NACHT- UND NOTDIENSTFONDS 2014

112 Millionen Euro Honorar für Apotheken

24.04.2015, 12:55 Uhr

Bilanz 2014: 5,6 Millionen Euro Einnahmen fehlen dem NNF. (Foto: Sket)

Bilanz 2014: 5,6 Millionen Euro Einnahmen fehlen dem NNF. (Foto: Sket)


Berlin - In seinem ersten vollen Jahr hat der Nacht- und Notdienstfonds des DAV (NNF) 114,3 Millionen Euro eingenommen und davon 112,1 Millionen Euro in Form von Pauschalen an die Apotheken ausgeschüttet. Die durchschnittliche Pauschale betrug 265,94 Euro bei 421.672 geleisteten Notdiensten. Jeden Tag leisten im Schnitt 1155 Apotheken Notdienst. Mit 114 Millionen Euro Einnahmen wurde das von der Politik zugesagte Finanzvolumen in Höhe von 120 Millionen Euro für das Jahr 2014 um knapp sechs Millionen Euro verfehlt.

Der NNF weist in seiner Jahresrechnung 2014 einen Überschuss von 419.000 Euro aus. Im Wesentlichen ist dieser laut NNF auf die nicht geplanten Einnahmen aufgrund zu erhebender Gebühren für Schätzungen, Hebung von Synergiepotentialen sowie aufgrund von Projektverzögerungen im Rahmen geplanter Prozessoptimierungen zurückzuführen. Geschätzt werden mussten 3934 Apotheken, die dafür jeweils eine Gebühr von 46 Euro zahlen mussten. Daraus flossen dem NNF Einnahmen in Höhe von 180.964 Euro zu. Der Jahresüberschuss 2014 wird zur Deckung der originären Verwaltungsausgaben in den Haushalt 2015 eingebracht und erhöht das Ausschüttungsvolumen für die Notdienstpauschalen des Jahres 2015.

Gegen die Auszahlungsbeschiede des NNF wurden in 113 Fällen Widersprüche eingelegt. In circa zehn Prozent der Fälle waren die Widersprüche berechtigt.

Für die Verwaltung des NNF mit seinen zehn Mitarbeitern wurden 2,2 Millionen Euro aufgewendet. Die tatsächlichen Ausgaben unterschritten damit den Planansatz leicht. Die Verwaltungskostenquote beträgt laut NNF 1,7 Prozent.

„2014 war das Jahr eins des Nacht- und Notdienstfonds. Nachdem mit Ende des Jahres 2013 die Errichtungs- und Aufbauphase abgeschlossen war, setzte das Geschäftsjahr 2014 auf den mit der Gründung des Nacht- und Notdienstfonds eingeschlagenen Weg der Konsolidierung und weiteren Optimierung der definierten Prozesse auf", erklärte NNF-Geschäftsführer Rainer Gurski. Durch die konstruktive Zusammenarbeit von Apotheken, Landesapothekerkammern und Apothekenrechenzentren seien die Abläufe des Fonds weiterhin stabilisiert und optimiert worden. Mit Ablauf des Geschäftsjahres 2014 befinde sich der Nacht- und Notdienstfonds nun im „Regelbetrieb“.


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