Das Problem Narkolepsie

Kollateralschaden der Influenza-Impfung?

10.01.2014, 15:05 Uhr


Wenn Impfschäden beobachtet werden, erfordert dies höchste Beachtung. Denn Impfen ist Intervention an Gesunden. Und Gesunde zu schützen, ist oberstes Gebot bei jeder impfpräventiven Maßnahme. Daher war es dringend geboten, der offensichtlichen Assoziation zwischen der H1N1-Impfung und dem Verdacht des gehäuften Auftretens einer Narkolepsie auf den Grund zu gehen.

Die Narkolepsie ist eine seltene Schlaf/Wach-Störung. Betroffene werden durch eine ausgeprägte Tagesschläfrigkeit und durch einen plötzlichen Verlust des Muskeltonus (Kataplexie) gequält. Die Ursache der Erkrankung ist ungeklärt. Man geht von einem multifaktoriellen Geschehen aus. Da im Frühjahr 2010 in Europa und Skandinavien nach der Impfkampagne gegen das Influenza-A-Virus H1N1 („Schweinegrippe-Virus“)  ungewöhnlich viele Kinder und Jugendliche an Narkolepsie erkrankten, wurde ein möglicher Zusammenhang zwischen der Impfung gegen H1N1-Grippeviren und dem Auftreten von Narkolepsiefällen diskutiert. Mittlerweile gilt als belegt, dass Narkolepsie eine sehr seltene, aber keine zufällige Komplikation einer Influenza-Impfung ist. Allerdings ist nicht jeder gleich gefährdet: Nahezu ausschließlich Träger einer bestimmten HLA-Variante sind Kandidaten für das Auftreten einer derartigen Komplikation. Welcher HLA-Typ genau betroffen ist, sowie die molekularen Hintergründe zum Zusammenhang zwischen Narkolepsie und H1N1-Impfung und welche Rolle Adjuvanzien, die Impfstoffen zur Verstärkung der Immunantwort zugesetzt werden, spielen, lesen Sie in der aktuellen DAZ auf Seite 30.


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