Nach Verkauf an McKesson

Haniel mit Celesio-Milliarden auf Einkaufstour

13.04.2015, 15:20 Uhr

Haniel will in neue Beteiligungen investieren. (Logo: Haniel)

Haniel will in neue Beteiligungen investieren. (Logo: Haniel)


Berlin – Mit dem Milliarden-Erlös aus dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung am Stuttgarter Pharmahandelskonzern Celesio will der Mischkonzern Haniel auf Einkaufstour gehen. Der Spielraum für Zukäufe belaufe sich auf gut eine Milliarde Euro, teilte Haniel bei der Bilanzpressekonferenz in Duisburg mit. Im Blick hat der Konzern gut positionierte, mittelständische Unternehmen, die in Nischenmärkten unterwegs und nicht börsennotiert sind.

„Wir verfügen jetzt über genügend finanziellen Spielraum zur weiteren Diversifikation unseres Portfolios, sodass wir jederzeit in neue profitable Geschäftsbereiche investieren können“, so Haniel-Vorstandsvorsitzender Stephan Gemkow. „Als Family-Equity-Unternehmen verfolgen wir einen langfristigen Investitionsansatz und wollen gemeinsam mit unseren Beteiligungen profitable Wachstumsstrategien umsetzen.“

Nach dem Celesio-Verkauf an den US-Konzern McKesson ist Haniels wichtigstes Standbein die gut 30-prozentige Beteiligung am Handelskonzern Metro. Daneben gehören zur Gruppe der Büroausstatter Takkt, der Hygienespezialist CWS-boco sowie der Edelstahlhändler ELG. An der Metro hatte Haniel im vergangenen Jahr wenig Freude. Der Düsseldorfer Händler steckt weiterhin im Umbau, zudem hinterließ der schwache russische Rubel Spuren in der Bilanz.

Besser lief es hingegen bei den anderen Töchtern. Am Ende stieg das operative Ergebnis des Haniel-Konzerns um 31 Prozent auf 217 Millionen Euro und der Umsatz um zehn Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich dank des Celesio-Verkaufs von 267 Millionen auf 686 Millionen Euro.


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