Schweizer Kanton Bern

Apotheker sollen gegen Grippe impfen

Berlin - 18.08.2015, 12:15 Uhr

Im Schweizer Kanton Bern sollen Apotheker ab Herbst Grippe-Impfungen vornehmen können. (Foto: Eisenhans/Fotolia)

Im Schweizer Kanton Bern sollen Apotheker ab Herbst Grippe-Impfungen vornehmen können. (Foto: Eisenhans/Fotolia)


Apotheker im Schweizer Kanton Bern sollen in der kommenden Grippe-Saison probeweise Grippeimpfungen durchführen. Die Kantonsregierung unterstützt einen entsprechenden Vorstoß, der gesetzliche Grundlagen für die Impfung durch speziell ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker schaffen will.

Bevor eine entsprechende Gesetzesänderung erarbeitet wird, will die bernische Gesundheits- und Fürsorgedirektion mit einem Pilotprojekt Erfahrungen sammeln. Das Projekt ist auf die saisonale Grippeimpfung 2015/16 beschränkt. Geimpft werden dürfen nur gesunde Personen über 16 Jahre. Die Apothekerinnen und Apotheker, die sich am Versuch beteiligen wollen, müssen über eine entsprechende Weiterbildung und die notwendige Infrastruktur verfügen.

Generell ist der Regierungsrat der Ansicht, dass mit der Ausweitung der Impfmöglichkeiten dem Bedürfnis nach einer besseren Durchimpfungsrate der Bevölkerung Rechnung getragen werden kann. Impfungen in Apotheken sollen die der Ärzte ergänzen und insbesondere jene Bevölkerungsgruppe ansprechen, die wegen ihres guten Gesundheitszustandes nur selten zum Arzt geht.

In den Kantonen Zürich, Basel-Landschaft, Solothurn, Neuenburg und Tessin können sich Personen bereits seit geraumer Zeit in Apotheken impfen lassen, sofern sie ein ärztliches Rezept vorweisen können. Im Kanton Zürich dürfen Apotheker ab September auch einzelne Impfungen ohne ärztliche Verschreibung vornehmen.


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