Destatis-Zahlen 2013

314,9 Milliarden für die Gesundheit

14.04.2015, 10:35 Uhr

2013 wurde erneut mehr für Gesundheit ausgegeben. (Foto: Bilderbox)

2013 wurde erneut mehr für Gesundheit ausgegeben. (Foto: Bilderbox)


Berlin – Im Jahr 2013 wurde in Deutschland erneut mehr Geld für die Gesundheit – also für Güter, Dienstleistungen sowie Investitionen im Gesundheitssektor – ausgegeben: Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) waren es 314,9 Milliarden Euro, vier Prozent bzw. 12,1 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Für Arzneimittel wurden insgesamt 47,8 Milliarden Euro ausgegeben, nach 46,1 Milliarden Euro im Jahr 2012. Für Hilfsmittel waren es rund 17,1 Milliarden Euro (2012: 16,2 Mrd. Euro).

Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag 2013 bei 11,2 Prozent, nach 11 Prozent im Jahr 2012 und 10,9 Prozent in 2011. Den leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr erklärt Destatis durch den stärkeren Anstieg der Gesundheitsausgaben im Vergleich zur Wirtschaftsleistung. Pro Einwohner lagen die Gesundheitsausgaben bei 3.910 Euro. Im Jahr zuvor waren es noch 3.770 Euro gewesen. 

Größter Ausgabenträger war erneut die gesetzliche Krankenversicherung. Ihre Ausgaben beliefen sich auf 181,5 Milliarden Euro (+5,3 %). Der Anteil der privaten Krankenversicherung blieb unverändert. Auf sie entfielen 28,9 Milliarden Euro (+3,3 %). Private Haushalte und Organisationen ohne Erwerbszweck waren mit 42,9 Milliarden Euro leicht rückläufig (-0,6 %). Einen Grund hierfür sieht Destatis im Wegfall der Praxisgebühr.

Den größten Brocken bei den laufenden Gesundheitsausgaben im ambulanten Bereich machten (Zahn-)Arztpraxen aus: Arztpraxen schlugen mit 46,4 Milliarden Euro zu Buche (2012: knapp 45 Mrd. Euro), Zahnarztpraxen mit knapp 24,4 Milliarden Euro (2012: 23,6 Mrd. Euro). Die Ausgaben in öffentlichen Apotheken beliefen sich auf rund 41,8 Milliarden Euro. 2012 Lag dieser Anteil bei 40,5 Milliarden Euro, im Jahr davor bei 39,9 Milliarden Euro.

Die Ausgaben für Güter und Dienstleistungen im ambulanten Bereich machten mit 155,5 Milliarden Euro fast die Hälfte der Gesamtausgaben aus. Gegenüber dem Vorjahr stiegen sie leicht überdurchschnittlich (+4,1 %). Mit den stärksten Anstieg gab es in der ambulanten Pflege (+9,0 % auf 12,3 Mrd. Euro).

Auf den (teil-)stationären Sektor entfielen wie im Vorjahr 37,7 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben (+4,1 % auf 118,7 Mrd. Euro). Die größten Ausgaben gab es bei Krankenhäusern (+4,4 % auf 82,4 Mrd. Euro) und in der Pflege (+4,4 % auf 27,6 Mrd. Euro).

Weitere Informationen finden Sie auf der Destatis-Internetseite.


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