Finanzhilfe für westafrikanische Länder

EU sagt weitere Ebola-Hilfen in Millionenhöhe zu

Conakry/Berlin - 08.12.2014, 15:45 Uhr


Die Europäische Union hat den drei am stärksten vom Ebola-Ausbruch in Westafrika betroffenen Ländern weitere Unterstützung zugesichert. Guinea, Liberia und Sierra Leone sollen 62 Millionen Euro zur Bekämpfung der lebensbedrohlichen Krankheit erhalten. Dies wurde während eines Besuchs von EU-Entwicklungskommissar Neven Mimica am Samstag in Guinea mitgeteilt. Dabei wurden von EU-Seite bis 2020 weitere 244 Millionen Euro für Entwicklungsprojekte in dem Land zugesagt.

Trotz aller Hilfsmaßnahmen sterben in Westafrika weiterhin viele Menschen an Ebola. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kamen allein in Guinea, Liberia und Sierra Leone bislang knapp 6200 Menschen ums Leben. Insgesamt sind in diesen Ländern laut WHO über 17.000 Infektionen erfasst worden. Die WHO geht davon aus, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt. Zudem werden in der Statistik auch Infektions- und Todesfälle erfasst, bei denen zwar ein dringender Verdacht auf Ebola besteht, jedoch kein eindeutiger Nachweis vorliegt.

Derweil verzögert sich der Einsatz der Bundeswehr für Ebola-Patienten in Liberia um zwei Wochen. Die Behandlung durch Freiwillige der Bundeswehr und des Deutschen Roten Kreuzes werde voraussichtlich Mitte Dezember beginnen, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums vergangene Woche. Grund für die Verzögerung seien Probleme beim Aufbau des Ebola-Behandlungszentrums in Monrovia durch die WHO. Ursprünglich hätten die deutschen Helfer ihre Arbeit in der Krankenstation bereits Ende November aufnehmen sollen.

Die Bundeswehr hat bereits 18 Freiwillige nach Monrovia geschickt. Sie sind dort bisher unter anderem damit beschäftigt, lokale Helfer zu schulen. 32 weitere Soldaten sind für die Bundeswehr-Luftbrücke und für die Unterstützung der Freiwilligen im Einsatz. Dazu gehören auch ein Truppenarzt und Rettungsassistenten, die für die Gesundheitsversorgung der Freiwilligen zuständig sind. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte im vergangenen September Bundeswehrangehörige aufgerufen, sich freiwillig für einen Einsatz als Helfer in Liberia zu melden.


dpa/DAZ.online


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