beratungs-Quickie

Spezifische Immuntherapie bei Insektengiftallergie

München - 17.11.2016, 13:30 Uhr

(Foto: Dagmar Gärtner / Fotolia)

(Foto: Dagmar Gärtner / Fotolia)


Auch noch wichtig

Bei der Behandlung sind Wechselwirkungen mit verordneten Arzneimitteln und mit der Selbstmedikation zu beachten.

Während einer ACE-Hemmer-Behandlung besteht bei gleichzeitiger Anwendung von Desensibilisierungslösung gegen Insektengift ein erhöhtes Risiko lebensbedrohlicher anaphylaktischer Reaktionen. Auch mit Betablockern sind überschießende allergische Reaktionen möglich. Eine gleichzeitige Anwendung des Allergenextraktes ist für beide Wirkstoffgruppen kontraindiziert.

Eine Allergie-Immuntherapie sollte prinzipiell nicht gleichzeitig mit einer Behandlung mit Immunsuppressiva erfolgen.

Werden während der Allergie-Immuntherapie symptomatisch wirksame Antiallergika (wie Antihistaminika, Cortikosteroide oder Mastzellstabilisatoren) abgesetzt, muss der Allergologe informiert werden. In diesem Fall kann eine Dosisreduktion des Allergen-Präparates erforderlich sein. Während der Therapie sollte die Einnahme von Aluminium-haltigen Arzneimitteln (z.B. Antacida) eingeschränkt werden. Der Abstand einer Injektion zu einer Schutzimpfung sollte mindestens eine Woche betragen.

Bei Allergieneigung ist allgemein Vorsicht bei Wirkstoffen mit der explizit genannten Kontraindikation „Allergie“ geboten, wie beispielsweise bei ASS oder Ibuprofen.



Manuela Kühn, Apothekerin
redaktion@daz.online


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Hyposensibilisierung: Therapie mit Weitblick gegen Allergien

Pollen? Kein Problem!

Wird die empfohlene Therapiedauer verkürzt, ist Immuntherapie nicht ausreichend wirksam

Zwei Jahre SLIT reichen nicht

Das allergene Potenzial von Ambrosia artemisiifolia

Keine Götterspeise

Wann eine allergenspezifische Immuntherapie bei Kindern sinnvoll ist

Nicht immer hyposensibilisieren

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.