Pharmaindustrie

Darmstädter Merck mit Gewinnanstieg

Darmstadt/Berlin - 15.05.2014, 12:50 Uhr


Die dynamische Nachfrage aus den Schwellenländern und geringere Kosten für den Konzernumbau haben den Gewinn des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA deutlich in die Höhe getrieben. Unter dem Strich sei der Überschuss im ersten Quartal um 22,2 Prozent auf 325 Millionen Euro gestiegen, teilte das im Dax notierte Unternehmen in Darmstadt mit.

Nach der erfolgreichen Übernahme von AZ Electronic passte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley die Erwartungen für 2014 an und rechnet nun mit  „einem moderaten Anstieg“ der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) vor Sondereinflüssen. Bisher war nur das Vorjahresniveau in Aussicht gestellt worden.

Allerdings würden Merck im weiteren Jahresverlauf weiterhin negative Wechselkurseffekte durch den starken Euro zu schaffen machen. Merck bleibe daher vorsichtig, sagte Kley. Beim Umsatz peilen die Hessen nun etwa 10,9 bis 11,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 10,7 Mrd. Euro) an. Das Auslaufen von Lizenz- und Provisionserlösen sowie Währungsbelastungen könnten durch Kosteneinsparungen ausgeglichen werden. Das Ebitda vor Sondereinflüssen soll nun circa 3,3 bis 3,4 Milliarden Euro betragen (Vorjahr: 3,3 Mrd. Euro).

Wie bereits im Vorjahr blies Merck KGaA von der Währungsseite auch im ersten Quartal ein rauer Wind entgegen: Während der Umsatz ohne Zukäufe um 3,7 Prozent zulegen konnte, ergab sich wegen der Euro-Stärke ein leichter Rückgang auf 2,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,7 Mrd. Euro). Regional konnten die Darmstädter vor allem in den Schwellenländern punkten. Das Ebitda stieg trotz gegenläufiger Währungseffekte und deutlich gesunkener Lizenz- und Provisionserlöse auf 807 Millionen Euro (Vorjahr: 801 Mio. Euro) und übertraf damit die Erwartungen von Analysten.

Nach der Übernahme der britischen AZ Electronic sind die Hessen wieder stärker an Zukäufen interessiert. Vor allem das Pharmageschäft mit den beiden Sparten Merck Serono und Consumer Health (OTC) soll weiter durch Partnerschaften oder auch Übernahmen verstärkt werden. Denn bei Merck Serono etwa, wo das Geschäft mit patentgeschützten Medikamenten gebündelt ist, fehlt es an schlagkräftigen neuen Medikamenten.


dpa-AFX/DAZ.online


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