Nachlese zum PTA-Streit

Liste der O. feiert Sieg über AVWL

Berlin - 19.06.2015, 11:45 Uhr

Die Gemeinschaftsliste GL der AKWL lobt Präsidentin Overwienung überschwänglich. (Foto: AKWL)

Die Gemeinschaftsliste GL der AKWL lobt Präsidentin Overwienung überschwänglich. (Foto: AKWL)


Der Konflikt zwischen Apothekerkammer und Apothekerverband Westfalen-Lippe um die Zukunft der Finanzierung der PTA-Schulen im Bezirk hat zwischen den verschwisterten Standesorganisationen offensichtlich Wunden hinterlassen. In einer als „Nachlese zur Kammerversammlung“ gekennzeichneten Mitteilung feiert sich die „Gemeinschaftsliste GL“ von Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening überschwänglich als Sieger über den AVWL. „Dank gilt unser Präsidentin G. Overwiening und der Kammergeschäftsstelle, dass sie im Vorfeld nicht in die öffentliche Schlacht eingestiegen sind, sondern besonnen auf die Lösung in der Kammerversammlung hingearbeitet haben“, heißt es dort.

In der vierstündigen Diskussion in der KV hätten sich alle Vorhaltungen des Apothekerverbandes und des Trägervereins der PTA-Schulen-e.V. gegenüber der Apothekerkammer als haltlos entpuppt. Keiner der im Vorfeld „leider massiv vorgehaltenen Vorwürfe“ gegen Overwiening und Kammer hätte aufrechterhalten werden können. Während der Auseinandersetzung sei deutlich geworden, dass die Kammer in intensiver Arbeit bereits „kreative Modelle“ entwickelt habe, die sie gerne erst gemeinsam mit dem Verband in die Wintersitzung eingebracht hätte.

„Durch die Drohszenarien des Trägervereins der PTA-Schulen-e.V. sah sich der Kammer-Vorstand zum Schutze der Kammer gezwungen, seinen Vorschlag schon jetzt in die KV einzubringen. Im Vorfeld hatte der Verband diesen Kammervorschlag abgelehnt. Obwohl der Verband gestern mit massiver Personenstärke als Gast und Zuhörer der KV beiwohnte (man könnte sagen, er enterte nahezu die Versammlung) wurde dank sachlicher, konzentrierter und konstruktiver Sitzungsleitung eine erhellende und intensive Diskussion um eine Problemlösung ermöglicht“, heißt es in der Nachlese.

Nachdem die Versammlung „langsam“ erkannt habe, dass der Vorschlag des Kammervorstandes eine weitreichendere Sicherung der PTA-Schulfinanzierung verfolge als jeder der Anträge des Verbandes, hätten die Antragsteller des Verbandes ihre Anträge zurückgezogen. Mit „ganz großer Mehrheit“ seien die Delegierten daraufhin dem Vorschlag des Kammervorstandes gefolgt. Damit seien alle im Vorfeld der Kammerversammlung „nur vom Verband“ in die Berufsöffentlichkeit getragenen Vorwürfe gegen Kammer und Overwiening „gegenstandslos und ausgeräumt“.

„Dank gilt allen Kammerversammlungsmitgliedern, insbesondere aber allen GLern für die demokratische Vorgehensweise und die ehrliche Auseinandersetzung ohne den Veröffentlichungen im Vorfeld kritiklos gefolgt zu sein“, so der Text weiter. Unterzeichnet ist die „Nachlese“ neben Heinrich Sondermann auch von Anke Vöcking, die als angestellte Apothekerin in der Ludgeri-Apotheke von Inhaber Ralf Overwiening tätig ist.


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Kleinkrieg um PTA-Ausbildung

Protest: Overwiening tritt aus Verband aus

Interview mit AKWL-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening

„Wir kämpfen für die PTA-Ausbildung, nicht gegen den Verband“

Zwist in Westfalen-Lippe beendet

Overwiening verbleibt im Verband

Kammerversammlung verabschiedet Resolution

Overwiening startet in die dritte Amtszeit

Digitale Informationsveranstaltung statt Kammerversammlung in Präsenz

AKWL schließt Haushaltsjahr 2019 ab und stellt Weichen für 2021

Gabriele Regina Overwiening will ABDA-Präsidentin werden

Erster Hut im Ring

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.