In entlegene Gebiete

US-Paketdrohne liefert Medikamente aus

Berlin - 22.07.2015, 11:05 Uhr

Eine US-Drohne hat regulär Medikamente zugestellt. (Foto: Marek/Fotolia)

Eine US-Drohne hat regulär Medikamente zugestellt. (Foto: Marek/Fotolia)


In den USA hat ein autonomes Flugobjekt erstmals mit Erlaubnis der zuständigen Behörde Federal Aviation Administration (FAA) eine Lieferung Medikamente zugestellt, berichtet der Nachrichtendienst heise.de. Sie wurden zunächst von einem teils ferngesteuerten Flugzeug der Raumfahrtbehörde NASA zu einem Flugplatz in Wise County (Virginia) gebracht, von wo aus ein Hexacopter mit 24 Packungen Arzneimitteln den restlichen Weg von einer Meile bewältigte.

Anlass für die Lieferung war dem Bericht zufolge eine Aktion der Freiwilligenorganisation Remote Area Medical. Ziel der Lieferung war eine Klinik, die einmal im Jahr kostenlose Gesundheitsversorgung für die bedürftige Bevölkerung der Umgebung anbietet. Normalerweise wird die Lieferung von einem Auto über einen beschwerlichen Weg bewältigt. Der Hexacopter sei sechsmal selbstständig geflogen, heißt es auf startupdaily.net. Er sei nicht gelandet, sondern habe seine Ladung abgeseilt.

Laut Heise hat die FAA Anfang des Jahres strenge Regeln für den kommerziellen Betrieb von Drohnen vorgelegt. Unbemannte Flugobjekte sollen nur in Sichtweite des Piloten oder eines Beobachters betrieben werden dürfen, nur bei Tageslicht stattfinden und nicht schneller als 160 km/h unterwegs sein. 2013 hatte die FAA der Mid-Atlantic Aviation Partnership at Virginia Tech, die an der Zustellung in Wise County beteiligt war, eine Sondergenehmigung erteilt, unbemannte Flugobjekte zu testen.

Pakete mit Drohnen zustellen wollen auch Google, Amazon oder die DHL. Zuletzt wurde bekannt, dass auch die Schweizer Post Paketdrohnen testet. Dort geht es ebenfalls darum, Waren in entlegene oder schwer zugängliche Gebiete zu bringen. Derzeit sei der Drohneneinsatz in Notsituationen denkbar, erklärte die Schweizer Post – etwa in Siedlungen, die nach einem Unwetter abgeschnitten sind. Ein anderes Szenario sei der eilige Transport höchst prioritärer Sendungen wie Laborproben.


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