Arzneimittelgroßhandel

Phoenix legt vor allem in Deutschland zu

Berlin - 18.12.2014, 14:20 Uhr


Die Mannheimer Phoenix group hat in den ersten drei Quartalen 2014/15 in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld sowohl beim Umsatz als auch dem Ergebnis zulegen können. Nach eigenen Angaben entwickelte sich Phoenix damit besser als die Konkurrenz. Grund für die positive Entwicklung ist vor allem der Umsatzanstieg in Deutschland.

Damit hat Phoenix nach eigenen Angaben die Position als führender Pharmahändler Europas untermauert. „Wir sind mit der Entwicklung zufrieden, insbesondere die verbesserte Ertragslage in West- und Nordeuropa bestätigt den eingeschlagenen Weg. Mit der beabsichtigten Akquisition der Mediq durch unsere vollkonsolidierte Gesellschaft Brocacef in den Niederlanden machen wir einen wichtigen Schritt zum integrierten Gesundheitsdienstleister in Europa", sagte Oliver Windholz, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2 Prozent auf 16,7 Milliarden Euro. „Grund hierfür ist vor allem der Umsatzanstieg in Deutschland, wo der Pharmagroßhandelsmarkt ein spürbares Wachstum zeigte. Auch in der Mehrzahl unserer Auslandsmärkte waren Umsatzzugewinne zu verzeichnen“, so Phoenix. Jedoch sei das Wachstum in den europäischen Pharmamärkten insgesamt gering ausgefallen. Die Gesamtleistung, die sich aus den Umsatzerlösen und dem Handled Volume (Warenumschlag gegen Dienstleistungsgebühr) zusammensetzt, hat sich um 4,8 Prozent auf 20,2 Milliarden Euro erhöht. 

Der Rohertrag erhöhte sich um 22,4 Millionen Euro auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Die Rohertragsmarge sank leicht von 9,5 Prozent auf 9,3 Prozent. Dies geht laut Phoenix vor allem auf die hohe Wettbewerbsintensität in verschiedenen Ländern zurück. Das Ergebnis vor Ertragsteuern konnte gegenüber dem Vergleichszeitraum um 12,7 Millionen Euro auf 188,9 Millionen Euro deutlich gesteigert werden. Das Periodenergebnis stieg auf 127,4 Millionen Euro.

Phoenix geht auch weiterhin von einem stabilen gesamtwirtschaftlichen Umfeld aus. Für die europäischen Pharmamärkte wird für 2014/15 ein Marktwachstum von rund einem Prozent erwartet. Gesundheitspolitische Maßnahmen in verschiedenen Ländern werden sich wachstumsdämpfend auswirken. Ein leichtes Umsatzwachstum erwartet Phoenix insbesondere für den deutschen Markt und für Westeuropa. Für die Märkte in Nord- und Osteuropa ist insgesamt mit einer stabilen Entwicklung zu rechnen. 


Lothar Klein


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