Todesfälle

Behörden streiten um Ermittlungen gegen Heilpraktiker

Stuttgart - 20.02.2017, 07:00 Uhr

Nach drei Todesfällen: Die Tagesklinik des Heilpraktikers in Brüggen-Bracht wurde nach den Todesfällen vorübergehend versiegelt, das Namensschild abgeschraubt. (Foto: dpa / picture alliance)

Nach drei Todesfällen: Die Tagesklinik des Heilpraktikers in Brüggen-Bracht wurde nach den Todesfällen vorübergehend versiegelt, das Namensschild abgeschraubt. (Foto: dpa / picture alliance)


Staatsanwaltschaft hat kein Interesse an Ermittlungskommission

Seit Herbst 2016 greife die Staatsanwaltschaft nicht mehr auf die Mitarbeit Mönchengladbacher Ermittler zurück, betont der Polizeisprecher. „Das bedauern wir“, erklärt er. „Wir haben unsere Ermittlungskommission zum Ruhen gebracht, können aber jederzeit wieder einsteigen.“

Er findet es „schade“, dass die ansonsten gute Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft „hier nicht hergestellt werden konnte“. „Noch mehr zu bedauern“ seien die wechselseitigen Strafanzeigen – die jedoch die zukünftige Kooperation nicht beeinträchtigen wird, wie der Sprecher betont. „Zwischenzeitlich haben in weiteren Verfahren die Polizei Mönchengladbach und die Staatsanwaltschaft Krefeld wieder reibungslos und erfolgreich zusammengearbeitet, auch in einem Kapitaldelikt“, erklärt er. „Das sind die Maßstäbe für die Zukunft!“

Wie bewerten die zuständigen Aufsichtsbehörden die Vorgänge bei den Ermittlungen um den Heilpraktiker? Dem Justiz- wie auch Innenministerium Nordrhein-Westfalen sind die Vorgänge bekannt, doch wollen sie die Vorgänge derzeit nicht kommentieren.



Hinnerk Feldwisch-Drentrup, Redakteur DAZ.online
hfeldwisch@daz.online


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