häuschen für 35 Mio. Euro. Wir haben’s ja – und irgendwann ist auch das alte Palais in der Jägerstraße verkauft. Wir freuen uns auf einen schnieken achtstöckigen Bürotower mit Plenarsaal, Konferenzflächen und Dachterrassen. Aber Hallo, alles vom Feinsten. Am 2. März war der feierliche Spatenstich an der Heidestraße in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs. Und in zwei  Jahren darf unsere ABDA schon die Ledersessel ihrer neuen Büros besetzen. Was die Politik davon hält? Ist uns piepegal. Wem das Häuschen nicht passt, soll wegschauen. Wie heißt es doch so nett und frei nach Schiller: Sie standen auf ihres  Daches Zinnen, sie schauten mit vergnügten Sinnen, auf die Apothekenlandschaft hin. „Dies alles ist uns untertänig“, begannen sie zu Politik und Medien, „gestehet, dass wir glücklich sind!“ 

O.k., ist ja auch hoch komplex die gesamte Materie: Ist ein Verbot von Rx-Versand gut oder schlecht, was bringt’s, geht’s auch anders und so weiter. Rund fünf Monate hat der Großhandelsverband Phagro gebraucht, um sich endlich mal deutlich hinter die Apotheken zu stellen, das Rx-Versandverbot zu unterstützen. Puh, ist ja auch nicht so einfach, nicht wahr? Während die Genossenschaften Sanacorp und Noweda von Anfang an für ein Rx-Versandverbot votierten, musste der Großhandelsverband erst noch überlegen: Werden mit einem Rx-Versandverbot unsere Umsätze mit den niederländischen Versendern schrumpfen? Nein, lieber Phagro, diese Umsätze bleiben dann im Land, wie schön! 

Das Ende naht, mein liebes Tagebuch, das Ende der unsäglichen Impfstoff- und Zyto-Ausschreibungen. Mit dem Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz werden diese Kassenpraktiken abgeschafft, die zu Lieferengpässen und weniger Versorgungsqualität führten. Das nährt die Hoffnung, dass endlich wieder Impfstoffe verfügbar sind, wenn man sie braucht, und Krebspatienten zuverlässig mit Zytostatika versorgt werden können. Auch wenn der „Stern“ meint, Gröhe würde „mal wieder die Apotheken beschenken“! Will der „Stern“ nicht wissen, dass Kassen mit Zytostatikaherstellern Rabattverträge aushandeln dürfen? Außerdem: Apotheker und Kassen müssen sich in der Hilfstaxe auf neue Preise verständigen. Von Geschenken an die Apotheker kann da nicht die Rede sein. 

Lieferengpässe sind ein echtes Ärgernis. Für die Patienten, wenn die optimale Therapie verhindert wird, aber auch für uns Apothekers, weil wir nicht liefern können. Jetzt meldet sich der Chef der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Wolf-Dieter Ludwig, zu Wort. Er sieht Gründe für Lieferengpässe u. a. darin, dass Arzneimittel-Rohstoffe mehr und mehr im Ausland hergestellt werden. Er fordert, mehr Arzneimittelproduktion nach Europa zurückzuholen und er möchte auch, dass exklusive Rabattverträge weitgehend untersagt werden. Mein liebes Tagebuch, das sind  vernünftige Vorschläge! Endlich mal wieder einer, der die Lieferengpässe anprangert. Warum fordern das nicht unsere Berufsvertreter? Unsere ABDA ist mir bei diesem Thema ehrlich gesagt zu kleinlaut.

