Halbjahresergebnis der apoBank

ApoBank: Gerüstet für den Stresstest

Berlin - 28.08.2014, 11:12 Uhr


Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ist weiter im Aufwind. Für das erste Halbjahr 2014 vermeldet sie einen Jahresüberschuss in Höhe von 24,9 Millionen Euro – das sind 3,4 Prozent mehr als zum Vorjahresstichtag. Das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge stieg um 12,1 Prozent auf 203,5 Millionen Euro. Auch die Kundenzahl der apoBank ist gewachsen: Rund 376.000 sind es nun. Ende 2013 betreute die Bank noch etwa 3.000 Kunden weniger.

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, auch im Anlagegeschäft zu wachsen“, so Herbert Pfennig, Sprecher des Vorstands der apoBank. „Das ist uns dank unserer neuen Aufstellung und der ganzheitlichen Beratung nun eindrucksvoll gelungen.“ Getragen vom Anstieg im Wertpapiergeschäft mit Privat- und institutionellen Kunden sowie in der Vermögensverwaltung stieg der Provisionsüberschuss deutlich um 16,3 Prozent auf 62,3 Millionen Euro. Für Erleichterung sorgt zudem, dass der Abbau der strukturierten Finanzprodukte schneller verlief als ursprünglich geplant. Schon im Mai 2014 hatte die apoBank dieses risikobehaftete Teilportfolio vollständig abgebaut. Dies sorgte auch dafür, dass die Bilanzsumme zum 30. Juni 2014 leicht auf 34,3 Milliarden Euro sank (31.12.2013: 34,7 Mrd. Euro).

Für das zweite Halbjahr 2014 rechnet die apoBank ebenfalls mit einer positiven Geschäftsentwicklung. Der Jahresüberschuss soll über dem des Vorjahres liegen. Zugleich sollen Rücklagen und Reserven gestärkt werden, sodass eine stabile Dividendenzahlung möglich ist. Als Institut mit einer Bilanzsumme von mehr als 30 Milliarden Euro untersteht die apoBank künftig der direkten Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie nimmt daher an der europaweiten Bilanz- und Risikoanalyse (Asset Quality Review) und dem Stresstest teil. Pfennig scheut diese Maßnahmen nicht: „Wir sind zuversichtlich, dass wir diese Prüfung aufgrund unserer guten Eigenkapitalsituation und unseres nachhaltig entlasteten Risikoprofils bestehen werden.“ Die Ergebnisse sollen voraussichtlich im Oktober vorliegen.


Kirsten Sucker-Sket