Deutscher Apotheker Tag 2015

Absage: Gröhe kommt nicht nach Düsseldorf

Berlin - 20.08.2015, 16:00 Uhr

Letztes Jahr besuchte Minister Gröhe den DAT - dieses Jahr in Düsseldorf lässt er sich vertreten. (Foto: A. Schelbert)

Letztes Jahr besuchte Minister Gröhe den DAT - dieses Jahr in Düsseldorf lässt er sich vertreten. (Foto: A. Schelbert)


Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe wird dieses Jahr dem Deutschen Apothekertag in Düsseldorf fernbleiben. Auch ein Besuch des 75. Weltkongresses der Apotheker (FIP World Congress) steht nicht auf seinem Programm. Die Absage begründet das Bundesgesundheitsministerium mit Terminproblemen. „Der Minister schafft es nicht, jedes Jahr den Apothekertag zu besuchen“, so eine Sprecherin des Ministeriums.

Vertreten lässt sich Gröhe von seinem beamteten Staatssekretär Lutz Stroppe. Auch die Amtsvorgänger von Gröhe hatten nicht regelmäßig Apothekertage besucht. Im vergangenen Jahr hatte Gröhe allerdings in München beim Apothekertag seinen Antrittsbesuch gemacht. In seinem Grußwort brachte er dem Berufsstand der Apotheker seine deutliche Wertschätzung entgegen. Was sie leisteten, sei unverzichtbar, betonte er. Er habe auch verstanden, dass es aus Sicht der Apotheker in einigen Bereichen Optimierungsbedarf gebe, insbesondere im Hinblick auf ihr Honorar. Allerdings brauche die Politik belastbare Zahlen.

Im Bundesgesundheitsministerium werde man daher im Hinblick auf die Notdienstpauschale weiterhin die Quartalszahlen prüfen und entscheiden, ob die Pauschale den Anforderungen entspreche. Auch die von den Apothekern geforderte Erhöhung des Fixzuschlages werde man gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium prüfen – „dafür brauchen wir jedoch von Ihnen weitere belastbare Daten über die Veränderung auf Kosten und Einnahmeseite“. Gleiches gelte für die geforderte Honorierung für Rezepturen, sagte Gröhe letzten September.

Inzwischen laufen die Gespräche zwischen Bundesgesundheitsministerium und Deutschem Apothekerverband (DAV) über die Honorarfragen. Wie zu erfahren ist, ist das Bundesgesundheitsministerium aber immer noch nicht mit den vom DAV gelieferten Daten zufrieden. Über Honorarfragen könne daher noch nicht entschieden werden, heißt es aus dem Ministerium. Daher ist es derzeit wenig wahrscheinlich, dass Staatssekretär Stroppe Geschenke mit nach Düsseldorf bringen kann.   

 


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