Staatsanwaltliche Ermittlungen

Berliner Apothekerin soll Arzt bestochen haben

Berlin - 26.03.2014, 11:29 Uhr


Eine Berliner Apothekerin soll einem Arzt aus der Charité Geschenke gemacht haben, damit dieser seine Patienten mit Zytostatika-Verordnungen zu ihr schickt. Die Staatsanwaltschaft durchsuchte vergangene Woche neben den Büro- und Privaträumen des Professors auch die Apotheke im Prenzlauer Berg, das Privathaus der Apothekerin und eine Steuerkanzlei, wie die „BILD“ berichtete.

In den Geschäftsunterlagen der Apotheke wurden laut der Zeitung Spendenbescheinigungen über elektronische Geräte gefunden. Diese habe die Apothekeninhaberin von der Steuer absetzen wollen. Insgesamt ermittle die Staatsanwaltschaft in rund 20 Verdachtsfällen aus den Jahren 2009 und 2010. Der Wert der Geschenke, die dem Arzt übergeben worden sein sollen, soll sich auf rund 30.000 Euro belaufen. Der Verdacht der Bestechung und der Bestechlichkeit werde nun geprüft. „Wir haben Geschäftsunterlagen, Schriftverkehr und Spendenbescheinigungen sichergestellt. Die Auswertung dauert an“, so ein Justizsprecher zur „Berliner Zeitung“.


Annette Lüdecke


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