DAZ.online Wochenschau

Ein Jahr Nacht- und Notdienstfonds, drei OTC-PPI und viele fehlerhafte Rezepte

Stuttgart - 02.08.2014, 06:30 Uhr


Der Nacht- und Notdienstfond, der dafür sorgt, dass die Apotheken in Deutschland einen Zuschuss für ihre geleisteten Notdienste erhalten, hat das erste Jahr überstanden, die AOK hat den zweiten Rabattvertrag über eine Schutzimpfung geschlossen und mit Esomeprazol steht der dritte Protonenpumpeninhibitor für die Selbstmedikation zur Verfügung. Mehr dazu in unserer Wochenschau.

Ein Jahr Nacht- und Notdienstfonds. Seit einem Jahr werden die Nachtdienste der Apotheken mit der Notdienstpauschale bezuschusst. Auch wenn noch nicht alles ganz reibungslos läuft, aus Sicht der ABDA ist der NNF ein Erfolgsmodell.

Ein Euro für die Papierrechnung. Während Novartis den Schritt, seinen Kundenservice komplett über eine online-Plattform abzuwickeln, als Erfolg verbucht, sind einige Apotheker nicht zufrieden. Einer der Hauptkritikpunkte: Um die Rechnung weiterhin in Papierform zu erhalten, wird ein Euro fällig.

Zwei Impfstoff-Rabattverträge. Neben dem Grippeimpfstoff hat die AOK Baden-Württemberg jetzt einen weiteren Impfstoff-Rabattvertrag für die Meningokokken-C-Impfung abgeschlossen. Für weitere Fachlose hat sich kein Rabattpartner gefunden.

Drei PPI für die Selbstmedikation. Mit Esomeprazol ist ab August ein weiterer Protonenpumpenblocker ohne Rezept erhältlich. Damit stehen mit Omeprazol und Pantoprazol drei PPI für die Selbstmedikation zur Verfügung.

Unter 8,50 Euro. Ab dem 1. Januar 2015 sollen Beschäftigte grundsätzlich nicht weniger als 8,50 Euro in der Stunde bekommen. In der Rezepturherstellung mit einem gesetzlichen Arbeitspreis von 2,50 bis 7,00 Euro wir dies laut Dr. Peter Froese, Vorsitzender des Apothekerverbandes Schleswig-Holstein, oft nicht erreicht.

16-mal bedenklich für sensitive Haut. Bei einer Stichprobe in Apotheken, Kaufhaus-Parfümerien, Discountern und Drogeriemärkten wurden 16 Produkte für „sensitive Haut“ identifiziert, die als Kontaktallergene bekannte oder hautreizende und daher bedenkliche Zutaten enthalten.

30 Jahre Forschung. Der erste Malaria-Impfstoff ist in Sicht. GlaxoSmithKline hat bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur die Zulassungsunterlagen für seinen Impfstoffkandidaten eingereicht.

Über 50 Prozent. Rund die Hälfte der Bundesbürger entsorgt laut einer Umfrage Flüssigarzneimittel über die Toilette oder die Spüle. ABDA-Vizepräsident Mathias Arnold sieht die Apotheker in der Pflicht, Aufklärungsarbeit zu leisten.

95 Euro weniger wert. Der Listenpreis für Tysabri® wurde Mitte Juli um 95 Euro auf 1900 Euro gesenkt. Der Hersteller kündigte an, den Apotheken den Lagerwertverlust auszugleichen.

Viele fehlerhafte Rezepte. Da es bei der Rezeptausstellung immer wieder zu zeitraubenden Fehlern kommt, hat die LAK Baden Württemberg ein Merkblatt für Ärzte erstellt


Julia Borsch


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