Wie klappt es?

Mit dem Rauchen aufhören

Stuttgart - 31.12.2016, 05:15 Uhr

Zum Jahreswechsel gute Vorsätze: Mit dem Rauchen aufhören. (Foto: BillionPhotos.com / Fotolia)

Zum Jahreswechsel gute Vorsätze: Mit dem Rauchen aufhören. (Foto: BillionPhotos.com / Fotolia)


Raucher sterben zehn Jahre früher

Gründe für den Rauchstopp gibt es genug. Das finden nicht nur überzeugte Nichtraucher, die meist wild fluchend beginnen, angewidert mit den Armen zu wedeln, sobald sich Personen mit einem „Glimmstängel“ in ansatzweiser Geruchsnähe befinden. Auch Zahlen und Statistiken belegen, dass Tabakkonsum schädlich ist – wohl bereits in geringsten Mengen. Auch wenn sich der noch immer weit verbreitete Gedanke, wenig rauchen sei wie nicht rauchen hartnäckig hält, ist dieser – nach der aktuellen Datenlage – offenbar ein Irrglaube. 

Allein die Bundesrepublik zählt jährlich 106.000 Todesfälle durch die Folgen des Tabakkonsums – weltweit sind es fünf Millionen. Im Mittel leben Raucher zehn Jahre kürzer als Nichtraucher und von den rund 4800 Substanzen im Tabakrauch sind wenigstens 90 gesichert oder zumindest mutmaßlich krebserregend oder mutagen.

Nun ist es nicht so, dass Raucher die gesundheitlichen Risiken ihres Tabakkonsums nicht kennen. Der Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören ist durchaus vorhanden – an Silvester vielleicht ein bisschen stärker als an den anderen 364 Tagen des Jahres. Eine bessere körperliche Fitness oder bereits aufgetretene gesundheitliche Beschwerden motivieren zum Rauchstopp. Aber auch soziale und gesellschaftliche Aspekte – Rauchverbote, sozialer Druck durch das Umfeld – bewegen Tabakkonsumenten immer wieder, zu versuchen, der Zigarette endgültig das Licht auszupusten. Und: Rauchen ist teuer.

Immerhin haben zwei Drittel der Raucher bereits mindestens einen Versuch unternommen, der Zigarette den Garaus zumachen. Die Chancen auf Erfolg lesen sich allerdings ziemlich ernüchternd: Es gelingt lediglich mageren drei bis sieben Prozent über sechs Monate erfolgreich rauchfrei zu bleiben.


Tabakabhängige Raucher bleiben lebenslang rückfallgefährdet.

 S3-Leitlinie Screening, Diagnostik und Behandlung des schädlichen und abhängigen Tabakkonsums" .


Die höchste Rückfallgefahr besteht in den ersten Tagen der Nikotinabstinenz – sie sinkt mit der Dauer des Tabakverzichts. Am Anfang also durchhalten. Aber was macht gerade die schwierige Anfangszeit leichter?

Da wiederum verspricht die Leitlinie Hoffnung: „Die medikamentöse Unterstützung des Rauchers mithilfe einer Nikotinersatztherapie ist wirkungsvoll zur Erreichung von Tabakabstinenz“. Es gibt zahlreiche Studien, die die Wirksamkeit einer unterstützenden Nikotinersatztherapie (NET) bei der Tabakentwöhnung belegen.



Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
cmueller@daz.online


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Rauchstopp: Wie klappt`s?

Am Anfang steht unabdingbar ein eiserner Wille und die Entschlossenheit, mit dem Rauchen aufzuhören. Die ersten zigarettenfreien Tage sind die schlimmsten – aber, mit jedem Tag ohne Zigarette fällt es Rauchern leichter, auf sie zu verzichten. Und: Mit jedem zigarettenfreien Tag steigen die Erfolgsaussichten, dauerhaft rauchfrei zu bleiben. Gerade die schwere Anfangszeit können sich Raucher durch Nikotinersatzpräparate erleichtern: Gelegenheitsraucher kommen meist mit Akutpräparaten wie Kaugummis, Inhalern oder Sprays gut zurecht. Für regelmäßige Raucher eignen sich langwirksame Nikotinersatzpräparate wie Pflaster. Starke Raucher profitieren von einer Kombination beider Systeme. Nikotinersatzpräparate erhalten Raucher rezeptfrei in der Apotheke. Die drei „A-Tipps“ sollten Raucher immer versuchen umzusetzen: aufschieben, ausweichen, ablenken. Und: Raucher müssen ihre Nikotinersatzpräparate selbst bezahlen.