7. März 2017 

Amazon will auch Arzneimittel verschicken, aber so richtig kompatibel scheinen die Apotheken für den Großversender nicht zu sein. Und ohne Apotheke geht es auch für Amazon nicht. In Berlin versuchte das Päckchenunternehmen mit der Versandapotheke Aponeo einen Deal zu machen, sprich einen Lieferservice aufzubauen. Aber Aponeo winkte ab: Logistisch und kaufmännisch sei das nicht interessant, zu schlechte Konditionen. Und in Berlin liefert Aponeo eh am gleichen Tag aus. Mein liebes Tagebuch, Amazon wird vermutlich weiter nach einer geeigneten Apotheke suchen, die sich auf solche Deals einlässt. Bundesweit arbeiten übrigens einige andere Versandapotheken im OTC-Bereich mit Amazon zusammen. Da kann man sich einen netten Warenkorb zusammenstellen:  Beispielsweise ein Voltaren forte Schmerzgel, einen Elektroschocker, ein Pfefferspray, einen Akku-Bohrschrauber und eine DVD wie „Fifty Shades of Grey“ – kann man alles zusammen bei Amazon bestellen. So geht digitaler Versandhandel, liebe Gesundheitspolitiker von SPD und Grünen: Das Arzneimittel liegt im virtuellen Selbstbedienungsregal bei Amazon neben Bohrmaschine und DVD. Von Beratung keine Spur! Das ist die schöne SPD- und Grünen-Welt des „unverzichtbaren“ Arzneiversandhandels – ohne den es heute eurer Ansicht nach nicht mehr geht. Super cool, oder!?

Immer wieder das Gleiche: DocMorris will seine Geschäfte auf dem deutschen Markt machen, sich aber nicht an unser Recht halten. Der Versender meint, dass er sich nicht nach unseren Vorschriften richten muss, weil er nicht auf deutschem Boden sitzt – aber ultranah an der deutschen Grenze.  Einer Apothekerin fiel auf, das der Versender keine Telefonnummer beim Freibriefumschlag für Rezepte von den Kunden abfragt, obwohl das die Apothekenbetriebsordnung vorschreibt. Sie zog vor Gericht und bekam Recht, zumindest eine einstweilige Verfügung gegen DocMorris. Das Landgericht war der Meinung, dass sich DocMorris an die Apothekenbetriebsordnung halten müsse. Mein liebes Tagebuch, DocMorris wird zwar vermutlich nur mild gelächelt haben und sich dagegen wehren – aber warum eigentlich? Hier geht es doch um den Schutz der Gesundheit – will DocMorris etwa nicht für den Gesundheitsschutz seiner Patienten eintreten? Nur große Klappe und nichts dahinter? 

8. März 2017 

Endlich! Unser Präsident redet Klartext. Mit einer Pressemitteilung hat sich die ABDA zur Blockadehaltung der SPD beim Rx-Versandverbot zu Wort gemeldet. Den SPD-Vorschlag, nun auch inländischen Apotheken die Vergabe von Boni zu erlauben, sieht Schmidt überaus kritisch: „Diese Idee ist ebenso untauglich wie gefährlich.“ Und die Wettbewerbssituation würde sich weiter verschärfen, weil Präsenzapotheken in die Rabattschlacht gezwungen würden: „Da gießt man Öl ins Feuer statt zu löschen. Wer diese Idee propagiert, will offensichtlich das bewährte System der Arzneimittelversorgung in Deutschland schleifen.“ So isses! Und Schmidt sagt auch deutlich, dass der SPD-Vorschlag arbeitsmarktpolitisch kontraproduktiv sei: ein Spezialgesetz für das Wohlergehen einzelner Großunternehmen jenseits der grünen Grenze. Mein liebes Tagebuch, das gehört in die BILD-Zeitung! Direkt unter den Beitrag über Martin Schulz! 

Sie lassen nicht locker, die Wirtschaftsweisen. Ihr Vorsitzender Christoph Schmidt will einen „sanften Wettbewerb“ für Apotheken, sagte er im Interview von DAZ.online. Und dieses Sanfte geht bei ihm so: Die Kassen bezahlen den Apotheken nur noch den Großhandelseinkaufspreis. Punkt. Kein 8,35-Euro-Honorar, keine 3-Prozent-Pauschale. Die Apotheken dürfen sich dann über eine „Service-Pauschale“, die zwischen null und zehn Euro liegt, ihren Verdienst beim Kunden holen. Für den Wirtschaftsweisen ist es auch schnurzegal, ob das eine inhabergeführte kleine Apotheke ist oder eine Kettenapotheke. Eine Kettenapotheke könnte auf dem Land eventuell sogar noch besser versorgen, meint der Wirtschaftsprofessor. Mein liebes Tagebuch, grauenvoll – was hat er geraucht? Ab in die Tonne mit diesen Gutachten. So sind sie, diese Ökonomen, die die Feinheiten des  Apothekenmarkts nicht kennen. 

