Feucht und warm im Sommer

Warentest-Rat zur „Pilz“-Saison

23.04.2015, 15:55 Uhr

Fußpilz vorbeugen? Warentest gibt Tipps. (Foto: lisalucia/Fotolia)

Fußpilz vorbeugen? Warentest gibt Tipps. (Foto: lisalucia/Fotolia)


Berlin – Sommerzeit ist Pilzzeit, denn der Hautpilz mag es feucht und warm – besonders gern nistet er sich zwischen den Zehen ein. Die steigenden Temperaturen nahm Stiftung Warentest offenbar zum Anlass, um Tipps zum richtigen Umgang mit Fuß- und Nagelpilz zu geben: Auch wenn hartnäckig, lasse sich eine Pilzinfektion gut mit rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke behandeln. Von Hausmitteln rät das Verbrauchermagazin ab. Das beste Mittel: Vorbeugen.

Damit sich ein eigentlich harmloser Fußpilz nicht ausbreitet oder andere Menschen angesteckt werden, sollte ein Fußpilz rechtzeitig behandelt werden, empfiehlt Prof. Matthias Augustin, Direktor des Instituts für Versorgungsforschung in der Dermatologie am Hamburger Uniklinikum im Test. Helfen können rezeptfreie Cremes oder Gels aus der Apotheke. Als geeignet bewertet Warentest Breitband-Antimykotika, etwa Wirkstoffe aus der Gruppe der Imidazole oder der Allylamine. In einer Tabelle werden die günstigsten von ihnen aufgelistet.

Sind die Symptome verschwunden, muss das nicht zwingend für den Erreger gelten: Je nach Wirkstoff und Ausmaß der Infektion müsse der Betroffene die Mittel weitere ein bis zwei Wochen auftragen, rät Warentest. Sonst laufe er Gefahr, dass die Infektion immer wieder neu aufflammt. Wer das nicht will, könne auf die in Apotheken erhältliche Lösung mit dem Wirkstoff Terbinafin setzen, die nur einmal aufzutragen sei. Studien zeigen den Testern zufolge gute Heilerfolge, wenngleich die einmalige Anwendung bislang wenig erprobt sei.

Hartnäckiger als ein Fußpilz ist ein Nagelpilz. Bei ihm dauert die Therapie laut Warentest deutlich länger – weil der Wirkstoff länger brauche bis er im Nagel angereichert sei und wegen der geringeren Wachstumsgeschwindigkeit des Fußnagels. Eine Behandlung könne sechs bis neun Monate dauern. Doch auch hier können rezeptfreie Medikamente helfen, die günstigsten sind in einer Tabelle zu finden. Für geeignet befinden die Tester die Wirkstoffe Amorolfin und Ciclopirox. Allerdings sollte bei ersten Anzeichen von Nagelpilz ein Arzt aufgesucht werden. Der könne unter Umständen zusätzlich „pilztötende Mittel zum Einnehmen verschreiben“.

So beugt man vor

Von Hausmitteln gegen Pilzinfektion raten die Tester ab. Für sie gebe es keine wissenschaftlichen Belege. Studien zu Teebaumöl etwa hätten keine Wirksamkeit gezeigt, Kräuterfußbäder oder Apfelessig wiederum seien bislang nicht in „guten Studien“ erprobt. Das beste Mittel gegen Fußpilz und auch gegen Nagelpilz ist laut Warentest „ganz einfach: Vorbeugen“. Soll heißen: für trockene Füße sorgen, auf atmungsaktive Schuhe und Strümpfe achten, in Schwimmbad und Sauna Badeschuhe tragen, Socken, Bettwäsche und Handtücher bei 60 Grad waschen und die Füße gepflegt halten.


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