European Medicines Agency

Phytoempfehlungen künftig auch für Laien verständlich

Stuttgart - 05.08.2015, 17:30 Uhr

Die EMA will für bessere Informationen zur Phytotherapie sorgen. (Foto: TwilightArtPictures/Fotolia)

Die EMA will für bessere Informationen zur Phytotherapie sorgen. (Foto: TwilightArtPictures/Fotolia)


Die europäische Aufsichtsbehörde EMA will Informationen zu pflanzlichen Arzneimitteln einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Daher werden ab sofort die Empfehlungen zur Anwendung von Phytopharmaka, die der zuständige Ausschuss, das Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC), veröffentlicht, in laienverständlicher Sprache zusammengefasst.

Die Zusammenfassungen enthalten Informationen zur Bewertung des Phytopharmakons, die Schlussfolgerungen des HMPC hinsichtlich der empfohlenen Anwendung, sowie die Daten, auf denen die Empfehlungen basieren und Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen. Sie sollen eine Ergänzung zur Packunsbeilage darstellen und den Bürgern helfen, informierte Entscheidungen zu treffen, wenn sie die entsprechenden Präparate in der Selbstmedikation einsetzen.

Für sechs pflanzliche Drogen, deren Bewertung bereits abgeschlossen ist, wurden die Zusammenfassungen jetzt veröffentlicht. In Zukunft werden diese Dokumente für alle neu bewerteten pflanzlichen Drogen sowie für alle Revisionen, die im Rahmen der üblichen Routine stattfinden, verfügbar sein. Nach und nach sollen sie, so plant die EMA, in alle offiziellen Sprachen der EU übersetzt werden.

Bislang veröffentlicht sind:

Kalifornischer Mohn (Eschscholzia)

Ginkgo

Beinwell (Symphytum)

Capsicum

Odermennige (Agrimonia)

Mausohr-Habichtskraut (Hieracium)

 


Julia Borsch (jb), Apothekerin
redaktion@daz.online


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