TGF-beta und Autoimmunerkrankungen

Zytokin spielt bei der Entstehung eine Rolle

07.09.2013, 10:06 Uhr


Genetisch bedingte Mutationen von TGF-β-Rezeptoren scheinen bei der Entstehung von Allergien eine wichtige Rolle zu spielen.

TGF-β (Transforming growth factor) ist ein Zytokin, das bei vielen verschiedenen physiologischen und pathophysiologischen Prozessen eine Rolle spielt. Personen mit Mutationen des TGF-β-Rezeptors können am Loeys-Dietz-Syndrom erkranken, zu dessen Symptomen Arterienaneurysmen zählen.

Wissenschaftler der Johns Hopkins University in Baltimore maßen bei 58 Patienten mit dem Loeys-Dietz-Syndrom (LDS) die Konzentrationen von Faktoren des Immunsystems im Blut und stellten fest, dass bei ihnen z. B. die Konzentration von Immunglobulin E, von eosinophilen Granulozyten und von bestimmten Interleukinen, die von T2-Helferzellen synthetisiert werden, erhöht waren. Dies lässt auf ein großes Risiko für allergische Erkrankungen wie Asthma, Lebensmittelallergien und Heuschnupfen schließen.

Ex-vivo-Versuche zeigten, dass naive CD4+-Zellen von LDS-Patienten sich nach Zugabe von TGF-β zu T2-Helferzellen entwickelten, nicht aber die naiven CD4+-Zellen von gesunden Probanden. Demnach hemmt TGF-β die übermäßige Bildung von T2-Helferzellen und trägt dazu bei, dass das Immunsystem im Gleichgewicht ist und keine Autoimmunerkrankungen entstehen. 

Quelle: Frischmeyer-Guerrerio PA, et al. .Sci Transl Med 2013;5:195ra94.


Silvana Witt / Dr. Wolfgang Caesar


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