Subutux und Tilidin ins Gefängnis

Apotheker beteiligt an illegalem Lieferdienst?

Berlin - 04.03.2014, 09:04 Uhr


Ein Apotheker soll an einem illegalen Lieferservice für Insassen des Berliner Gefängnisses Moabit beteiligt gewesen sein. Nach Erkenntnissen von Staatsanwaltschaft und Polizei schmuggelte eine Tätergruppe über einen längeren Zeitraum unter anderem Heroin, Haschisch und Handys in das Gefängnis, meldet die „Berliner Zeitung“. Der Berliner Apotheker soll für Tilidin und Subutex gesorgt haben.

Der Zeitung zufolge kamen Fahnder des Landeskriminalamtes den Tätern vor mehreren Monaten auf die Spur. Sie observierten elf Verdächtige, hörten ihre Telefone ab und stellten fest: Die „heiße Ware“ wurde mit regulär bestellten Waren geliefert. Ein Mitarbeiter der bayerischen Firma, die die Justizvollzugsanstalt (JVA) beliefert, soll die reguläre Übergabe bestellter Waren an die Insassen für die illegalen Geschäfte genutzt haben, so der Vorwurf.

Vergangenen Freitag griffen die Ermittler laut dem Zeitungsbericht zu: Sie durchsuchten unter anderem fünf Hafträume in der JVA und acht Wohnungen in Berlin. Zu den Beschuldigten gehören Mitglieder zweier polizeibekannter arabischer Großfamilien, der Mitarbeiter der Lieferfirma und der Inhaber zweier Apotheken in Moabit – bei ihm stellten die Ermittler eine große Bargeldsumme sowie Arzneimittel sicher, die nicht ordnungsgemäß deklariert waren.


DAZ.online


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