Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

25.12.2016, 08:00 Uhr


Das lag unterm Weihnachtsbaum bei Apothekers: ein riesengroßes Sorgenpaket, Absender EuGH. Mit Empfehlungsschreiben von SPD-Lauterbach, SPD-Dittmar, AOK-Litsch, BKK-Knieps, DocMo und so manch anderem. Und dann brachte das Christkindchen noch ein kleines, feines, glitzerndes Päckchen, Absender Gröhe, Aufschrift Rx-Versandverbot. Das Päckchen ließ sich allerdings nicht öffnen. Schöne Bescherung!

19. Dezember 2016

Die Prognosen für das Rx-Versandverbot fühlen sich an wie Blütenblättchen-Zupfen: Es kommt, es kommt nicht, es kommt, es… Jetzt hat sogar der einzige Apotheker im Bundestag, Michael Fuchs von der CDU, in einem Interview im Berliner „Tagesspiegel“ gesagt, dass er ein Versandverbot eher kritisch sehe. Er glaube nicht, dass es eine wasserfeste Lösung sei, es passe nicht zu Veränderungen im Zuge der Digitalisierung. Was hat ein Versandverbot mit der Digitalisierung zu tun? Na sowas, mein liebes Tagebuch, ausgerechnet der Apotheker im Bundestag fällt bei diesem Thema seinen Kolleginnen und Kollegen in den Rücken und zeigt sich skeptisch. Stimmt nicht gerade zuversichtlich, oder?

 

Währenddessen lässt SPD-Lauterbach keine Gelegenheit aus, gegen ein Versandverbot zu wettern. Gleichzeitig fordert er eine Reform des Apothekerhonorars, z. B. ein Extrahonorar, wenn Apotheken eine Beratungskabine einrichten oder über Wechselwirkungen beraten. Wie süß. Aber total weltfremd! Wo man doch weiß, mein liebes Tagebuch, dass er dafür in seiner eigenen Partei nie eine Mehrheit bekommen würde! Außerdem: Erst kommt mal das Gutachten des Wirtschaftsministeriums zum Honorar – und dann sehen wir weiter. So isses.

20. Dezember 2016

Ein weiterer interessanter Ansatz – statt Rx-Versandverbot: Weil ausländische Versandapotheken mit ihren Rx-Boni gegen den GKV-Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung verstoßen, haben sie keinen Anspruch auf die Erstattung der gesetzlichen Herstellerrabatte. Davon ist jedenfalls der Arzneiimporteur Kohlpharma überzeugt und klagt daher vor Gericht. Gut, dass diese Frage mal vor den Richter kommt, das baut Druck auf. Und wer weiß, vielleicht bekommt Kohlpharma sogar Recht.

 

Verständnis für Apothekers Sorgen wegen des EuGH-Urteils hat sie zwar, aber ein Rx-Versandverbot hält sie dennoch nicht für die richtige Lösung: Sabine Dittmar, SPD-Gesundheitspolitikerin, nicht ganz auf Lauterbachs Linie, aber ein bisschen. Sie ist Bedenkenträgerin, sie glaubt nicht, dass ein derartiges Verbot rechtssicher durchsetzbar sei. Mein liebes Tagebuch, glauben heißt nicht wissen, deshalb: Lasst es uns doch einfach mal versuchen, Frau Dittmar. Denn die von Ihnen favorisierte „Neustrukturierung der Honorarreform“ ist da keineswegs zielführender. 

 

Ein starkes Signal soll sie werden, die Unterschriften-Kampagne der ABDA. Die Apotheken sollen ihre Kunden bitten „für die Zukunft der Arzneimittelversorgung in Deutschland zu unterschreiben“. Worum es dabei genau geht, erschließt sich dem Durchschnittskunden der Apotheke nicht. Wenn er sich das Flugblatt durchliest, dann erfährt er, dass „internationale Versandhändler“ (ist das Amazon, ist das Zalando?) irgendwelche Rosinen (mag eh nicht jeder) aus unserem System picken wollen. Und warum genau gefährdet das alles unsere Apotheken vor Ort? Warum können die Apotheken dann keine Notdienste mehr machen, keine Rezepturen für kranke Kinder (ganz schlimm!) und Schwangere und Senioren nicht mehr beraten (na sowas!)? Mein liebes Tagebuch, um für das alles eine Unterschrift zu bekommen, muss sich der Apotheker erstmal den Mund fusselig reden. Bis März soll die Aktion laufen, also bis März 2017, nicht 2018! Obwohl, wenn dann 2018 das Gutachten zur Honorarreform kommt, wäre es nicht schlecht, wenn wir noch ein paar Unterschriften mehr hätten…

