Pharmagroßhandel

Rabattschlacht kostet Phoenix Gewinn

Berlin - 16.05.2014, 14:15 Uhr


Die Rabattschlacht im deutschen Arzneimittelgroßhandel hat dem Branchenprimus Phoenix zwar einen Umsatzanstieg beschert – allerdings auch Geld gekostet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 brach das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr um mehr 90 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen in Mannheim mitteilte.

„Das Rabattniveau in Deutschland ist sehr hoch“, erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Oliver Windholz, zur Begründung. „Wir sehen aber regionale Anzeichen, dass sich das bessert.“ Auf das Ergebnis gedrückt hätten auch Währungseffekte und Kosten für ein großangelegtes Sparprogramm. Nach eigenen Angaben hat die Mannheimer Phoenix group mit ihrer Strategie im Geschäftsjahr 2013/14 ihre Position als führender Pharmahändler Europas trotz eines herausfordernden europäischen Marktumfelds weiter gefestigt.

Die Umsatzerlöse seien um 2,7 Prozent auf 21,79 Milliarden Euro gestiegen. Grund hierfür seien Umsatzzugewinne gewesen - in Finnland, Italien, den Niederlanden, Serbien, Slowakei sowie im größten Markt Deutschland, wo das Unternehmen die Marktanteile deutlich habe steigern können. Die Gesamtleistung, die neben den Umsatzerlösen auch das sogenannte Handled Volume (Warenumschlag gegen Dienstleistungsgebühr) umfasst, konnte um 2,6 Prozent auf 25,91 Milliarden Euro erhöht werden. Die Umsatzerlöse sowie die Gesamtleistung seien damit stärker gestiegen als der europäische Pharmamarkt, der in 2013 insgesamt nur verhalten um 0,8 Prozent gewachsen sei.

Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) verminderte sich von 553,6 Millionen Euro auf 440,5 Millionen Euro. Belastend wirkten sich der Ertragsrückgang in Deutschland, Wechselkurseffekte und Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit dem Programm Phoenix Forward aus. Das Ergebnis vor Ertragsteuern ging von 230,7 Millionen Euro auf 143,1 Millionen Euro zurück.

Die Phoenix group geht davon aus, dass sie ihre Marktposition in Europa weiter ausbauen wird und so für das Geschäftsjahr 2014/15 einen Anstieg der Umsatzerlöse erzielen kann. Für das Geschäftsjahr 2014/15 rechnet das Unternehmen auch mit einer Ergebnisverbesserung.


Lothar Klein


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