Zeitumstellung

Am Wochenende Uhren umstellen!

Berlin - 23.10.2014, 08:48 Uhr


Am 26. Oktober ist es wieder soweit – die Zeitumstellung steht an. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. Doch obwohl sie eine Stunde länger schlafen können, spricht sich die Mehrheit der Menschen in Deutschland dafür aus, die Zeitumstellung abzuschaffen. Das geht aus einer Umfrage der DAK-Gesundheit hervor, für die 1000 Personen befragt wurden.

Die Sommerzeit wurde hierzulande im Jahr 1980 eingeführt, um das Tageslicht besser zu nutzen und so Energie zu sparen. Die Winterzeit ist somit die eigentliche Normalzeit. Sie sei aus medizinischer Sicht für den Organismus gesünder, erklärt Elisabeth Thomas, Ärztin bei der DAK-Gesundheit. Nichtsdestotrotz würden laut Umfrage knapp 60 Prozent der Umstellungsgegner die Sommerzeit als ganzjährige Zeit bevorzugen. Eine mögliche Erklärung könnte „das Positive, was mit dem Sommer assoziiert wird“ sein.

Die Zeitumstellung hat fast einem Viertel der Befragten (23 %) schon einmal Probleme bereitet. 77 Prozent von ihnen haben sich deswegen müde oder schlapp gefühlt, 56 Prozent hatten Einschlafprobleme oder Schlafstörungen, 34 Prozent konnten sich schlechter konzentrieren und 31 Prozent fühlten sich gereizt. Zudem gaben zwölf Prozent an, infolge der Zeitumstellung schon einmal unter depressiven Verstimmungen gelitten zu haben.

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung erklärt, dass es im Zuge der Zeitumstellung zu gesundheitlichen Problemen wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Gereiztheit, Appetitlosigkeit, depressiven Verstimmungen, Konzentrationsschwächen und in manchen Fällen auch zu Verdauungsproblemen kommen könne. Allerdings seien bisher keine langfristigen gesundheitlichen Folgen nachgewiesen. In aller Regel pendele sich der Biorhythmus nach wenigen Tagen ein.

Um gut durch die Zeitumstellung zu kommen, empfiehlt er, an den Tagen vor der Zeitumstellung etwa eine Viertelstunde später ins Bett zu gehen und das Abendbrot etwas nach hinten zu verschieben. Nach der Zeitumstellung könnten auch nachmittägliche Spaziergänge an der frischen Luft helfen. Wichtig sei zudem, ab nachmittags auf Kaffee, Cola und Alkohol zu verzichten. Gegen Schlafstörungen rät Reuter zu beruhigenden Tees, einem warmen Bad oder Entspannungsübungen. Und: Menschen, die nach der Zeitumstellung zu früh aufwachen, sollten sich nicht zwingen, im Bett zu bleiben, bis der Wecker klingelt.


Annette Lüdecke


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