21. Dezember 2016

Hat das Karl Lauterbach, der die kleinen empfindlichen Pflänzlein Versandapotheken so schützenswert findet, schon gehört? Ein Scheich der saudischen Königsfamilie will das Pflänzlein ZurRose/DocMorris mit der Geld-Gießkanne bewässern, auf dass es wachse und gedeihe! Na, da muss sich Karlchen nun wirklich nicht mehr um das Wohlergehen der ausländischen Versender kümmern, die sind dann doch bestens betreut! Oder möchte er weiterhin den Steigbügelhalter für saudisch-schweizerische Firmen geben?

 

Noch so einer, der sich als Unterstützer von Versendern outet: Martin Litsch vom AOK-Bundesverband. Auch er hält so gar nichts von einem Rx-Versandverbot, das sei ein Schutzzaun für Apotheker. Er will viel lieber ein Wirtschaftsförderungsprogramm für Arzneiversender. Ihm schwebt das Höchstpreismodell vor. Außerdem gehörten Rx-Boni sowieso nicht dem einzelnen Patienten, sondern stünden den Kassen zu und deswegen liegt es doch auf der Hand, wenn die Kassen mit DocMorris und Co. Verträge abschließen, in denen Bonus-Systeme für die Versicherten sowie die Weiterleitung der Boni an die Kassen geregelt werden. Mein liebes Tagebuch, wie finden wir das denn? Versender sollen mit den Kassen Verträge abschließen. Fehlt dann nur noch, dass die Kassen ihren Versicherten „empfehlen“, sprich sie nötigen, bei den Versendern zu bestellen – und im Gegenzug versprechen sie den Versicherten niedrigere Beiträge? Immerhin sieht Litsch selbst, dass es dafür bislang noch keine gesetzlichen Grundlagen gibt. Und hoffentlich bleibt das auch so!

22. Dezember 2016

Lauterbachs schützenswertes Pflänzlein, der Arzneiversandhandel, hat nur einen Marktanteil von 3 Prozent! Sagt DocMo. Mir kommen die Tränen! Nur 3 Prozent. Ach was, alles Quatsch! Über 40 Prozent aller Deutschen haben bereits schon online Arzneimittel bestellt! Sagt übrigens auch DocMo. Also was nun? Von wegen schützenswert, Herr Lauterbach. Die Leute bestellen auf Teufel komm raus. Aber mal im Ernst, mein liebes Tagebuch, die Zahlen, die da über die Nutzung des Versandhandels durch den vorweihnachtlichen Himmel geistern, sind nicht mehr als Sternschnuppen, verlässlich ist da nichts. Zumal sich die Versender die Zahlen schön rechnen, wie es ihnen gerade passt. Und die Umfragen sind wohl alles andere als repräsentativ. Laufen die Umfragen online, dann erreicht man schon mal eher diejenigen, die eh internetaffin sind; die Wahrscheinlichkeit, dass diese Klientel nicht nur bei Amazon, Otto oder Zalando einkauft, sondern auch mal bei Arzneiversendern, ist weitaus höher als wenn man in die Umfrage auch die Menschen mit einbezieht, die online weniger nutzen. Mein liebes Tagebuch, das kommt auf die Wunschliste fürs nächste Jahr: eine wirklich repräsentative, weitgehend neutrale Umfrage zum Einkauf im Internet.

