Welt-Asthma-Tag

BAK: Beratungsangebote nutzen!

Berlin - 06.05.2014, 10:35 Uhr


Heute – am 6. Mai – ist Welt-Asthma-Tag. Aus diesem Anlass weist die Bundesapothekerkammer (BAK) auf die Bedeutung der apothekerlichen Beratung bei Asthma-Arzneimitteln hin. Dies zeige sich nicht zuletzt darin, dass die Aufgabe der Apotheker in der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) Asthma integriert ist. Auch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) meldet sich zu Wort und zeigt sich besorgt über die Ausmaße der Erkrankung – gerade bei Kindern.

Weltweit sind nach Angaben des Lungeninformationsdienstes des Helmholtz-Zentrums in München schätzungsweise 300 Millionen Menschen von Asthma betroffen. Damit gehört Asthma zu den häufigsten Erkrankungen. Jährlich sterben etwa 250.000 Menschen an Asthma. In Deutschland sind etwa fünf Prozent der Erwachsenen und jedes zehnte Kind unter 15 Jahren von Asthma betroffen – insgesamt rund acht Millionen Menschen.

Für die Asthma-Therapie ist die richtige Inhalationstechnik von großer Bedeutung: „Viele Patienten sind überzeugt, dass sie ihre Medikamente richtig anwenden – vor allem, wenn sie bereits seit Jahren darauf angewiesen sind“, erklärt Gabriele Overwiening, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der BAK. Jedoch seien viele Inhalationssysteme kompliziert und werden nicht immer korrekt bedient. Daher sollten Patienten das Beratungsangebot der Apotheken nutzen. Auch viele Krankenkassen unterstützen ihre an Asthma erkrankten Versicherten: Die AOK bietet beispielsweise ein Disease-Management-Programm an. Asthma-Patienten werden darin geschult, Verschlechterungen im Krankheitsverlauf zu erkennen – so sollen Asthma-Anfälle vermieden und die Lebensqualität verbessert werden. 

Asthma bronchiale wird bei Kindern häufig übersehen und oft erst zu spät behandelt. Sie seien schwerer zu untersuchen und könnten zudem andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen haben, erklärt der Lungeninformationsdienst. Bayerns Gesundheitsministerin setzt sich daher dafür ein, dass Asthma bei Kindern frühzeitiger erkannt wird. Zu diesem Zweck sollen Eltern in Bayern im Rahmen einer Gesundheitsstudie zum Thema Asthma und Allergien im Herbst befragt werden. Bereits in den vergangenen Jahren habe das Land mehrere Millionen Euro in Asthma- und Allergie-Forschungsprojekte investiert, so Huml. Ziel sei es, neue Therapie- und Präventionsmöglichkeiten zu finden.


Annette Lüdecke


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