Morgenmagazin

Startschuss für Pilotprojekt Armin

Stuttgart - 27.03.2014, 10:09 Uhr


Heute fällt in Berlin der Startschuss für das Pilotprojekt ARMIN in den Ländern Sachsen und Thüringen. Das ARD-Morgenmagazin berichtete. Das Projekt möchte zu einer sichereren Arzneitherapie beitragen. Vorgesehen ist, dass der Arzt den Wirkstoff verordnet und der Apotheker das konkrete Präparat auswählt. Ärzte und Patienten zeigten sich in diesem Beitrag noch skeptisch.

Fünf Prozent aller Krankenhauseinweisungen gebe es nach neuesten Studien nur deshalb, weil Patienten ein falsches Arzneimittel einnehmen, den Überblick über ihre Medikation verlieren oder weil es zu Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln kommt. Mit dem Projekt „Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen“ (ARMIN), das auf dem ABDA-KBV-Modell basiert und von den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Apothekerverbänden der beiden Bundesländer sowie der AOK plus getragen wird, soll wissenschaftlich begleitet geprüft werden, ob eine bessere Zusammenarbeit zwischen Arzt und Apotheker Verbesserungen in der Arzneitherapie bewirken kann.

Das Projekt wird der Öffentlichkeit heute in Berlin vorgestellt, es soll am 1. April starten. Dem Bericht im Morgenmagazin zufolge zeigen sich viele Ärzte noch skeptisch. ARMIN führe zu mehr Verwirrungen und zu einem erhöhten Dokumentationsaufwand. Auch viele Patienten scheinen von dem Modellversuch nicht überzeugt zu sein. Für sie sollte der Arzt Ansprechpartner der Medikation bleiben.

Die Vorsitzende des Apothekerverbands Sachsen, Monika Koch, freute sich dagegen: Der Apotheker könne nun endlich auf Augenhöhe gemeinsam mit dem Arzt zum Wohle des Patienten wirken. Außerdem könne sich der Apotheker über seine pharmazeutische Leistung profilieren.

Den Beitrag des Morgenmagazins finden Sie hier (bis zum 4. April 2014).

Wir berichten außerdem in Kürze über die Pressekonferenz zu ARMIN, die heute in Berlin stattfindet.


Peter Ditzel


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