DEUTSCHER ÄRZTETAG

Ärztepräsident Montgomery wiedergewählt

15.05.2015, 13:00 Uhr

Frank Ulrich Montomery wurde erneut – mit weniger Stimmen – zum Präsidenten der Bundesärztekammer gewählt. (Foto: jardai/modusphoto)

Frank Ulrich Montomery wurde erneut – mit weniger Stimmen – zum Präsidenten der Bundesärztekammer gewählt. (Foto: jardai/modusphoto)


Berlin – Der Deutsche Ärztetag hat erwartungsgemäß Frank Ulrich Montgomery erneut zum Präsidenten der Bundesärztekammer gewählt. Allerderdings erhielt er weniger Stimmen. Außerdem beschloss das Ärzteparlament, den Patienten volle Einsicht in ihre Krankenakte zu gewähren.

Der Deutsche Ärztetag beschloss nach Angaben der Bundesärztekammer am Donnerstag in Frankfurt eine entsprechende Änderung der Berufsordnung. Bislang konnten Mediziner laut der Verordnung ihren Patienten jene Teile der Akte vorenthalten, in denen sie ihre subjektiven Eindrücke notiert hatten. Mit der Novellierung setzt der Deutsche Ärztetag den 2013 geänderten § 630g des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) um. Dieser schreibt unter anderem vor, dass Patienten auf Verlangen unverzüglich Einsicht in ihre vollständige Patientenakte zu gewähren ist, soweit nicht therapeutische Gründe dagegensprechen.

Zum Präsidenten der Bundesärztekammer wurde erneut Frank Ulrich Montgomery gewählt. Für den 62-jährigen Radiologen stimmten jedoch nur 161 von 230 Delegierten – und damit lediglich 70 Prozent. Eindeutiger wurden die Vizepräsidenten Martina Wenker und Max Kaplan in ihren Ämtern bestätigt: Die 56-jährige Internistin erhielt 221 von 245 Stimmen (90,2 %), der 62-jährige Allgemeinmediziner 209 von 233 Stimmen (89,7 %), wie die Bundesärztekammer mitteilte. Montgomery kündigte an, sich weiter für die Einheit der Ärzteschaft einsetzen zu wollen. Er leitet das Gremium bereits seit 2011 und war bei der jetzigen Wahl der einzige Kandidat.


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