Umfrage

Alzheimer: Jeder Zweite macht sich Sorgen

Berlin - 03.06.2014, 09:35 Uhr


An der Alzheimer-Krankheit leiden schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen in Deutschland. Für das Jahr 2030 wird mit 2,3 Millionen Erkrankten gerechnet. Fast die Hälfte aller Deutschen macht sich Sorgen, an Alzheimer zu erkranken. Dennoch würde nur jeder Dritte seine persönliche Alzheimer-Prognose tatsächlich wissen wollen, wie aus einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach hervorgeht.

Insgesamt 58 Prozent gaben an, dass sie lieber nicht wissen wollen, ob sie erkranken werden. Auch mit zunehmendem Alter stieg das Interesse an einer Prognose nicht. Wer dagegen einen Alzheimer-Patienten in der Familie oder im Bekanntenkreis hat, ist für eine persönliche Vorhersage sensibilisierter. Aus dieser Gruppe würden 40 Prozent gerne wissen wollen, ob sie einmal erkranken werden.

Im Schnitt fürchtet sich laut der Umfrage jeder Zweite davor, an Alzheimer zu erkranken. Die Sorge nimmt zu, wenn es in der Familie (66%) oder im Bekanntenkreis (58%) einen Alzheimer-Patienten gibt. Generell ist die Angst bei Frauen deutlich größer (51%) als bei Männern (39%). Auch das eigene Alter spielt hierbei eine Rolle: Während sich nicht einmal jeder Fünfte der 16- bis 29-Jährigen (18%) um seine Gedächtnisleistung im Alter Gedanken macht, sind es bei den 50 bis 59-Jährigen mehr als die Hälfte (54%). Bei den 60- bis 69-Jährigen fürchten sich etwa zwei Drittel (62%), bei den über 70-Jährigen rund 70 Prozent vor einer Alzheimer-Erkrankung.


DAZ.online