Antrag auf ABDA-Sondersitzung

Ost-Kammerpräsidenten machen Druck auf Schmidt

Berlin - 12.08.2014, 10:15 Uhr


Die sechs ostdeutschen Apothekerkammern sind mit der Arbeit der Berliner ABDA-Führung offenbar unzufrieden und melden in einem gemeinsamen Schreiben an ABDA-Präsident Friedemann Schmidt „Diskussions- und Handlungsbedarf auf Bundesebene“ an. Gesprochen werden soll über fünf Themen. Auf der morgigen Sitzung des Geschäftsführenden ABDA-Vorstandes soll über eine Sondersitzung abgestimmt werden.

„Die Präsidenten bzw. Vizepräsidenten der (Landes-)Apothekerkammern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung Diskussions- und Handlungsbedarf auf Bundesebene (ABDA-Gesamtvorstand) zu folgenden Themen festgestellt“, heißt es in dem Schreiben. Diskutiert werden soll über das Spannungsfeld „Freier Heilberuf versus Wirtschaftlichkeit“, über die Perspektive der PTA-Ausbildung, über eine „Garantenstellung“ der ABDA bei Verträgen mit Kammerbezug, über den Umgang mit Anträgen zum Deutschen Apothekertag und über das Thema industrielle Zweitverblisterung von Arzneimitteln.

Da davon auszugehen sei, dass die notwendige Diskussion „in der Tiefe und die Ableitung konkreter Maßnahmen bzw. Strategien“ den Rahmen der turnusmäßig geplanten Sitzungen des ABDA-Gesamtvorstandes sprengen könnten, „wäre alternativ über eine zusätzliche Sitzung nachzudenken“, so das Schreiben. Unterzeichnet ist der gemeinsame Brief von den Kammerpräsidenten mit einer einzigen Ausnahme: Anstelle von Sachsens Kammerpräsident Friedemann Schmidt hat sein Stellvertreter, Vizepräsident Göran Donner, den Appell unterzeichnet. Die ostdeutschen Kammerpräsidenten treffen sich mindestens einmal pro Jahr zu einer gemeinsamen Sitzung.

ABDA-Präsident Friedemann Schmidt hat mit einem vierzeiligen Antwortbrief auf die gemeinsame Initiative reagiert. Er werde den Vorschlag über eine außerordentliche Sitzung des Gesamtvorstandes der ABDA auf dem Geschäftsführenden Vorstand zur Entscheidung vorlegen.      


Lothar Klein


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