Was ist passiert?

Die Woche in Bildern

Berlin - 23.07.2016, 07:50 Uhr

Seltener Besuch in der Apotheke: ein verletzter Storch. (Foto: Helmut Biehler)

Seltener Besuch in der Apotheke: ein verletzter Storch. (Foto: Helmut Biehler)


Becker tritt noch einmal als DAV-Chef an, ein Storch in einer Apotheken-Offizin macht Schlagzeilen, die lange vorbereiteten Compliance-Regeln der ABDA sind in Kraft getreten. Diese und weitere Highlights der Woche zeigt der Wochenrückblick.

Diese Woche startete die neue DAZ.online-Community. Seit Montag können Leser einen eigenen Blog auf DAZ.online erhalten. Beiträge werden in einer Extra-Rubrik veröffentlicht – und die online-Diskussion kann beginnen. Wer mitmachen will, schickt einfach eine Mail an redaktion@daz.online. Schon in der ersten Woche gab es interessante Beiträge!

VZA

Die Zyto-Ausschreibungen der Krankenkassen bewegen die Apothekerschaft weiterhin. Die Appelle an die Politik, dafür zu sorgen, dass nach dem Urteil des Bundessozialgerichts die Versorgungslandschaft nicht zerschlagen wird, lassen nicht ab. Immerhin erklärte das Bundesgesundheitsministerium nun, es werde die Exklusiv-Verträge überprüfen. Indessen laufen die Ausschreibungen weiter. Der AOK-Bundesverband hat weitere Zuschläge erteilt. Allerdings zeigt sich, dass einige Kassen wohl noch üben müssen. Die DAK/GWQ Plus-Ausschreibung für ganz Deutschland musste schon mehrfach nachgebessert werden. Am Donnerstag folgte die siebte Änderung: Die schon einmal verlängerte Angebotsfrist wurde jetzt um eine Stunde nach hinten verschoben. Schlusstermin ist nun der 10. August 2016, 12 Uhr statt 13 Uhr.

Schelbert

Zuletzt fanden sich bei den politischen Diskussionsrunden des Deutschen Apothekertags eher wenige Politiker ein. Dieses Jahr soll es anders werden: Ein ABDA-Sprecher kündigte an, dass die gesundheitspolitischen Sprecher aller vier im Bundestag vertretenen Fraktionen zugesagt haben, im Oktober nach München zu kommen. Auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe wird diesmal wieder erscheinen. Ein Jahr vor der Bundestagswahl sind die Politiker offenbar wieder mehr um die Apotheker bemüht.

Helmut Biehler

Die Beyschlagsche Apotheke im Zentrum von Herzogenaurach machte diese Woche auf ungewöhnliche Weise Schlagzeilen: Ein verletzter Storch spazierte in die Offizin. Die Apotheke alarmierte den „Storchenvater“, der ihn am nächsten Tag versorgte. Eine Sommer-Geschichte, die durch Medien in ganz Deutschland ging.

dpa

Wirbel um eine SPD-Bundestagsabgeordnete: Petra Hinz räumt ein, dass ihr Lebenslauf gefälscht war. Hinz hat kein Abitur, sie hat nie Jura studiert und auch kein Staatsexamen abgelegt, wie sie jahrelang behauptet hatte. Mittlerweile hat sie ihr Mandat abgegeben, ist abgetaucht und hat nun Anspruch auf das Übergangsgeld des Bundestags.

Stada

Bei Stada geht es weiter rund. Der anhaltende Druck externer Investoren auf das Bad Vilbeler Unternehmen schlägt sich auch in den Themen nieder, die die nahende Hauptversammlung beschäftigen wird. Auf der Tagesordnung steht neben einer Erhöhung der Dividende und einer teilweisen Neubesetzung des Aufsichtsrates auch eine Anpassung des Vergütungssystems für den Vorstand. Dem aktivistischen Investor AOC geht das jedoch nicht weit genug. Er stellt das Biosimilar-Geschäft von Stada in Frage und fordert konkrete Einsparungen.

LAV Ba-Wü

Fritz Becker will es noch einmal wissen: Der DAV-Chef hat angekündigt, sich im November bei der Wahl des Geschäftsführenden DAV-Vorstands erneut zur Wahl zu stellen. Für ihn gebe es noch unerledigte Aufgaben. Auch als Vorsitzender des Landesapothekerverbands (LAV) Baden-Württemberg machte Becker diese Woche von sich reden: Bei der Mitgliederversammlung erklärte er, Lieferengpässe bei Arzneimitteln mit Erstattungsbeträgen seien auch von einzelnen Apothekern und Großhändlern verschuldet – wenn sie sich dazu verleiten lassen, diese Arzneimittel ins Ausland zu verkaufen. Der LAV kann sich überdies gut vorstellen, künftig über regionale Verträge die leidige Importquote gegen Null zu drücken. Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass der Rahmenvertrag zwischen GKV-Spitzenverband und DAV eine Änderung erfährt. Und eine positive Nachricht hatte der LAV zu vermelden: Er hat Retaxationen seiner Mitglieder unter die Lupe genommen – und fast 900.000 Euro von den Kassen zurückgeholt.

Sket

Die lange vorbereiteten Compliance-Richtlinien der ABDA sind fertig – am Freitag wurden sie auf der ABDA-Webseite veröffentlicht. Sie sind eine Folge der Vorgänge um den ehemaligen ABDA-Pressesprecher Thomas Bellartz. Compliance soll nun „integraler Bestandteil der Verbandsführung“ sein. 


Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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