Bundesländer-Statistik

Apotheken in Deutschland

Stuttgart - 08.03.2016, 12:15 Uhr

(Bild: DAZ / jh)

(Bild: DAZ / jh)


Wo stehen die einzelnen Bundesländer bei den Apothekenzahlen? Die neue Statistik der ABDA und der Apothekerkammern gibt darüber Aufschluss und verdeutlicht einen anhaltenden Trend. 

Basierend auf den neuen Zahlen der ABDA hat DAZ.online dargestellt, wie die Lage der Apotheken in Deutschland aussieht. Wie sind sie über das Bundesgebiet verteilt, wie veränderten sich die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr und wie steht es um die Filialisierung der Apothekenlandschaft?

Die interaktive Karte zeigt die Anzahl an Apotheken pro Bundesland. Direkt sichtbar sind die Probleme der dünn besiedelten Flächenländer insbesondere im Osten Deutschlands: Die relativ wenigen Apotheken verteilen sich über große Flächen.

Zum angewählten Bundesland werden die Vergleichsdaten zum Vorjahr angezeigt. 

Der Trend zur Filialisierung ist in der nächsten Grafik sichtbar – die Zahl von Hauptapotheken hat sich in jedem Bundesland verringert. Rheinland-Pfalz besitzt nun eine Haupt- oder Einzelapotheke weniger, Mecklenburg-Vorpommern zwei und Brandenburg, Bremen und Thüringen verloren über das Jahr hinweg vier Apotheken. Die größten Einbußen mussten Nordrhein-Westfalen mit 73, Baden-Württemberg mit 51 und Bayern mit 45 weniger Haupt- oder Einzelapotheken verzeichnen. 

Die Zahl der Filialapotheken wächst hingegen stetig. Am stärksten in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mit je 17, Niedersachsen mit 16 und Bayern mit 15 Filialapotheken mehr als im Vorjahr 2014. Nur in Thüringen stieg die Zahl nicht.

Das Verhältnis von Haupt- beziehungsweise Einzelapotheken zu Filialapotheken war 2014 im Saarland am höchsten: Auf knapp 6 Hauptapotheken kam nur eine Filialapotheke. Eine ausgeprägte Filialisierung bestand hingegen in Bremen mit drei Hauptapotheken auf eine Filialapotheke. Im Bundesdurchschnitt lag diese Zahl im Jahr 2014 bei 3,9 Haupt- oder Einzelapotheken auf eine Filialapotheke.

Ein Jahr später hat sich der Bundesdurchschnitt zugunsten der Filial-Bildung leicht verschoben: Nur noch 3,7 Hauptapotheken kommen auf eine Filialapotheke. Die größte Machtverschiebung fand in Bremen statt: Das Verhältnis pro Filialapotheke sinkt von 3,08 Hauptapotheken in 2014 auf nur noch 2,62 in 2015. Vergleichsweise stabil bleibt die Lage in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.

Über das Jahr hinweg sinkt die Zahl an Apotheken in allen Bundesländern – bis auf Bremen: Zum Jahresende gibt es hier eine Apotheke mehr als im Vorjahr, nämlich eine Filialapotheke.

Ähnlich gut wie in Bremen sieht es im Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg aus. Substanziell weniger Apotheken gab es in den drei größten Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern.


Johannes-Christian Hilbert (jh), DAZ.online
jhilbert@daz.online


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1 Kommentar

Bitte an die Statistiker

von Hummelmann am 09.03.2016 um 10:17 Uhr

Wie wäre es denn, wenn Sie die Apotheken-Zahlen auch mal in Abhängigkeit zu den Bevölkerungszahlen und der Fläche zeigen?
Einwohner/Apotheke nach Bundesländern sortiert
Fläche/Apotheke nach Bundesländern sortiert
bzw. in einer einzigen Grafik
Apotheken/Fläche im Vergleich zu Apotheken/Einwohner.
Mein Vorschlag Apothekenzahl/Tausend km²
im Verhältnis zur Bevölkerungsdichte Einwohner/km² .
Idealerweise sollte das korrelieren.
Aber auch die Apothekenzahl/100.000 Einwohner und
km²/100.000 Einwohner sollten in Korrelation stehen.
Nur dann ist auch eine flächendeckende Versorgung gewährleistet.



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