DAV zu Großhandelskonditionen

Apotheker können doch verhandeln

Berlin - 09.01.2017, 17:05 Uhr

Nachverhandeln: Der DAV will sich zu dem Konflikt zwischen Herstellern und Großhändlern nicht äußern und rät den Apothekern, ihre Konditionen neu auszuhandeln. (Foto: fotolia)

Nachverhandeln: Der DAV will sich zu dem Konflikt zwischen Herstellern und Großhändlern nicht äußern und rät den Apothekern, ihre Konditionen neu auszuhandeln. (Foto: fotolia)


DAV will Einkaufskonditionen nicht kommentieren

Auch zu den verschlechterten Großhandelskonditionen gab die ABDA nur äußerst vage Statements ab. Auf die Frage, ob das Wegfallen der Rabatte aus Sicht des DAV gerechtfertigt ist, sagte der Sprecher: „Die Lieferkonditionen einzelner Marktakteure können und wollen wir nicht kommentieren, auch nicht die möglichen Gründe für Konditionenänderungen.“ Offenbar ist der DAV der Meinung, dass sich die Apotheker nun in erster Linie selbst helfen müssen: „Jeder einzelne Apothekeninhaber hat die Möglichkeit, mit seinen Marktpartnern und möglichen Lieferanten über Konditionen zu verhandeln.“

Zu den Themen Kontingentierungen, Lieferengpässe und Pharma Mall sagte der DAV-Sprecher: „Jede Beschränkung der Belieferung einer öffentlichen Apotheke durch den pharmazeutischen Großhandel ihrer Wahl geht mit erhöhtem bürokratischem Aufwand einher und verzögert die Versorgung der Patienten.“

Außerdem verwies der Sprecher auf einen Beschluss der Hauptversammlung der Apotheker vom vergangenen Apothekertag in München. Darin werden der Gesetzgeber und die Pharmaunternehmen aufgefordert, sicherzustellen, dass die Lieferfähigkeit des Großhandels gewährleistet werden kann. „Im Regelfall“ solle die Lieferung zweistufig erfolgen, also vom Hersteller über den Großhändler zur Apotheke, heißt es in dem Antrag.



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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1 Kommentar

klar,

von Karl Friedrich Müller am 10.01.2017 um 10:28 Uhr

verhandeln. Sieht so aus:
GH sagt. Konditionen werden gekürzt oder gestrichen. (Zusätzlich Spannenausgleich, Tourengebühr, Retourenkulanz gestrichen... usw)
Apotheke sagt (weil ihr nichts anders übrig bleibt): ok.

Aus die Maus.
Dabei könnte der GH an anderen Stellen sparen. Ich brauch nicht jede Woche x Flyer zum Beispiel...
Ich denke auch, dass die Lieferschwierigkeiten nicht nur an den Herstellern liegen.

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