Streit um Fußgängerzone

Bonn kündigt „Runden Tisch“ zur Apotheken-Anlieferung an

Berlin - 18.08.2014, 17:00 Uhr


Im Streit um die Nachmittags-Belieferung von Apotheken in der Fußgängerzone will die Stadt Bonn jetzt nach einer Lösung suchen. Das bestehende Lieferverbot soll nun offenbar doch nicht mehr mit aller Härte vollzogen werden. Wie der Oberbürgermeister der Stadt Bonn soeben mitteilte, soll ein „Runder Tisch“ eingerichtet werden.

„Wegen der Anlieferung eiliger Arzneimittel innerhalb der Fußgängerzone hat Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch den zuständigen Beigeordneten Wolfgang Fuchs beauftragt, sich mit allen Beteiligten zu treffen, um nach einer Lösung zu suchen, so die Stadt Bonn in einer Mitteilung. Nimptsch: „Hier treffen erneut unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander: Auf der einen Seite der Wunsch und die Notwendigkeit, Arzneimittel schnell verfügbar zu haben, auf der anderen Seite die Forderung, die Fußgängerzone ab mittags weitgehend frei von Fahrzeugen zu halten, was auch deutlicher Wunsch der Politik ist. Da müssen jetzt alle an einen Tisch."

Zuvor hatte das für Verkehrsfragen zuständige Amt der Stadt Bonn angekündigt, die gültige Fahrverbotsregelung in der Fußgängerzone mithilfe strenger Kontrollen durchzusetzen. Alle Paketdienste und andere Lieferanten sollten sich ebenfalls an das Lieferverbot nach 12 Uhr mittags halten. Für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung am 16. September hat auch die SPD einen Antrag gestellt: Die Einhaltung der Lieferzeiten in der Fußgängerzone solle „sehr streng“ kontrolliert werden. Wie es jetzt weitergeht, bleibt abzuwarten.


Lothar Klein


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