FDA erteilt Zulassung

Erste Tablette aus dem 3D-Drucker

Berlin - 05.08.2015, 15:15 Uhr

Aufgelöst im Nu: Die Tablette aus dem 3D-Drucker. (Bild: www.aprecia.com)

Aufgelöst im Nu: Die Tablette aus dem 3D-Drucker. (Bild: www.aprecia.com)


Die erste Tablette aus dem 3D-Drucker hat von der US Food and Drug Administration (FDA) ihre Zulassung erhalten. Wie das US-Pharmaunternehmen Aprecia mitteilt, gab die Behörde jetzt grünes Licht für Spitram® – ein Antilepileptikum mit dem bekannten Wirkstoff Levetiracetam. Neu ist die Herstellungsmethode, vom Unternehmen ZipDose® genannt. Die 3D-Tablette zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie sich besonders schnell auflöst.

„Indem wir die 3D-Druck-Technologie mit einer viel verordneten Epilepsie-Behandlung kombinieren, füllen wir eine Lücke für Patienten, die mit ihrer aktuellen Medikation Schwierigkeiten haben“, erklärt Don Wetherhold, CEO von Aprecia.

Das besondere an der ZipDose®-Technologie ist, dass mit dem Arzneimittel eine sehr hohe Wirkstoffdosis verabreicht werden kann – bis zu 1.000 mg in einer einzigen Dosis. Für den Patienten soll das neue Arzneimittel alles einfacher machen: Keine genauen Abmessungen seien nötig, mit nur einem Schluck erhalte er seine individuelle Dosis – auch unterwegs sei das Medikament gut anzuwenden.

Auf den Markt kommen soll das neue Präparat in den USA im ersten Quartal 2016. Spitram® soll erst der Anfang sein – das Unternehmen plant, weitere Produkte für das zentrale Nervensystem, die Patienten ganz neue Erfahrungen der Arzneimitteleinnahme ermöglichen sollen. 


Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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