Weltkrebstag am 4. Februar

Zahl der Krebsneuerkrankungen steigt

Berlin - 03.02.2014, 15:09 Uhr


Die Zahl der Krebsneuerkrankungen ist hoch, Tendenz steigend. Um die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, wurde am 4. Februar 2006 der Weltkrebstag von der Union Internationale Contre le Cancer, der WHO und anderen Organisationen ins Leben gerufen.

Viele Menschen werden im Laufe des Lebens mit dem Thema Krebs konfrontiert, sei es persönlich, in der Familie oder im Freundeskreis. Eine Studie der WHO prognostiziert, dass die Zahl der Neuerkrankungen weltweit bis zum Jahr 2025 von 14 auf 20 Millionen steigt. Grund hierfür sind laut Welt-Krebs-Bericht 2014 der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) unter anderem der Anstieg des vorausgesagten Bevölkerungswachstums sowie die zunehmende Lebenserwartung. Auch die schädlichen Lebensgewohnheiten der reicheren Staaten könnten von wirtschaftlich aufstrebenden Ländern kopiert werden und zu höheren Zahlen führen.

Laut Bericht war im Jahr 2012 die weltweit häufigste Krebsneuerkrankung Lungenkrebs mit einem Anteil von 13 Prozent. Darauf folgten Brustkrebs (11,9 %) und Darmkrebs (9,7%). Anlässlich des Weltkrebstages wird von der zur WHO gehörenden Agentur IARC gefordert, dass die Regierungen mehr für die Prävention von Krebserkrankungen tun müssen.

In Deutschland wurde deshalb 2008 der Nationale Krebsplan von Bundesgesundheitsministerium, Deutscher Krebshilfe, Deutscher Krebsgesellschaft und Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren initiiert. Ziel ist es, die Krebsfrüherkennung weiter voranzubringen und die Patientenorientierung zu stärken. Schwerpunkte und Themen im Jahr 2014 sind unter anderem die Verbesserung der Informations- und Beratungsangebote für Krebskranke und ihre Angehörigen, die Stärkung der Arzt-Patienten-Kommunikation, die Reduzierung unnötiger bürokratischer Dokumentationspflichten für Ärzte, die Weiterentwicklung der psychoonkologischen und psychosozialen Versorgung sowie die onkologische Rehabilitation und Palliativversorgung.

„Die Krebsbekämpfung ist eine gesundheitspolitische Herausforderung ersten Ranges", erklärte der neue Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) anlässlich des diesjährigen Weltkrebstages. „Im Mittelpunkt des Nationalen Krebsplans steht nicht die Krankheit Krebs, sondern der betroffene Mensch mit seinem Bedürfnis nach Medizin, Betreuung und Information“.


Annette Lüdecke