23. Dezember 2016

Er glaubt, dass das Versandhandelsverbot nicht kommt, dass Vor-Ort-Apotheken durch die Boni der Versender nicht in Bedrängnis kommen, dass das EuGH-Urteil den Apothekern sogar Chancen bietet, dass man über das Mehrbesitzverbot diskutieren sollte: Franz Knieps, früher mal Abteilungsleiter im Bundesgesundheitsministerium, heute Chef des Dachverbands der Betriebskrankenkassen. Ja, ja, mein liebes Tagebuch, wieder so ein kleiner Revoluzzer, der einfach nur etablierte Strukturen zerstören will, ohne sich Gedanken zu machen, was danach kommt. Er fragt sich z. B., ob es richtig ist, dass Apotheker „nur für Verkäufertätigkeiten und Logistiktätigkeiten“ bezahlt werden. Ein Heilberuf könne sich nicht nur über Produkte definieren. Gerne, darüber können wir gerne mal diskutieren. Das geforderte Verbot des Rx-Versandhandels hält Knieps „für einen schlechten Scherz“, mit Verboten komme man nicht weit. Knieps ist überzeugt, dass der EuGH ein Motor von wirtschaftlichen Freiheiten sei. Na denn, Herr Knieps, dann sollte aber auch der Markt der Krankenversicherer europaweit geöffnet werden. So manche ausländische Krankenkasse könnte vielleicht auch bessere Tarife anbieten als die BKK. Denn wenn man schon anfängt, die Strukturen in unserem Gesundheitswesen infrage zu stellen, dann sollte man nicht punktuell dort herumdoktern, wo es einem gerade passt – dann gehört das gesamte System auf den Prüfstand.

24. Dezember 2016

Frohe Weihnachten! Während die meisten Menschen an diesem Abend Weihnachten feierten, sich über ein feines Weihnachtsessen freuten und sich unterm Baum beschenkten, haben auch in dieser Nacht haben wieder rund 2000 Apotheken in Deutschland die Arzneimittelversorgung sichergestellt. Sie haben den Menschen geholfen, ihre Erkältungssymptome  zu lindern, Schmerzen zu beseitigen, Magen-Darm-Probleme zu lösen. Oder den Rat gegeben, rasch eine Notfallambulanz aufzusuchen. Danke für den Einsatz! Die Betriebe der ausländischen Versender hatten keine Nacht-und Notdienste, sie haben keinen Beitrag zur dringenden Arzneimittelversorgung geleistet. So sieht’s aus!


Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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11 Kommentare

"Wir machens´für DocMo !"

von Christian Giese am 26.12.2016 um 16:47 Uhr

Die Einen machen´s für ´nen Appel und ´n Ei, die Anderen machen es für nichts. Andere machen es für sich und wieder Andere machen es für Andere. Manche lassen es Andere machen, machen nur das zu ihrem Vorteil Wenige.
Obwohl alles gemacht werden muss, eigentlich gleich und gerecht von allen.
Denn wenn sich manche davor drücken, müssen es halt der Rest machen, die Anderen.
Wenn also unsere "europäischen" Vorteilsnehmer nichts machen, wie z.B. Nacht- und Notdienst heute an den Weihnachtsfeiertagen, keine Rezeptur, schon gar keine VorOrt-Beratung, - einer muss es ja machen, dann machen wir es letztlich auch für sie.
Eben, das ist meine Erkenntnis aus dem heutigen kraftraubenden weihnachtlichen Nacht- und Notdienst, ich mache ihn nicht allein für die Menschheit, sondern ich mache ihn auch für DocMo!

Wir machen´s für DocMo!

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Warum nicht jetzt (parallel per E-Mail....)

von Gunnar Müller, Detmold am 26.12.2016 um 15:20 Uhr

Belieferung durch Ausländische Versandapotheken
Offener Brief an: AOK NordWest, AOK-Bundesverband, GKV-Spitzenverband

Sehr geehrter Herr Ackermann,
sehr geehrter Herr Litsch,
sehr geehrte Frau Dr. Pfeiffer,

als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse bitte ich Sie um Mitteilung folgender Angaben bezüglich der Mitglieder der von Ihnen vertretenen Krankenkasse/n:
Wie hoch ist der Anteil der Mitglieder, die bei ausländischen Versandapotheken Arzneimittel zu Lasten der Krankenkasse/n beziehen?
Wie viele Mitglieder sind es in absoluten Zahlen?
Wie viele Packungen an Rx- bzw. non-Rx-Arzneimittel beziehen diese Mitglieder über ausländische Versandapotheken?
Wie hoch ist dieser Anteil am jeweiligen Gesamtumfang?
Wie hoch ist der Nettoumsatz der Rx- sowie der non-Rx-Arzneimittel, die von diesen über ausländische Versandapotheken bezogen werden?
Wie hoch sind diese Anteile am jeweiligen gesamten Rx-/non-Rx-Netto-Umsatz?