5 Kommentare

Rauchstopp

von Melanie am 18.06.2019 um 9:53 Uhr

Vielen Dank für diesen interessanten Artikel. Ich habe 15 Jahre geraucht, ehe ich den Absprung geschafft habe. Die beschriebenen Nikotinersatzpräparate haben bei mir leider nicht die Wirkung erzielt, die ich mir vorgestellt hatte.
Ich finde es beängstigend, dass allein schon eine einzige Zigarette am Tag solchen Schaden anrichten kann!!
Da will man gar nicht wissen, was man sich als langjähriger "Schachtelraucher" angetan hat. Das Programm von https://www.nikotinfalle.de/ konnte mir persönlich zu einem rauchfreien Leben verhelfen. Dort habe ich zum ersten Mal von den "3-A-Tipps" gehört. Und ich kann nur Jedem raten, sich von Menschen Hilfe zu holen, die diese Tortur mit dem Rauchen hinter sich gelassen haben.
Man glaubt immer, es sei so schwer, aber wer die bewusste Entscheidung trifft, kann es schaffen. Er muss aber auch etwas dafür tun.

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Erfahrungen mit den NichtraucherHelden

von Stefanie am 02.10.2018 um 16:04 Uhr

Ich habe vor kurzem auch den Rauchstopp geschafft. Nach längerem Überlegen habe ich mich für die NichtraucherHelden entschieden (https://www.nichtraucherhelden.de).
Für mich was das Programm genau das Richtige. Ich konnte mich über mehrere Tage auf den Rauchstopp vorbereiten. Ich kann jedem nur empfehlen, unbedingt den Rauchstopp zu wagen, egal mit welchem Programm. Es loht sich sooooo, endlich rauchfrei zu sein.

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Selbstkontrolle und Aufschieberitis

von Götz Uwe Kress am 26.01.2018 um 23:00 Uhr

Sehr gut gefällt mir der Hinweis auf die 3 "A-Tipps". Das hat nach meiner Meinung eine Schlüssel- Funktion.
Beim Rauchen Aufhören sollte man wirklich auch alle Unterstützung nehmen, die man kriegen kann. Auch die hier empfohlenen Nikotinpräparate können im Einzelfall sinn machen.
Aber das Schöne an den 3 "A-Tipps" ist die Selbstkontrolle. Die wird ja auch bei der Raucherentwöhnung mit Hypnose in den Mittelpunkt gestellt, zum Beispiel findet man auf https://rauchenaufhoeren-hypnose.de dazu noch weitere Tipps und Hinweise.
Und tatsächlich stellen sich viele Bedenken im Nachhinein als unbegründet heraus. Es ist halt doch immer wieder die Aufschieberitis, die einen viele Ausreden ersinnen lässt.

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von Gianluca am 09.01.2018 um 12:47 Uhr

von NichtraucherFormel am 09.01.2018 um 12:53 Uhr

Wahnsinn! Ich bin sehr erschrocken von dieser Studie. Ich hoffe das sich die Studie viele Menschen anschauen, die noch überlegen, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich bin mir sehr sicher, dass diese Studie so gut wie jeden Raucher davon überzeugen wird, dass Rauchen nicht doch an den Nagel zu hängen. Meine Beratungsstelle, die mir dabei geholfen hat, mit dem Rauchen aufzuhören war das Team von NichtraucherFormel. http://www.nicht-raucher-formel.de

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Frau Rauchfrei

von Helena am 15.08.2017 um 12:24 Uhr

Es ist kaum vorstellbar, wie lebenswert das Leben ohne Zigarette ist. Und der Weg dorthin ist mit der richtigen Beratung gar nicht so schwer. Auch vor der Gewichtszunahme muss man keine Angst haben. Ich habe mich von Frau Rauchfrei beraten lassen und bin nun seit acht Monaten rauchfrei. https://www.frau-rauchfrei.de/home/

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