Mein liebes Tagebuch, aufgepasst! Heute gibt es einen Grundkurs zum Thema: Wie wir uns den Arzneimittelmarkt schönreden und sehen, dass es fast keine Lieferengpässe gibt. Unsere Referenten sind das Dream-Team schlechthin: Christopher Hermann von der AOK Ba-Wü und Karl Lauterbach, DER Gesundheitsexperte der SPD. Grundlage des Grundkurses: eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der AOK. Entschuldige mein liebes Tagebuch, schon jetzt muss ich laut lachen. Zu den Ergebnissen der Umfrage: In 80% der Fälle musste der Apotheker das gewünschte Präparat oder das Rabattarzneimittel bestellen, sagten die Patienten. 40% der Befragten wurde ein Austauschpräparat angeboten, weil das gewünschte Arzneimittel nicht verfügbar war. Und 11 Prozent der Befragten sagten, dass der Arzt sogar ein neues Rezept ausstellen musste, weil das alte Rezept wegen eines Lieferengpasses nicht erfüllt werden konnte. Fazit des AOK-Rabatt-Chefs Hermann: Die Arzneimittelversorgung über Apotheken sei „absolut gesichert“! Es gebe nur „punktuelles Lieferversagen“ bei der Versorgung durch Apotheken. Mein liebes Tagebuch, ich schmeiß mich weg. Mehr schön reden geht schon nicht, oder? Wenn 40 Prozent der Versicherten ein Austauschpräparat angeboten werden muss, ist das „punktuell“. Immerhin, im Krankenhausbereich klemmt’s noch schlimmer, so schlimm, dass Schönreden nicht mehr hilft. Hier fordert der AOK-Chef, dass alle Akteure, auch die Apotheken, regelmäßig ihre Lagerbestände melden müssten – worüber Lauterbach nachdenken wolle. Das wäre allerdings nicht mehr lustig. 

9. März 2017

Rx-Versandhandelsverbot – das muss man sich als Karren vorstellen, der mit allen vier Rädern im Schlamm steckt. Und die SPD zieht an der einen Seite, um ihn rauszuholen, die Unionsparteien an der anderen. Es bewegt sich nichts. Das weitere Fachgespräch zwischen Apothekern, Versandapothekern und Vertretern der Regierungskoalition hat keine Lösung gebracht. Die Union steht zu den Apothekern und will das Verbot. Aber die SPD bleibt bei ihrem irrwitzigen Vorschlag des Boni-Deckels, nämlich: Rx-Versand bleibt, keine Zuwendungen bei der Arzneimittelabgabe, ausgenommen bis zur Bagatellgrenze von einem Euro. Mein liebes Tagebuch, das würde wegen des Wettbewerbs defacto einem Dauer-Bonus von einem Euro gleichkommen, d. h. unser Honorar sinkt auf 7,35 Euro. Fraglich ist allerdings, ob eine solche Idee europarechtlich überhaupt möglich wäre. Warum sollte sich DocMorris an die 1-Euro-Grenze halten? Der EuGH hat den ausländischen Versendern bestätigt, dass sie sich nicht mehr an die Preisbindung halten müssen. 

Der ungebremste Arzneiversandhandel ist für die SPD eine Herzensangelegenheit. Sie kämpft dafür wie eine Löwenmutter für ihr Baby. Ist ja auch ihr Baby: SPD-Ulla wollte ihn unbedingt. Und jetzt sind sich sogar der linke und der konservative Flügel (ja, so was gibt es bei der SPD) der SPD-Bundestagsfraktion einig. Gemeinsam stemmen sie sich gegen ein Rx-Versandverbot. Sie meinen, der Versandhandel werde genauso benötigt wie die Apotheke vor Ort. Mein liebes Tagebuch, warum sind die Sozen für unsere Argumente taub? Warum schaffen wir es nicht, dieser Fraktion den Wert der Apotheke vor Ort bei Rx-Arzneimitteln zu vermitteln? 

