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Wie der digitale Wandel das Kaufverhalten verändert

12.05.2015, 09:45 Uhr

Joss Hertle von Google Deutschland gab beim Wifo des DAV Tipps. (Foto: DAZ/diz)

Joss Hertle von Google Deutschland gab beim Wifo des DAV Tipps. (Foto: DAZ/diz)


Berlin – Der digitale Wandel ist Realität, die moderne Technik wie Smartphones, Tablets & Co. verändern unser Informations- und Kaufverhalten, wie Joss Hertle, der für die Gesundheitssparte von Google Deutschland zuständig ist, auf dem Wirtschaftsforum des Deutschen Apothekerverbands anhand von Beispielen zeigte. In seinem Vortrag appellierte er an die Apotheken, sich das geänderte Käuferverhalten zunutze zu machen.

Das Nutzungs- und Kommunikationsverhalten der Menschen hat sich durch die neuen Techniken rasant verändert. Durchschnittlich 150 Mal schaut ein Nutzer heute täglich auf sein Smartphone. 36 Prozent der Deutschen nutzen ihr Smartphone oder ein Tablet, während sie fernsehen. 16 Prozent der Nutzer schaut zum Beispiel den „Tatort“ im Fernsehen und ist zugleich in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter aktiv, wie Hertle verdeutlichte.

Zunehmend werden Kaufentscheidungen erst getroffen, nachdem man sich Informationen zum Produkt online mittels Smartphone oder Tablet holte. Apothekenkunden machen da keine Ausnahme: Zuerst werden Krankheitssymptome gegoogelt, dann wird nach passenden Produkten gesucht und die Packungsbeilage aufgerufen. Schließlich wird nach Apotheken gesucht, allerdings nicht unbedingt nach Versandapotheken, im Gegenteil, so Hertle, die Suche nach Versandapotheken nimmt eher ab. Acht von zehn Nutzern kaufen nach einer Internetsuche in einer stationären Apotheke.

Ein deutlicher Trend: Immer mehr Menschen gehen mit mobilen Geräten ins Internet, die Suche mit Mobilgeräten nimmt extrem zu. Bei der Suche nach Apotheken wird beispielsweise sehr häufig nach Öffnungszeiten gesucht. Stationäre Apotheken sollten diese Trends nutzen, so Hertle, und mit guten Internetseiten im Netz präsent sein und sie pflegen. Mit entsprechenden Werbeeinblendungen, die man bei Google kaufen könne und die nicht teuer seien, wie Hertle anmerkte, wird die Apotheke regional auf dem Mobilgerät des Nutzers, der in seinem Umfeld nach Apotheken oder Öffnungszeiten sucht, eingeblendet.


Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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