ABDA-Haushalt

ABDA plant wieder mit Beitragserhöhung

Berlin - 30.05.2014, 17:30 Uhr


Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) plant für das kommende Haushaltsjahr erneut mit einer Beitragserhöhung für die 34 Kammern und Verbände. Unter dem Strich sollen die Beiträge um knapp 700.000 Euro oder 4,74 Prozent auf 14,8 Millionen Euro steigen. Im laufenden Jahr hatte die ABDA sich bereits eine Beitragssteigerung von fünf Prozent genehmigt. Insgesamt soll der ABDA-Haushalt 2015 knapp 16,1 Millionen Euro umfassen.

Das geht aus dem Haushaltsentwurf hervor, der DAZ.online vorliegt. Die ABDA-Mitgliederversammlung soll darüber im Juni entscheiden. Besonders tief in die Tasche greifen müssten dann Hamburgs Apotheker. Der Haushaltsentwurf sieht für die Kammer und den Verein der Hansestadt eine Erhöhung der Beitragsabführung um satte 12,2 Prozent auf gut 455.000 Euro vor. Thüringen soll 6,8 Prozent mehr nach Berlin überweisen. Die anderen Kammer- und Verbandsbezirke werden mit Erhöhungen zwischen 2,9 und 5,9 Prozent zur Kasse gebeten.

Die Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit sollen mit knapp 3,5 Millionen Euro komstant bleiben. 1,9 Millionen Euro davon fließen neben den Kosten für den Apothekertag und das nächste ABDA-Sommerfest in die PR-Kampagnen der ABDA. Die Personalkosten im Apothekerhaus steigen im kommenden Jahr  um 166.000 Euro auf 5,16 Millionen Euro. Bei der Arzneimittelkommission sollen unter anderem zwei neue Stellen geschaffen werden, da das Arbeitsaufkommen für Erfassung, Dokumentation und Bearbeitung von Verdachtsfällen von Qualitätsmängeln und Nebenwirkungen gestiegen sei. Außerdem soll im Verbandssekretariat eine „Springerstelle“ geschaffen werden.

Mehr als verdoppelt haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 die Ausgaben für Instandhaltung, Umbau und Planung des Berliner Apothekerhauses - offenbar unter anderem wegen der aufgetretenen Bauschäden und für Brandschutz sowie die Schaffung von Fluchtwegen. Dafür weist die ABDA in ihrer Einnahme- und Ausgaberechnung für das Jahr 2013 rund 1,9 Millionen Euro Ausgaben aus. Im Jahr zuvor waren es eine Million Euro weniger. Unter dem Strich weist dies Einnahmen- und Ausgabenrechnung für 2013 daher einen Verlust von knapp 2,8 Millionen Euro aus gegenüber knapp 1,1 Millionen Euro im Jahr zuvor.    


Lothar Klein


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