US-Seuchenschutzbehörde

Experten in Sorge um H7N9-Infektionen in China

Stuttgart - 01.03.2017, 16:00 Uhr

Eine chinesische Lehrerin klärt ihre Schüler in der Stadt Chuzhou über die Prävention von H7N9-Infektionen auf. (Foto: dpa)

Eine chinesische Lehrerin klärt ihre Schüler in der Stadt Chuzhou über die Prävention von H7N9-Infektionen auf. (Foto: dpa)


Die WHO passt Impfstoffe an

Durch die aktuellen Veränderungen des Virus sei auch der Notvorrat von 12 Millionen Impf-Dosen gegen H7N9 weniger nützlich, schreibt „STAT“. Impfexperten der WHO würden voraussichtlich hierauf reagieren und die Grippeimpfung für die kommende Wintersaison an die Evolution von H7N9 anpassen.

Während das Virus bislang eine geringe Pathogenität bei Geflügel hat, ändert sich dies aktuell wohl: In der chinesischen Provinz Guangdong (Kanton) sind Mutationen aufgetaucht, die es für Hühner gefährlicher machen – wie möglicherweise auch für Menschen. Nach Auskunft des CDC-Experten Todd Davis beträfe das Virus dann möglicherweise andere Organe als die Lunge, schreibt „STAT“. Auch sprächen nach Berichten einige Varianten des Virus nicht mehr auf Oseltamivir (Tamiflu®) an.

Nur Gensequenzen, keine Proben

Um zu untersuchen, wie gut Impfstoffe gegen die aktuellen Varianten von H7N9 wirken, würden CDC-Experten gerne Proben untersuchen. Doch China tauscht laut Aussage von Jernigan zwar die Gen-Sequenzen der Viren aus, allerdings keine biologischen Proben, die sich die Behörde erhofft. Eine Synthese der DNA sei zwar möglich, doch würde sie zu lange dauern, erklärt der CDC-Experte. Hierzu müsse die chinesische Regierung grünes Licht geben – auf Arbeitsebene seien die Kontakte gut, erklärte Jernigan. 



Hinnerk Feldwisch-Drentrup, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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