Einsparpotenzial durch Compliance

ABDA: Apotheker können helfen

Berlin - 09.10.2013, 15:55 Uhr


Apotheker können dabei helfen, die dem deutschen Gesundheitssystem durch Non-Compliance entstehenden vermeidbaren Kosten zu reduzieren. „Apotheker können viel dafür tun, die Einnahmetreue zu verbessern und damit auch die Gesundheitskosten zu senken“, erklärt der ABDA-Präsident Friedemann Schmidt.

Durch mehr Einnahmetreue von Arzneimitteln könnte das deutsche Gesundheitssystem laut IMS Health knapp 13 Milliarden Euro einsparen. Jeder Zweite nimmt seine Medikamente bei einer Langzeittherapie nicht wie vom Arzt vorgesehen ein, weiß die ABDA. Das helfe weder dem Patienten noch dem Geldbeutel der Versichertengemeinschaft. „Apotheker wollen die Arzneimittelanwendung in Zukunft langfristig begleiten“, erklärt Schmidt. Das verbessere nicht nur die Einnahmetreue und damit das Therapieergebnis, sondern führe auch zu Einsparungen bei den Krankenkassen.

Die ABDA verweist in diesem Zusammenhang auf das ABDA-KBV-Modell, das Maßnahmen enthalte, wie Ärzte und Apotheker gemeinsam die Arzneimitteltherapie noch besser und preiswerter gestalten können. Voraussichtlich Anfang 2014 starte die Umsetzung in Sachsen und Thüringen. Auf Basis einer Wirkstoffverordnung und eines Medikationskatalogs werden Ärzte und Apotheker dann ein gemeinsames Medikationsmanagement anbieten – auch mit dem Ziel der Compliance-Verbesserung.


Juliane Ziegler


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