Da diese Zahlen offensichtlich momentan auch von der Politik benötigt werden, erlaube ich mir, entsprechende Kreise nachrichtlich zu beteiligen.

Mit freundlichen Grüßen

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AW: Warum nicht jetzt (parallel per E-Mail oder ...

von Christian Timme am 26.12.2016 um 17:32 Uhr

... eine kleine (aktuelle) Anfrage im Bundestag?. Je nach Umfang der Antwort, könnte das weitere und sehr interessante Fragen aufwerfen!.

So langsam

von Christiane Patzelt am 25.12.2016 um 19:48 Uhr

Ich habe nicht übel Lust, die Bundesregierung zu verklagen!
Die gesetzliche Verpflichtung für die auskömmliche Versorgung mit Gesundheitsleistung besteht ja nicht nur auf meiner Seite mit Eröffnung einer Apotheke, die Regierung hat ebenso eine Verantwortung!! Und von mir als Privatperson kann ja wohl schwerlich erwartet werden, bis in die Unrentabilität geöffnet zu bleiben! Mit dem bisherigen Status Quo sind tausende Apotheken unverkäuflich und die dazu gehörenden InhaberInnen quasi enteignet worden!
Darf man sich auf der Zunge zergehen lassen, dass wir dem blanken Wettbewerb ausgeliefert sind, obwohl uns der Wettbewerb untersagt ist!
Welcher findige Jurist kennt die passenden Paragraphen, die die Bundesregierung hier missachtet?

Zur gesundheitspolitischen Sprecherin Frau Dittmer fällt mir leider zur Zeit auch nichts ein--bis auf viel heiße Luft liefert die SPD nix! Wird im Sommer wohl mein Schaufenster-Wahlkampf werden mit dem Slogan:
SPD und Grüne gegen vor-Ort-Apotheken und Vernichter von qualifizierten Frauenarbeitsplätzen!
Ich habe 4 Schafenster á 3m x 2,50m und die Folien sind dafür innerhalb von 10 Tagen gedruckt!
Auf Wunsch reagiere ich damit nicht europafeindlich, sondern benenne genau die, die Herrn Gröhe zur Zeit ausbremsen!
Meine Neutralität isz damit Geschichte, ich kann die Politik in dem Maße bekämpfen, wie sie mich, meine Angestellten und meine Land-Apotheke bekämpft!
Wer Wind sät, der wird Sturm ernten! Ich lasse mir mein berufliches Wirken nicht unterm Hintern wegreißen, nicht von shop-apotheke,nicht von docmorris,nicht von schulz-asche,nicht von dittmer und den schreihals lauterbach--alles die selbe mischpoke!!

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Knieps Ziel

von Reinhard Rodiger am 25.12.2016 um 13:07 Uhr

Herr Kniep ist ja einer der geistigen Väter des Machtausbaus der Krankenkassen zu Lasten der Leistungsanbieter.
Entsprechend ist seine Argumentation, die Bedeutung des Versands herunterzuspielen und die Expertise hervorzuheben.
Dabei ist das eigentliche Waffenarsenal garnicht geöffnet.Selektivverträge mit Versendern, e-Rezept-zuweisungsregeln,Beitragsminderungen für Versicherte usw lassen die Versandquote drastisch steigen.Das Ziel ist Übernahme der Versorgungskette.
Bezahlte Expertise/Dienstleistung reicht bisher nirgends als Geschäftsmodell.Ohne Deckelung ist das in der Breite nicht als Ziel erkennbar.Das bedeutet Ausgeliefertsein an die Willkür der KK.
Das ist schon geschickt verpackt.

Ohne strukturelle Verhaltensänderungen der KK(keine Schikanen, Berechenbarkeit etc) und damit schaffung einer Vertrauensbasis wird es nicht gehen.