Bald lassen wir die Topitecs und Unguatoren dieser Erde viel lieber schnurren! Mein liebes Tagebuch, der Bundestag hat Ja gesagt: Wir bekommen für Rezepturen eine Fixpauschale von 8,35 Euro extra (allerdings geht der Kassenabschlag weg). Außerdem werden die Arbeitspreise um einen sagenhaften Euro erhöht. Das bringt Leben in die Rezeptur. Und bei der Doku von BtM- und T-Rezepten gibt es bald statt 0,26 Euro satte 2,91 Euro (warum ausgerechnet 2,91 und nicht 2,92 oder so, das wissen die Götter). 100 Mio. Euro gibt es somit für die Apotheken jährlich mehr, also im Durchschnitt pro Apotheke 5000 Euro. Und – zufrieden? Oooch, mein liebes Tagebuch, ja, schon, irgendwie, na ja. Und was ist, wenn der Ein-Euro-Bonus der SPD kommt? Bei einer Durchschnittsapotheke, die 37.500 Rx-Packungen im Jahr abgibt, heißt das mit einem Schlag ein Rückgang des Betriebsergebnisses von 31.500 Euro (1 Euro Bonus pro Rx-Packung entspricht 0,84 Euro netto, ohne Mehrwertsteuer). So sieht’s aus.  Da hilft auch das Plus von 5000 Euro aus Rezeptur- und Doku-Erhöhung nicht weiter. 

10. März 2017

Der GKV-Spitzenverband singt das hohe Lied des Versandhandels! Er möchte ihn unbedingt erhalten, es bestehe  Bedarf. Z. B. weil immer mehr Apotheken schließen, auch auf dem Land. Der Versandhandel könne diese Lücken schließen. Mein liebes Tagebuch, jetzt werden wir von der GKV auch noch für dumm verkauft! Da tut die GKV alles, dass die Vor-Ort-Apotheke ausgequetscht wird wie eine Zitrone und wenn dann einige Apotheken über die Wupper gehen, schreit die GKV nach dem Versandhandel: die Vor-Ort-Apotheken schaffen es nicht mehr, wir brauchen den Versand. Verrückte Welt, oder?  Übrigens, dass Apotheken schließen, hat nach Ansicht der GKV nichts mit dem Versandhandel zu tun oder den Boni, nein. Es gebe einen allgemeinen Trend hin zu größeren Apotheken, sie seien einfach wirtschaftlicher. Und noch eins: Der Botendienst der Apotheke könne den Versandhandel nicht ersetzen, meint der GKV-Verband. Mein liebes Tagebuch, wir sind einem unfairen Wettbewerb mit ausländischen Versendern ausgeliefert, wir werden retaxiert, wir bekommen jahrelang keine Honorarerhöhung – und wenn einige von uns das nicht überleben, heißt es: Ihr schafft es nicht, wir brauchen den Versandhandel. Danke Politik, danke GKV, wir sind Eure Deppen der Nation. 


Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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9 Kommentare

Cannabis Halleluja

von Wolfgang Müller am 13.03.2017 um 18:58 Uhr

Gibt es hier eine Nachrichtensperre bei den wirklich interessanten Themen mit ECHTEM Neuigkeitswert? Sorry? Das Folgende MUSS doch auch sonst noch jemand bei unserer Fachpresse gemerkt haben!

Ganz ehrlich, diese Woche hat doch vor Allem zwei miteinander in recht bedenklichem Zusammenhang stehende Neuigkeiten gebracht. Der Rest war doch nur der übliche Mist:

1) Mit dem Versorgungsstärkungsgesetz werden auf Ewig und drei Tage unsere Rezeptur-Defizite zementiert, wenn auch um sagen wir mal großzügig 3 Prozent verringert (das steht ja irgendwie auch bei Kollege Ditzel, wenn auch verschämt verbrämt). Mit Zytos dürfen allerdings ein paar von uns auf die gleiche Weise wie bisher weiter anständig Gewinn machen, wenn sie sich trauen.

2) Wir bekommen einen neuen Blockbuster, der - hurra - gleichzeitig auch noch BTM ist: Cannabis.

