Reaktion auf Interview

DocMorris: Schmidt akzeptiert Versandhandel

Berlin - 17.08.2015, 12:25 Uhr

Sorgt wieder einmal für Reaktionen mit einem Interview: ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. (Foto: Schelbert)

Sorgt wieder einmal für Reaktionen mit einem Interview: ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. (Foto: Schelbert)


Mit seinen Interviews hat ABDA-Präsident Friedemann Schmidt schon häufiger für Aufsehen gesorgt. Jetzt hat der oberste Repräsentant der Apothekerschaft in einem in verschiedenen Zeitungen veröffentlichten Gespräch erneut Antworten gegeben, die Reaktionen hervorrufen. „Bemerkenswert“ findet DocMorris-Kommunikationsvorstand Max Müller Schmidts Aussagen zum Versandhandel.

Das sei „ein wirklich aufschlussreiches Interview!“ twittert Müller im Internet. Der „Oberste Apotheken Lobbyist erklärt die ‚Schlacht‘ gegen den Versandhandel für beendet...merkwürdige Wortwahl, aber i.d.Sache positiv!“, so Müller. Nicht nur Google verändere sich, „auch das digitale Zeitalter hält Einzug bei der ABDA, so Müller zu DAZ.online. Müller: „Die ABDA akzeptiert den Kundenwunsch nach dem Versandhandel von Arzneimitteln.“

Viellicht beginne ja jetzt die Zeit, in der die ABDA die Rolle der Apotheker im digitalen Zeitalter gemeinsam mit dem Versandhandel entwickle. Das E-Health-Gesetz zeige die Notwendigkeit der Kooperation der Vor-Ort-Apotheke mit dem Versandhandel, um die Rolle der Apotheker im digitalen Zeitalter zu entwickeln. Bemerkenswert hält Müller auch Schmidts Aussagen zum Botendienst und zu Rezeptsammelstellen zur Sicherung der Arzneimittelversorgung auf dem Land.

Im unter anderem in der „Frankfurter Rundschau“ und dem „Kölner Stadtanzeiger“ veröffentlichten Interview antwortete Schmidt auf die Frage nach dem jahrelangen Kampf der ABDA gegen den Versandhandel versöhnlich, so als habe die ABDA ihren Frieden mit dem Vertriebsweg geschlossen: „Wir müssen einfach akzeptieren, dass sich das Einkaufsverhalten der Menschen geändert hat und sie heutzutage auch Medikamente im Internet bestellen wollen. Wir wollen uns nicht mehr in dieser Schlacht aufreiben. Auch eine Reihe unserer eigenen Mitglieder betreibt schließlich neben der Apotheke vor Ort das Online-Geschäft.  Wir bleiben allerdings dabei, dass der Versandhandel  immer nur die zweitbeste Lösung ist. In einem so sensiblen Bereich wie der Medizin ist die direkte Beratung  vor Ort durch nichts zu ersetzen.“

Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Friedemann Schmidt im Kölner Stadtanzeiger.


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