Novartis

Jimenez verteidigt Vasella-Honorar

Bern/Berlin - 22.07.2013, 09:17 Uhr


Der Vorstandschef des Pharmakonzerns Novartis, Joseph Jimenez, hat die Millionen-Entschädigung des ehemaligen Verwaltungsratspräsidenten Daniel Vasella verteidigt. Die Entlohnung von rund fünf Millionen Franken entspreche dem „Marktpreis für globale Branchenführer seines Kalibers“.

Am vergangenen Mittwoch hatte der Konzern bekannt gegeben, dass Vasella für „gewisse Übergangs-Dienstleistungen“ zwischen seinem Abgang im Februar und dem kommenden Oktober rund fünf Millionen Franken erhält. Zudem wird Vasella Ehrenpräsident und erhält einen Beratervertrag. Pro Beratertag entlohnt Novartis Vasella mit 25.000 Dollar (19.000 Euro), mindestens aber mit einer Viertelmillion Dollar pro Jahr bis 2016.

Die jährliche Entschädigung entspreche „unserer Schätzung, wie häufig wir im Durchschnitt die Dienste von Daniel Vasella in Anspruch nehmen werden“. Eine Obergrenze sei nicht festgelegt worden. „Aber als CEO werde ich für alle Entscheidungen bezüglich der Beratertätigkeiten von Daniel Vasella zuständig sein“, sagte Jimenez weiter.

Im vergangenen Februar hatten Vasellas Abgangshonorare für öffentliche Empörung gesorgt. Er verzichtete daraufhin auf eine Gesamtsumme von rund 72 Millionen Franken (58,5 Millionen Euro) für mehrere Jahre. Die Staatsanwaltschaft Basel ermittelte wegen des Verdachts unwahrer Angaben über kaufmännische Gewerbe, des Wuchers bzw. der ungetreuen Geschäftsbesorgung – stellte das Strafverfahren aber nach eingehender Untersuchung des ermittelten Sachverhalts ein: Es sei kein strafrechtlich relevantes Verhalten der Beteiligten ersichtlich, hieß es.


dpa-AFX/DAZ.online


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