Rabattverträge

AOKen sind Spitzenreiter beim Sparen

Berlin - 07.03.2014, 17:28 Uhr


Diese Woche hat das Bundesgesundheitsministerium die vorläufigen GKV-Finanzergebnisse 2013 vorgelegt. Danach haben Rabattverträge zwischen Krankenkassen und pharmazeutischen Unternehmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) 2,8 Mrd. Euro an Einsparungen eingebracht – 760 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Knapp 1,3 Mrd. Euro hiervon gehen allein auf das Konto der AOKen.

Die AOKen waren stets Vorreiter in Sachen Rabattverträge – so wundert es kaum, dass rund 46 Prozent des Einsparvolumens auf sie entfallen. Ein stattlicher Betrag, bedenkt man, dass die elf Ortskrankenkassen einen Marktanteil von knapp 35 Prozent in der GKV haben (2012). Gegenüber 2012 konnten die AOKen ihr Einsparvolumen aus Rabattverträgen nochmals um 346 Mio. Euro erhöhen.

Nach der aktuellen GKV-Statistik des Bundesgesundheitsministeriums sparten die Ersatzkassen 2013 durch Rabattverträge knapp 933 Mio. Euro. Sie versichern mehr als 37 Prozent der GKV-Versicherten. Im Vorjahr lag bei ihnen das Sparvolumen noch bei rund 708 Mio. Euro. Die Betriebskrankenkassen weisen eine Sparsumme von 329 Mio. Euro aus, 2012 waren es 219 Mio. Euro.

Für Einsparungen sorgten 2013 aber auch die gesetzlichen Rabatte. So summierten sich die Abschläge der Apotheken auf gut eine Milliarde Euro. Die gesetzlichen Abschläge der Hersteller lagen bei 2,7 Mrd. Euro – und damit knapp unter der Einsparsumme durch Rabattverträge.


Kirsten Sucker-Sket


Das könnte Sie auch interessieren

Bilanz für das erste Halbjahr 2013 mit durchweg positiven Ergebnissen – trotz gesunkenem Steuerzuschuss und Abschaffung der Praxisgebühr

Im Gesundheitswesen stecken 27,7 Mrd. Euro Reserven

AOKen sparen am meisten – Apothekenrabatte bringen GKV über eine Milliarde Euro

Rabattverträge sparen GKV 2,8 Milliarden Euro

BMG veröffentlicht GKV-Finanzergebnisse 1. bis 3. Quartal 2013

Kassen sind weiter im Plus

GKV-Finanzergebnis 2013

30 Milliarden Euro Finanzreserven

Finanzergebnisse für 2013 – Gesamtreserven von 30,3 Milliarden Euro – Anfang 2015 soll es neue Finanzarchitektur der Krankenversicherung geben

GKV: Gute Ausgangsposition für die Zukunft