Der Punkt 2) wäre eigentlich eine hervorragende Nachricht (denn z. B. in den USA ist das eine richtig gute, so richtig profitable Existenzgrundlage für viele unserer dortigen Kollegen), wenn das Cannabis-Geschäft in Good Old Pappnasen-Germany nicht auf der Grundlage von Punkt 1) = "Hoch defizitäre Gemeinwohl-Rezeptur" laufen müsste. So droht es nichts Anderes als ein weiterer Kapazitäts- und Kosten-Nagel im Sarg der "Typischen bis Durchschnittlichen" Flächendeckungs-Apotheken zu werden.

Wer von euch anderen Möchtenicht-Morituri hat auch schon mal gerechnet? Und geschaut, was er/sie so Alles braucht, z. B. an Personal, um das abzuwickeln? Inkl. BTM-Drogen-WE-Analytik und ""Mahlen - Sieben - am Besten einzeln Portionieren/frei nach Kiefer"?

Fagron hat mir jedenfalls gesagt, dass schon recht viele Apotheker sich nach dem Preis für 5 g Cannabis-Droge erkundigt haben. Denn im Wesentlichen aus dem Aufschlag auf den EK werden wir ja wenigstens einen Teil unserer Kosten decken können.

Bin ich jetzt paranoid, oder passt das jetzt bloß nicht zum allgemeinen "Deutsche Selbstmord-Apotheker machen sowieso Alles zu jeglichen armseligen Bedingungen wenn bloß die Boni/die Ketten nicht kommen"?

PS Ich vergaß, NIR und MIR werden uns retten.

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Eintrag ins Klassenbuch: Lauterbach stört dauernd!

von Heiko Barz am 12.03.2017 um 15:59 Uhr

Der Spiritus Rektor, der unsere Gegner im Versandhandelsmiserium ständig mit irrationalen Argumenten befeuert, ist, der sich beweisbaren Sachargumenten prinzipiell verschließende Pragmatiker, Prof.Lauterbach. Dieser Mann hat sich so dermaßen in seinen Schützengraben zurückgezogen, dass Ihn dort kein auch noch so überzeugendes Argument treffen könnte.
Mittlerweile ist er so sehr verhärmt, eine Änderung seiner festgezurrten Meinung käme einem Gesichtsverlust chinesischer Art gleich, sodass er alles niederredet, was nicht seinem Gusto entspricht.
Lauterbach ist ein streng sozialistischer Pragmatiker und ich bin mal gespannt, wie sich die kommenden SPD-und Grüne -Wahlkampfaspiranten mit dessen unbeugsamer Gesundheitspolitik vor den Wählern rechtfertigen werden. (müssen!) wenn man denn seine Affinität zum Großkapital und Doc M relativieren muß.
Noch vor kurzem zeigte sich die SPD in NRW noch eindeutig für ein Versandhandelsverbot. Und wenn dann die Wahl gelaufen ist, tritt der pragmatische Lauterbach auf die Bühne und wird mit Getöse seine Genossen wieder einordnen, und zu Spargelfahrten etc. auffordern.
Und wie war das noch mit Frau Rundt, die sich eindeutig hinter die solide Versorgungslage deutscher Apotheken stellte und aussprach?
Mittlerweile frißt auch sie nur noch Kreide, oder habe ich was verpaßt?
Lauterbachs eindeutiges Ziel ist es, Gesundheitsminister einer "Messias Schulz" geführten SPD-Regierung zu werden.
Sein Groll, dieses Ziel in der jetzigen Konstellation nicht erreicht zu haben, hängt ihm heute noch - immer schwerer werdend - nach.

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Systemkritik

von Reinhard Rodiger am 12.03.2017 um 13:32 Uhr

Das gemeinsame Merkmal der verschiedenen Vorschläge ist, dass sie keine sachbezogene, sondern nur allgemein mit "geht nicht" - "in die Tonne"-"keine Ahnung"- beantwortet werden.
Warum findet die Monopolkommission, die selbst davon spricht, dass asymmetrische Märkte anders zu betrachten sind als Standard-Wettbewerbssituationen,keine nachlesbare fundierte Antwort?
Warum bekommt die GKV keinen Gegenwind ,besonders da gerade deren blutsaugerisches Verhalten Resonanz findet?
Warum gibt es keine Debatte über Auftragserteilung und Finanzierung?
Warum wird die Tendenz zur Grösse, die erwiesenermassen kontraproduktiv zur Netzbildung ist , nicht zur Sprache gebracht,obwohl das noch viele ausser uns betrifft?
Warum bekommen die Wirtschaftsweisen mit ihrem "sanften Wettbewerb" keine inhaltlich nachvollziehbare Antwort, sondern nur, die Antwort, die wir ja selbst kritisieren.?