Eine Vorraussetzung ist zwingend : Die Anerkennung der heutigen Leistung,die bereits viel mehr enthält als gesehen werden will. Auch viel Unbezahltes.

(siehe auch Interview und Kommentare Herr Knieps und ABDA/DAZ)

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Da haben wir es wieder; Die Sache mit dem Glauben und Wissen

von Bernd Jas am 25.12.2016 um 12:59 Uhr

Frau Dittmar glaubt, und belässt es dann dabei. Weiter betrachtet heißt das: "Wenn ich als BeDENKENträgerin weiter DENKEN würde, könnte ich zu einer Überzeugung kommen und es Wissen." Aber da können sich ja mal wieder andere Kollegen im Wirtschaftsausschuss oder die Spezialisten im GBA die Mühe machen, dann braucht Frau Dittmar die grauen Zellen nicht überstrapazieren.
Wer in der SPD unter solchen Voraussetzungen (EuGH-Urteil) über eine Honorarreform für uns spricht weiß, dass mindestens eine Spitze seiner gespaltenen Zunge wegbrechen wird.
Und wieder mal,...ätsch.
Das ist so was von durchschaubar, genau so wie die Fliege Dittmar im Ohr sitzt.
Mein Gott Frau Dittmar, ...- an den können Sie glauben.

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Notdienst

von Christiane Karge am 25.12.2016 um 11:29 Uhr

Habe grade einer verzweifelten Mutter mit einer "defekten" elektrischen Milchpumpe geholfen.(nicht bei mir geholt, Fabrikat war mir nicht vertraut) War zum Glück nur ein Bedienfehler. Kein Umsatz aber eine glückliche Familie. So was kann auch während normaler Öffnungszeiten passieren. Wie geht das dann bei Versandapotheken? 24h Hotline? Oder fährt jemand raus?
Liebe Grüße an alle Mitstreiter

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AW: Notdienst

von Bernd Jas am 25.12.2016 um 13:33 Uhr

03:45 Uhr
Habe grade einer peinlichen Fragestellung (zur Indikationsfindung) geschickt die Frage nach dem künftigen Kreuzchen auf dem Wahlzettel untergejubelt. Habe dann einer verzweifelten jungen Dame zur Pille danach verholfen.
Aber irgend was davon habe ich wahrscheinlich um diese Uhrzeit auch nur geträumt.

Fragen kostet ja nichts?

von Christian Timme am 25.12.2016 um 11:21 Uhr

Eventuelle Zwischenfrage beim Notdienst: "Was halten Sie vom Versandhandel mit Arzneimitteln?".

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25.12.

von Christian Giese am 25.12.2016 um 9:28 Uhr

Lieber Herr Ditzel,
heute sind Sie nicht allein auf weiter Flur. Wir und ein paar andere Kollegen schieben heute am Weihnachtsfeiertag Not- und Sonntagsdienst. Wir fahren heute nicht in die Schweizer Berge oder an die See, um uns die Füsse in frischer Luft zu vertreten.
Wir sind da. Auch für die, die meinen, dass wir besser nicht da wären. Weil man uns doch gar nicht bräuchte, der Paket´ler tät´s ja auch.
Heute sind wir da für die, die uns wirklich brauchen. Heute machen wir grosse Ohren, heute ist es anders, heute hören wir zu, Notfälle sind keine Routine.
Die Politik redet immer gross von Daseinsvorsorge und Gemeinwohl.
Ja, gross reden, und wer macht´s?
Wer fährt heute in die Berge oder an die See?
Wir nicht.
Wir sehen das anders und haben deshalb überhaupt kein Verständnis für die, die unseren Not-und Sonntagsdienst nicht als Not-und Sonntagsdienst nützen, sondern für ihren eigenen "europäischen" Vorteil.

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AW: Danke, 'Apotheke' ......

von Gunnar Müller, Detmold am 25.12.2016 um 10:53 Uhr

..... und Ihnen, lieber Kollege Giese,
und allen anderen Kolleginnen, Kollegen und Mitarbeiterinnen da draußen…
Gut, dass es Sie gibt.
Bin in meiner Apotheke dann am 01.01.

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