Tarifkonflikt

ADA will mit ADEXA reden, aber nicht verhandeln

Berlin - 13.05.2014, 15:29 Uhr


Im Tarifkonflikt um eine höhere Bezahlung für Apothekerinnen und Apotheker im Nacht- und Notdienst hat der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) eine Einladung der Apothekengewerkschaft ADEXA zu weiteren Gesprächen zwar angenommen. Über das Konfliktthema selbst will ADA aber nach wie vor nicht verhandeln. ADEXA hatte am Rande des 51. DAV-Wirtschaftsforums eine Einladung zur Fortsetzung der Gespräche ausgesprochen.

ADEXA habe dem ADA eine Einladung zur Fortsetzung der Verhandlungen übersandt. Diese Einladung habe man, so der ADA-Vorsitzende Theo Hasse, angenommen. Der ADA habe gegenüber ADEXA aber gleichzeitig deutlich gemacht, dass man für diese Verhandlungen weiterhin kein Mandat für eine Erhöhung der Vergütung der Notdienstbereitschaft habe. „Sofern ADEXA also bereit ist, auf diese Forderung zu verzichten, ist der ADA gern zu weiteren Gesprächen und einem Abschluss bereit“, heißt es in der aktuellen ADA-Mitteilung. Gegenstand der Gespräche sind auch weitere tarifvertragliche Regelungen. 

Die Mitgliederversammlung des ADA habe sich im März klar und eindeutig gegen eine Beteiligung der Mitarbeiter an dieser für Apotheken vorgesehenen Strukturkomponente ausgesprochen und halte hieran auch weiterhin fest, so der ADA. Zudem sei zu der Forderung angemerkt worden, dass ADEXA zum 1. März 2014 mit der TGL Nordrhein einen neuen Gehaltstarifvertrag abgeschlossen habe, der ebenfalls keine Beteiligung der Mitarbeiter an der Notdienstpauschale vorsehe. ADEXA habe „völlig verkannt“, dass die Apothekeninhaber ihre Mitarbeiter bereits seit Jahrzehnten für die Teilnahme am Notdienst vergüteten und dass die Notdienstpauschale vom Gesetzgeber als Strukturkomponente für die Apotheken ausgelegt sei und nicht als Basis für Teillohnsteigerungen dienen solle.

ADEXA wollte die ADA-Stellungnahme zur möglichen Fortführung noch nicht kommentieren.


Lothar Klein


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