Kurz gesagt, der sachbezogene Unterbau ist stark verbesserbar-positiv ausgedrückt. Von den falschen Signalen nicht zu reden.

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RX-Versandverbot

von Dr. Radman am 12.03.2017 um 11:49 Uhr

...und nun?

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Alles

von Frank Ebert am 12.03.2017 um 11:26 Uhr

Vielleicht wird in 1O Jahren mal publik wieviel Geld wohin geflossen ist. Ps: heute Doc Morris Werbung im Focus----der böse Herr Gröhe

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AW: Anything goes?

von Christian Timme am 12.03.2017 um 14:58 Uhr

Wenn wir von Geldflüssen reden. Ein Vorschlag in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung könnte sein: Die Apotheker gründen gemeinsam mit "gewissen Teilen der SPD" zwei Startups, Namesvorschläge: "Du haben, ich wollen" und "Ich wollen, Du haben". Natürlich in zwei Varianten: (Ö)ffentliche und (N)ichtöffentliche Versteigerungen von X für € Y. Der (A)nbieter oder (B)ieter kann wie oben genannt zwischen Ö und N wählen. Also kurzum, Herr L ..., oder habe ich hier, sorry, jemand nicht genannt, ist das nicht das was Sie (sie) immer schon wollten und keiner hat es vorgeschlagen ...

Fingerspitzengefühl

von Ulrich Ströh am 12.03.2017 um 10:44 Uhr

Ein 35 Millionen Neubau mit Dachterasse am Hauptbahnhof ist nicht kompatibel mit unserer aktuellen Kampagne "Arzneimittelversorgung in Gefahr samt Warnlampe ".

Glaubwürdig ist anders.
Das Handelsblatt freut sich schon...

Standespolitik ist Ergebnispolitik.
Die ABDA wird sich in diesem Jahr an ihren Ergebnissen messen lassen müssen.

Hätte schlimmer kommen können ...
wird nicht als Ausrede akzeptiert werden.

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Punktlandung

von Karl Friedrich Müller am 12.03.2017 um 9:07 Uhr

Guten Morgen Herr Ditzel,
Vielen Dank für den Kommentar. Besser kann man es nicht formulieren.
Nur glaube ich, dass wir verloren haben.
Die Einstellung von GKV, SPD, Monopolkommission, Wirtschafts"weisen", sind rational nicht erklärbar. So dumm kann keiner sein. Sie sind halt in der Übermacht und wiederholen ihren Schwachsinn permanent. So, wie man das heute macht, wenn man Unsinn durchsetzen will und die Lüge am Ende als Wahrheit gilt. Die Öffentlichkeit wird so gewonnen und mit ein wenig Bestechung, hier genannt Boni.
Ich bin immer noch der Meinung: Diejenigen, die Boni wollen, sollen ihn auch bezahlen. Also SPD (Staat) und GKV.
Es ist leicht, über das Geld anderer Leute zu verfügen. Schon deshalb muss des vom Geld, besser vom Einkommen, der Befürworter abgehen.
Ist natürlich Utopie. Der Zug ist abgefahren, wenn wir es nicht - vereint - schaffen, die SPD unter Druck zu setzen.
Einen schönen Sonntag für alle. immerhin scheint die Sonne.

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Zur Strukturierten Partei(bande) Deutschland unter S... und Sankt Martin ...

von Christian Timme am 12.03.2017 um 8:55 Uhr

"Man könnte auch, kriminologisch betrachtet, die Bande statt von unten von oben her definieren: Bande als hierarchisch strukturierte Herrschaft zur Durchsetzung rechtlich fragwürdiger Ziele." Thomas Fischer, IM RECHT. Weil lesen noch erlaubt ist ...

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